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Weltenbummler Quijano verabschiedet sich von Baden-Baden

Night Magic lässt Wiener Walzer & Co keine Chance

Köln 5. September 2010

Hans-Gerd Wernicke hat alles richtig gemacht als er im letzten Jahr auf der Auktion in Deauville Night Magic für die gebotenen 800.000

Euro nicht hergab und bereits den Transporter zurück nach München bestellte.

Die Sholokov Stute war zuletzt in München-Riem auf Gruppe I Level (Großer Dallmayr Preis) unglückliche Zweite, unterlag ganz knapp der aus England angereisten Lady Jane Digby. Heute brauchte sie die aus England angereiste Equipe nicht zu fürchten und holte sich in überzeugender Manier den 138. Großen Mercedes Benz Preis über 2400 Meter. Night Magic siegte vor dem Weltenbummler Quijano und dem Godolphin Vertreter Cavalryman. Nur eine Nase hinter Cavalryman kam die wohl größte Sensation des Rennens ins Ziel. Der ebenfalls für den Stall Salzburg startende Northern Glory, der als Hase für Night Magic ins Rennen geschickt wurde, kam nicht, wie man vielleicht vermuten hätte können, auf der Zielgeraden zurück, sondern kämpfte wie ein Löwe. Marvin Suerland hat sich am Ende fast genauso gefreut wie Filip Minarik, der Siegreiter von Night Magic, der für den verletzten Karoly Kerekes eingesprungen war. Northern Glory, der auf Ausgleich I und Listenebene eine Macht ist, lief heute das Rennen seines Lebens. Er ließ den Derbysieger 2009 Wiener Walzer, den diesjährigen Derbydritten Russian Tango und den zweiten Engländer im Feld Allied Powers hinter sich.

Quijano, der im heutigen Großen Mercedes Benz Preis sein letztes Rennen in Baden-Baden bestritt zeigte sich sehr gut aufgelegt und belegte nach starkem Schlussakkord den zweiten Platz. "Er könnte nochmal in Köln und Mailand zu sehen sein", meint sein erleichterter Trainer Peter Schiergen. Auch Andrasch Starke war voll des Lobes und und voll Dankbarkeit so ein Pferd durch die großen Rennen der Welt begleitet zu haben.

Enttäuscht äußerte sich Adrie de Vries, der Partner von Wiener Walzer: „Der Akku war leer“. Auch im Team von Cavalryman sah man ratlose Gesichter. Frankie Dettorie meinte: „Er ist überhaupt nicht gut gelaufen, er hat sich nicht wohl gefühlt. „Wir müssen erst einmal abwarten was mit ihm los ist“, meinte Simon Crisford der Racing Manager von Godolphin Managements.

Wie der weitere Weg von Night Magic aussieht ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Fest steht, dass Hans-Gerd Wernicke sie der deutschen Zucht erhalten möchte, selbst aber keine züchterischen Ambitionen hegt. Ob man sie vor ihrer Gestütskarriere nochmals auf einer Rennbahn zu Gesicht bekommen wird ist zum derzeitigen Zeitpunkt vielleicht noch nicht mal ihrem Team bekannt.

Im Listenrennen für die Stuten kam am Abschlusstag der Großen Woche in Iffezheim die Schlenderhaner Vertreterin Indian Breeze zum Zuge. Sie wurde von Adrie de Vries aus der Reserve geritten und punktgenau eingesetzt. Hasay (F. Minarik, P. Schiergen) kam auf den zweiten und Power Eva (W. Panow, H.-J. Gröschel) auf den dritten Platz.

Die Rennbahn in Iffezheim präsentierte sich sehr gut besucht und in bester Stimmung. Manfred Chapman sorgte für das Gänsehautgefühl, Daniel Delius und Andreas Suborics auch am Abschlusstag für kompetente Tipps aus dem Führring.

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