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Championjockey bereit für neue Aufgaben

Andreas Suborics hängt die Stiefel an den Nagel

Köln 9. August 2010

Im April dieses Jahres erreichte die deutsche Turfszene die Nachricht, dass Andreas Suborics im Rahmen seines Hong Kong Aufenthalts nach einem Arbeitsunfall einen operationsbedürftigen Bluterguss am Kopf erlitten habe.

Doch Suborics blieb auch nach diesem Unfall zuversichtlich und wollte in Abstimmung mit seinen behandelnden Ärzten sein Comeback planen.

Gestern nun teilte der Top Jockey mit, dass er nach Absprache mit seinen behandelnden Ärzten nicht mehr in den Rennsattel zurückkehren werde. Insgesamt zweimal musste Suborics nach dem Bluterguss operiert werden.

Mit dem Ende von Suborics Karriere im Rennsattel verliert die deutsche Turflandschaft einen ihrer besten und auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntesten Reiter. Im Club der 1000 war Andreas Suborics schon längst angekommen, über 1500 Siege hat er in seiner Laufbahn erzielt, davon 80 Siege in Grupperennen. Insgesamt dreimal war er deutscher Jockeychampion (2002, 2004 und 2006), einen Großteil seiner Karriere verbrachte er unter den ersten zehn der deutschen Rangliste. Einmal hat Suborics das Deutsche Derby in Hamburg Horn gewonnen, das war 2004 als er für Georg Baron von Ullmann mit Shirocco bei strömendem Regen gewann. Im gleichen Jahr gewann er auch das Deutsche Stutenderby mit der Schlenderhaner Lady Amarette und 2001 die Arlington Million mit dem Fährhofer Silvano in Chicago. Suborics war weltweit erfolgreich. Und einmal war er sogar in einem Hindernisrennen im Einsatz, das war der Preis der Waschkuchl im Jahr 1990 in München Riem. Ein respektabler dritter Platz sprang für Pferd (Supreme Hill) und Reiter damals heraus.

Geboren wurde Andrea Suborics am 11. August 1971 in Wien, machte dort 1986 seine Ausbildung zum Pferdewirt. 1992 heuerte er in München an und schaffte 1995 den Sprung in den Westen - nach Köln. Georg Baron von Ullmann und Mario Hofer gehörten unter anderen zu seinen Arbeitgebern, zuletzt war es Waldemar Hickst in Köln. Eigentlich wollte Suborics ja Fußballer werden, aufgrund seiner Größe entschied er sich dagegen, doch man kann annehmen, dass wir auch in diesem Metier von ihm gehört hätten.

Suborics musste mit einigen gesundheitlichen Rückschlägen und Verletzungen kämpfen, er kam immer mit eiserner Disziplin und großem Willen wieder. Zuletzt stürzte er 2005 bei seinem Auslandseinsatz in Japan (Kyoto) und zog sich schwere Verletzungen an der Brustwirbelsäule zu. Doch auch danach kehrte Suborics mit dem gewohnten Biss in den Rennsattel zurück. Nun wird er nicht mehr in den Rennsattel steigen, sondern sich, wie er am Sonntag auf der Bahn in Hannover Langenhagen sagte, anderen Aufgaben im Rennsport widmen.

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