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Derby-Update: Das sind die bisherigen Anwärter

Hamburg 12. Juni 2010

Sechs Wochen vor dem Start des IDEE 141. Deutsches Derby gibt es bereits eine fest umrissene Favoritengruppe. Es sind bekannte Namen, die derzeit die besten Karten im Vorfeld des wichtigsten Pferderennens des Jahres haben. Einige wichtige Vorprüfungen sind schon gelaufen.

Der Titelverteidiger:

Trainer Jens Hirschberger aus Bergheim bei Köln sattelte für das Gestüt Schlenderhan im vergangenen Jahr den Derbysieger Wiener Walzer. In diesem Jahr sind es zwei noch relativ „dunkle“ Pferde, die seine Hoffnungen tragen. In Schlenderhaner Farben könnte Solidaro für ihn an den Start gehen. Der Hengst hat erst am vergangenen Dienstag in Hamburg sein Rennbahndebut gegeben, gewann dabei äußerst imponierend. „Wir laufen mit ihm in Hannover“, berichtet Schlenderhans General Manager Gebhard Apelt. Georg Baron von Ullmanns Scorcher ist ebenfalls erst einmal gelaufen, könnte jetzt am Sonntag im Oppenheim Union-Rennen laufen. „Das wird aber erst am Dienstag nach dem Abschlusstraining entschieden“, so Apelt. Sollte das nicht ganz überzeugend ausfallen, ist auch Hannover eine Alternative. Scorcher soll zwischenzeitlich einen kurzen Trainingsstopp gehabt haben.

Die Herausforderer:

Sehr gut gerüstet scheint Championtrainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh zu sein. Er nennt aktuell zwei Pferde für Hamburg, Gestüt Ittlingens Scalo und Rennstall Darbovens Russian Tango. Scalo ist noch ungeschlagen, er gewann letztes Jahr in Dresden und in diesem Jahr zwei Gruppe-Rennen, den Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler (Gr. III) und die oneXtwo.com – Bavarian Classic (Gr. III). „Er läuft am Sonntag in der Union“, sagt Wöhler. Russian Tango, „der bestimmt über weite Wege kommt“, wird in Bremen im swb Derby-Trial am 18. Juni über 2100 Meter an den Start kommen. Ob der Fährhofer Quilali noch auf den Derbyzug aufspringen wird, ist fraglich. Am letzten Donnerstag hat er nach einer verletzungsbedingten Pause (Chip-Operation) in Frankfurt gewonnen, startet nun am 26. Juni im Neue Bult-Derby Trial in Hannover über 2400 Meter. „Ich glaube nicht, dass er ein Derby-Pferd ist, seine Zeit wird erst später kommen“, glaubt Wöhler.

Kollege Peter Schiergen nennt fünf Namen, Gestüt Ittlingens Neatico und Lyssio, Stall Blankeneses Seventh Sky, sowie Stiftung Gestüt Fährhofs Codoor und Cabimas. „Neatico läuft in der Union“, sagt Schiergen, „ob er der größte Steher ist, bleibt abzuwarten. Lyssio wird vermutlich in Bremen an den Start gehen. Er hat bei zwei Starts zwei kleinere Rennen gewonnen und noch nichts falsch gemacht.“ Die beiden Fährhofer werden getrennte Wege gehen. Schiergen: „Cabimas ist bereits qualifiziert, er soll ein kleineres Rennen bestreiten. Codoor wird in Hannover starten.“ Der in Hamburger Besitz stehende Seventh Sky ist noch nicht abgeschrieben, „so ganz weit ist er aber noch nicht.“ Mario Hofer aus Krefeld wird Zazou am Sonntag im Union-Rennen an den Start bringen. Mit dem Hengst im Besitz des Trierer Sportmanagers Werner Heinz hat man auf einen Start im Französischen Derby am Sonntag bewusst verzichtet. Hamburg ist unverändert fest im Visier.

Der Mülheimer Trainer Werner Baltromei plant mit Ustilago für das Derby. Gestüt Röttgens Hengst ist bisher ausschließlich in Frankreich gelaufen, war dort am Freitag in einem Listenrennen sehr guter Dritter. „Wir laufen direkt im Derby“, sagte Baltromei, „Dominique Boeuf wird reiten.“

Waldemar Hickst aus Köln hat ein besonders gutes Jahr. Im Derby könnte Wheredreamsare sein Pferd sein. In den Bavarian Classic in München war bei seinem zweiten Start nur Scalo vor ihm. Das Union-Rennen steht nun auf seinem Fahrplan Richtung Derby. Lindentree, Danando und Mulan sind weitere Hickst-Kandidaten für Hamburg, doch müssen sie sich erst einmal auf besserer Ebene bewähren. Für Lindentree im Mitbesitz von Direktoriums-Präsident Albrecht Woeste geht es in das Union-Rennen. „Auf Wunsch des Trainers“, so Woeste.

Wenn Trainer Uwe Ostmann ein Derbypferd hat, dann wird es Val Mondo sein. Der Hengst im Besitz des Stalles Dipoli von Siegfried Müller aus dem badischen Achern hat unlängst in Köln sein erstes Rennen gewonnen. „Ein kleines Pferd mit einem großen Herzen“, beschreibt ihn Ostmann, der ihn in Bremen laufen lassen will. „Sollte der Boden dort zu schwer sein, geht er nach Hannover.“

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