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Wolfgang Figge

Top–Trainer im Fokus

Köln 23. März 2011

Einen Münchner Trainer, der sich eine der bedeutendsten Prüfungen der deutschen Rennsaison 2010, den Grossen Mercedes Benz Preis in Baden-Baden, sichert gibt es nicht alle Tage. Derselbe Trainer stellte 2009 den Galopper des Jahres und die Siegerin im Deutschen Stutenderby. Die Rede ist von Wolfgang Figge. Er wird uns im Rahmen unserer Serie Top Trainer im Fokus, in den kommenden zehn Fragen über Night Magic, aber auch so manch andere Hoffnung in seinem Stall berichten.

1. Frage


Sie waren 2010 zwar nicht in der Top Ten der Trainerstatistik nach Siegen, wäre die Wertung nach Gewinnsumme vorgenommen worden, wären Sie wahrscheinlich in dieser Riege anzutreffen gewesen. Wie zufrieden sind Sie mit der vergangenen Saison 2010?



Wolfgang Figge: "Der Sieg im Großen Mercedes Benz-Preis von Baden mit Night Magic war natürlich ein weiterer Meilenstein in meiner Trainerkarriere. Zudem gewann die Stute mit dem Großen Preis der Hauptstadtregion Berlin ein weiteres Gruppe 2-Rennen und war zudem zweimal auf höchster Ebene Zweite. Mit diesen Highlights im Gepäck muss man von einer weiteren sehr erfolgreichen Saison sprechen. Unser Oldie Northern Glory hatte es 2010 nicht ganz einfach, zeigte aber einige tolle Leistungen. Unser bestes Pferd des Derby-Jahrgangs Le Francois gewann ein hochdotiertes Auktionsrennen, fiel im weiteren Verlauf der Saison jedoch verletzungsbegingt aus. Ansonsten standen nicht allzu viele Startpferde zur Verfügung. Die vielen Zweijährigen im Stall benötigten Zeit zur Entwicklung."

2. Frage


Night Magic, Stall Salzburg und Wolfgang Figge sind mittlerweile nicht mehr zu trennen. Ihre zahlreichen Fans dürfen die Stute nun auch 2011 auf der Rennbahn bewundern. Wie ist Night Magic durch und über den Winter gekommen und was sind die anstehenden Pläne mit ihr?



Wolfgang Figge: "Night Magic ist sehr gut durch den Winter gekommen. Wenn die Vorbereitungen nach Plan verlaufen, könnte sie am 8. Mai im Gerling-Preis in Köln ihr Saisondebüt geben. Sie wird Nennungen für alle wichtigen Rennen im In- und Ausland bekommen. Über konkrete Starts zu sprechen ist jetzt noch zu früh."

3. Frage


Night Magic – Galopper des Jahres 2009. 2010 war sie nur 3% vom erneuten Titelgewinn entfernt, macht Sie das etwas traurig?



Wolfgang Figge: "Nachdem Night Magic bei der Zwischenwertung 5 Tage vor Ende der Wahl noch so klar in Führung lag, 47 zu 29 Prozent, hat sich das Blatt ganz zum Schluss noch zu Scalos Gunsten gewendet. Etwas enttäuschend war das schon, aber im Rennsport kommt es öfter vor, dass man im Ziel Zweiter ist. Meiner Meinung nach war Night Magics Sieg in Baden Baden jedoch die beste Saisonleistung eines deutschen Rennpferdes. Scalo ist aber dennoch auch ein verdienter Gewinner der Wahl."

4. Frage


Mit Harald Schneider konnten Sie einen absoluten Kenner des Rennsports als Racing Manager gewinnen, wie kam die Zusammenarbeit zustande?



Wolfgang Figge: "Nachdem Herr Schneider seine Tätigkeit beim Münchener Rennverein beendete, dachte ich mir, dass er für die RTC GmbH eine Bereicherung sein könnte, Herr Wernicke war mit meinem Vorschlag gleich einverstanden und man fand sehr schnell zusammen. Herr Schneider ist mir seitdem sehr hilfreich und das ganze RTC Team und unsere Kunden können davon nur profitieren."

5. Frage


Auf Ihrer Trainingsliste sind neben zahlreichen Pferden das Stalles Salzburg auch Pferde des Gestüts Ammerland zu finden. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?



Wolfgang Figge: "Bei einem Telefonat Ende des Jahres 2010 teilte mir Herr von Boetticher mit, dass er gerne wieder Pferde in München in Training hätte. Dass er bei uns anfragte, hat mich natürlich sehr gefreut."

6. Frage


Wie haben sich Ihre zweijährigen Pferde eingelebt und über den Winter entwickelt?



Wolfgang Figge: "Wir konnten in diesem Winter sehr gut trainieren und ich glaube die Zweijährigen, die schon im September in den Rennstall kamen, sind für diese Jahreszeit alle schon sehr weit entwickelt und galoppieren sehr schön. Unsere Besitzer haben sehr viel Geld investiert und es scheint gut angelegt zu sein"

7. Frage


Mit Pain Perdu haben Sie den Drittplatzierten des Prix du Jockey Club 2010 im Stall. Mit einem fünften Platz auf etwas niedrigerem Parkett in Fontainbleau hat er sich aus der Saison 2010 verabschiedet. Welche Route steht für ihn 2011 auf dem Programm?



Wolfgang Figge"Pain Perdu ist ein richtiges Rennpferd und ein absoluter Profi. Leider hat er so seine Probleme. In Fontainbleau hat er sich vertreten. Wir versuchen ihn über ein, zwei leichte Aufgaben wieder an seine Top-Leistungen heranzuführen. Der Große Dallmayr-Preis ist schon das Ziel. Das Potential dafür hat er allemal."

8. Frage


Ihre Derbyhoffnung heißt Northern Galileo. Er hat sich bislang noch nicht auf der Rennbahn vorgestellt. Stehvermögen könnte er geerbt haben, wie hat er sich über den Winter entwickelt und was trauen Sie ihrem Schützling zu?



Wolfgang Figge: "Er ist ein großes, kräftiges Pferd mit einer sehr schönen Aktion und auf lange Sicht gesehen sicher auch ein sehr gutes Pferd. Allerdings könnte das Derby und die Vorbereitung darauf für ihn noch zu früh kommen. Sein Debüt ist für Anfang Mai geplant."

9. Frage


Für das Stutenderby stehen noch fünf Damen aus Ihrem Stall im Starterfeld. Gibt es eine Lady auf die Sie besonderen Mumm haben?



Wolfgang Figge: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für keinen Trainer einfach, über das jeweilige Leistungspotential der Stuten eine Aussage zu machen. Deshalb müssen die Besitzer sehr viel Geld in die Hand nehmen um die Nennung aufrecht zu erhalten. Die Streichungstermine sind vom Veranstalter sehr geschickt gewählt. In vier bis fünf Wochen stehen sicher nicht mehr so viele Stuten wie derzeit im Aufgebot zum Preis der Diana. Momentan ist Gestüts Etzeans Marylith von den dreijährigen Stuten am Weitesten. Mumm habe ich auf die Shirocco-Tochter Ramina."

10. Frage


Noch ungeschlagen ist Le Francois, der seit Mai letzten Jahres pausieren musste. Wie geht es ihm und wo wird er als nächstes zu sehen sein?



Wolfgang Figge: "Le Francois ist schon seit einigen Monaten wieder voll im Training. Er hat die Zeit genutzt und ist ein imposanter Hengst geworden. Er soll am 7. Mai in Riem sein Comeback geben. Wir denken er ist ein Gruppepferd."


Vielen Dank für das Interview.

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