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Lieferengass bei EHV-Impfstoffen

26. April 2016

Aktuelle Situation

Die Vorgaben zur Hygiene in der Vollblutzucht schreiben die Impfung aller Vollblutpferde in Zuchtbeständen gegen Virusabort (Equines Herpesvirus EHV-1) für alle Züchter verbindlich vor. Leider gibt es in Deutschland immer noch Lieferengpässe bei Herpesimpfstoffen. Die Hersteller können aktuell noch keine verbindlichen Zusagen dahingehend machen, wann wieder ausreichende Mengen an zugelassenen EHV-Impfstoffen auf dem deutschen Markt verfügbar sind. Equip EHV 1,4 ist voraussichtlich bis Mitte 2016 nicht verfügbar und Prevaccinol wird möglicherweise erst im zweiten Quartal 2016 lieferbar sein. Damit der Impfschutz nicht verfällt, rät der Arbeitskreis Pferd der Ständigen Impfkommission der Veterinärmedizin (StIKo Vet) bei fälligen Wiederholungsimpfungen zum Impfstoffwechsel. Dafür dürfen Tierärzte auch im Ausland zugelassene Impfstoffe importieren. Aufgrund der antigenetischen Ähnlichkeit der in den Impfstoffen enthaltenen EHV-1 und EHV-4-Stämme sei das möglich. Es ist dann keine erneute Grundimmunisierung erforderlich.

Impfstoffimport aus dem Ausland
Da aktuell deutschlandweit nachweislich kein alternatives Produkt verfügbar ist, können Tierärzte die im Ausland zugelassenen Impfstoffe per Ausnahmegenehmigung anwenden. Sie müssen aber den Import bei der jeweils zuständigen obersten Landesbehörde beantragen. Da jedes Bundesland einzeln geregelt hat, an wen die Anträge zu richten sind, sollen sich die praktizierenden Tierärzte an ihr jeweiliges Veterinäramt wenden.

Impfstoffwechsel möglich – Schutz bleibt erhalten
Bei ihrer Empfehlung für einen Wechsel auf lieferbare Impfstoffe stützt sich die StIKo Vet auf indirekte serologische Hinweise und die antigenetische Ähnlichkeit. Die in der EU dafür zugelassenen Impfstoffe listet die StIKo Vet in ihrer Stellungnahme auf. Download unter:

https://www.fli.de/fileadmin/FLI/Service/StIKoVet/Stellungnahme_EHV-Lieferengpass_2016-02-25.pdf

Während der Grundimmunisierung sollte allerdings ein Produktwechsel möglichst vermieden werden. Sollten sich durch die Engpässe das Impfintervall über sechs Monate verlängern, empfiehlt die Kommission eine neuerliche Grundimmunisierung.

Aufgrund der Lieferengpässe wird als eine Alternative zur Überbrückung der Impfstoff Bioequin H (Hersteller, Fa. Bioveta CZ) empfohlen. Dieser ist für Tierärzte mit Ausnahmegenehmigung über die Fa. Ecuphar (www.ecuphar.de) beziehbar. Der Impfstoff ist wie u.a. sorgfaltskonform zu verwenden. Für den Fall, dass an einigen Standorten noch die bewährten Impfstoffe verfügbar sind, besteht kein Grund zum Wechsel.

Die geschilderte Vorgehensweise wird von den regionalen Sachverständigen des Direktoriums nachhaltig befürwortet.

Impfschema Bioequin H laut Herstellerangaben:
1. Grundimmunisierung: bestehend aus 2 Impfungen. Die erste erfolgt im Alter von 6 Monaten, die zweite Impfung 4 Wochen später.
2. Wiederholungsimpfung: 3 Monate nach Grundimmunisierung (d.h. nach der 2. Dosis)
Danach Wiederholungsimpfung alle 6 Monate

Impfschema für tragende Stuten: insgesamt 3 Impfungen, zur Reduzierung des Auftretens von Fehlgeburten (Aborten), verursacht durch EHV-1
1. die erste Impfung erfolgt im 2. Monat nach der Deckung
2. die zweite Impfung im 5. oder 6. Monat der Trächtigkeit
3. die dritte Impfung im 9. Monat der Trächtigkeit

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