Ertürk Kurdu (geb. 20.09.1945)
Ertürk Kurdu trainiert seit 1988 in Deutschland. Nach den Stationen Gelsenkirchen, Baden- Baden Iffezheim und dem Schloß Arff, bezog der gebürtige Türke 1997 auf der Grafenberger Rennbahn Quartier. Obwohl der 60-Jährige bislang nie einen üppigen Pferdebestand zur Verfügung hatte, erzielte er schon über 120 Siege. Darunter nennenswerte Erfolge auf hohem Niveau, gerade auf der Heimatbahn.
So gewann die Kurzstreckenspezialistin Be My Dream das Düsseldorfer Auktionsrennen. Das höchstdotierteste Stutenlistenrennen mit dem Sparkassen-Preis sicherte sich 2001 Baroness Happyness. Der Hengst Frisco Song avancierte 2002 zum NRZ- Düsseldorfer Galopper des Jahres. Auch Rokanto (2004) und Pinot noir (2005) konnten diesen Titel erringen. Deutschlandweit und International sammeln die Kurdupferde fleissig Rennprämien. Der Vollbluttrainer setzt seine Schützlinge sehr gezielt und effektiv ein.
Ralf Rohne
Im Winter 2002 bezog der Galoppertrainer Quartier auf der Grafenberger Rennbahn. Der in Hannover geborene Vollblutprofi betreut mit über 70 Pferden das kopfstärkste Lot von Pferden in der Landeshauptstadt.
Der 43-Jährige sorgte gleich für hervorragende Erfolge der Düsseldorfer Trainingszentrale. Bei seinem Karrierestart als Publictrainer in Gelsenkirchen hatte Ralf Rohne im Juni 1999 gerade Mal drei Galoppern unter seiner Obhut. "Kein leichter Anfang, aber meine Erfahrungen haben mir sehr geholfen, dass es stetig weiter ging", so der Galopperfachmann, der 1972 ersten Kontakt zu den Vollblütern bekam.
Ein Pferdebesitzer brachte Ihn in seiner Geburtsstadt mit dem Trainer Heinz Scheffer zusammen, der auf der Rennbahn in Langenhagen seine Schützlinge vorbereitete. Ralf Rohne fing an zu reiten, wandte sich aber im Laufe der Zeit zuerst verstärkt der Dressur, dem Springsport und der Vielseitigkeitsreiterei zu. 12 Jahre stand er in Diensten der Bundeswehr und machte währenddessen seinen Trainerschein, zunächst 1992 als Besitzertrainer. D.h. man darf ausschließlich nur im eigenen Besitz stehende Galopper vorbereiten. Hier sorgte der Halbblüter Loriot bald für erste Erfolgserlebnisse.
Beim dritten Start war schon der erste Sieg fällig. Das war natürlich ein Superereignis und zugleich Ansporn für die Zukunft", so Ralf Rohne, der in der Folgezeit den allgemeinen Trainerschein erwarb und eine Stelle bei der Familie Ostermann annahm.Der Möbelhauseigner unterhält eines der größten Gestüte und Rennställe in Deutschland und der jetzige Düsseldorfer optimierte seine Kenntnisse in der Verwaltung des Rennbetriebs, insbesondere auch im internationalen Geschäft. "Meine Pferde laufen überall, wo es eine reale Chance gibt auch erfolgreich zu sein. Die komplizierten Ausschreibungen und Anmeldungen für Starts im Ausland sind zwar zeitintensiv, aber kein Problem", so der Trainer, dem gerade ein besonderes Kunststück gelang. Die Stute Ianina gewann als erste Stute den Großen Preis von St.Moritz.
Sascha Smrczek
Mit seinen 33 Jahren zählt Sascha Smrczek zu den jungen Trainern im Galopprennsport und hat sich mittlerweile als Mitglied in der Grafenberger Trainingszentrale etabliert.
Der gebürtige Niedersachse, der in Rotenburg/Wümme aufgewachsen ist, übernahm den früheren Stall von Peter Lautner, der mit Ende der Saison 2004 seine langjährige Karriere als Trainer beendete.
Nach einem Schulpraktikum beim Hanoveraner Trainer Otto Werner Seiler war der Berufswunsch von Sascha Smrczek perfekt Ab 1988 absolvierte er eine Lehre beim Dortmunder Trainer Uwe Stoltefuß und konnte seinen zweiten Ritt im Rennsattel mit der Vollblüterin Kahvesi schon erfolgreich beenden. Insgesamt verbuchte Sascha Smrczek 44 Siege als Reiter, sattelte aber nach einigen Jahren um und wurde 1998 Assistenztrainer bei Uwe Stoltefuß. Nach seiner Meisterprüfung 2001 bot sich bald die Gelegenheit sich selbständig zu machen. Der Trainer Ralf Malinowski beendete seine Karriere in Dortmund und Sascha Smrczek wagte den Sprung ins kalte Wasser mit der Übernahme seines Stalles. "Am Anfang hatte ich sieben Galopper unter meiner Obhut, aber zum Glück stellte sich schnell der Erfolg ein und damit auch mehr Zuspruch seitens der Pferdebesitzer", erinnert sich der Trainer.
Seinen ersten Sieg verpasste er kurioserweise, denn auf drei Plätzen waren am 20. Juni 2001 seine Galopper unterwegs. "Ich war vor Ort in Hannover und konnte meine Pferde hier beobachten, die als beste Platzierung einen fünften Rang herausholten. In Warendorf und Zweibrücken hingegen gewannen meine Pferde So Sorry und Kobrina`s Last." Mittlerweile konnte der Dortmunder Trainer über 70 Siege verbuchen und war auch dabei im Ausland erfolgreich. Mit dem Wechsel nach Düsseldorf verbindet Sascha Smrczek einen weiteren positiven Impuls für die Karriere. Mit den Pferden vom Stall Hof Wittlohe, die früher unter der Obhut von Peter Lautner große Erfolge verbuchen konnten, hat er nun eine gute Verstärkung erhalten. "Ich hoffe sehr mit guten Leistungen meiner Galopper, Werbung für den Trainingsstandort Grafenberger Rennbahn zu machen", meint Sascha Smrczek optimistisch.
Darunter fällt sicherlich Prince Flori, der mit seinem Gewinn im Großen Preis von Baden, Gr. I zum Galopper des Jahres 2006 avancierte