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Drei Bahnen tanzen am Sonntag in den Mai

Mülheim lockt am Samstag die Steher an

Köln 29. April 2011

Für die Spezialisten der langen Distanzen, die so genannten Steher, wird es am kommenden Samstag in Mülheim interessant. Am ersten von insgesamt zwei Renntagen in 2011 steht das 75. Silberne Band der Ruhr - Listenrennen über 2950 Meter auf dem Programm, 20.000 € werden in dieser Prüfung ausgelobt.

Neun Kandidaten haben sich in die Starterliste eingetragen und es sollte eine spannende Prüfung anstehen. Aus dem letztjährigen St. Leger in Dortmund kennen sich Burma Gold (P. Schiergen; A. Starke), Brusco (A. Wöhler; E. Pedroza) und Lamool (M. Hofer; T. Hellier). Hier lag Burma Gold 1/2 Länge vor Brusco, die beiden belegten die Plätze zwei und drei, Lamool kam als zehnter über die Linie. Brusco hatte damals fünf kg mehr zu tragen als Burma Gold. In Mülheim tragen nun beide Pferde das gleiche Gewicht. Lamool tritt als der Titelverteidiger des Silbernen Bands 2010 an. Die Form bestätigte er anschließend in Baden-Baden im dortigen Steher Cup. Dort musste er sich nur dem Ullmann Hengst Dawn Twister mit einem Hals geschlagen geben. Dawn Twister ist in Mülheim auch dabei, war seit seinem Sieg in Baden-Baden allerdings nicht mehr am Start. Auf Gruppe-I- Level war Tres Rock Danon (W. Hickst; A. Pietsch) bereits unterwegs. Er startete letztes Jahr im Preis von Europa in Köln und trat dabei gegen keine geringeren Gegner als Night Magic, Scalo, Quijano und Soberania an. Hinter ihm kam damals noch Northern Glory (W. Figge; K. Kerekes) ins Ziel, der als Pacemaker für Night Magic im Einsatz war. In Mülheim läuft er wieder auf eigene Rechnung sollte durchaus beachtet werden. Die Stallformen stimmen sowohl bei Jens Hirschberger, Waldemar Hickst, Peter Schiergen und Wolfgang Figge. In dieser Klasse und in diesem Land war Holyrood (K. Gerneich; A. Helfenbein) noch nicht unterwegs. Er kommt aus UK und ist ein erprobter Hürdler und in diesem Feld sicherlich das dunkle Pferd.Die Derbyvorprüfung in Frankfurt

Am Tag der Arbeit geht es gleich auf drei Bahnen um anregenden Galopprennsport. In Frankfurt wird mit dem Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler eine weitere Derbyvorprüfung gelaufen. Bis auf den aus Frankreich angereisten Victorian Number besitzen alle anderen Kandidaten eine Nennung für das 142. Deutsche Derby. Earl of Tinsdal (A. Wöhler; E. Pedroza) tritt mit blütenweißer Weste und zwei Siegen im Gepäck das Rennen und die neue Saison an. Er hat in überzeugender Manier im November das BBAG Auktionsrennen in München gewonnen. Damals war auch Salut (P. Schiergen; A. Göritz) mit von der Partie, belegte den dritten Platz. Salut ist dieses Jahr bereits gelaufen, hat allerdings als hoch gehandelter Favorit im Sieglosenrennen in Frankfurt enttäuscht. Stalljockey Andrasch Starke hat sich für den Ittlinger Saltas entschieden, der in Krefeld bereits eine gut besetzte Sieglosenprüfung in schöner Manier gewinnen konnte. Auf Listenebene angetreten ist schon Fly the Stars (W. Hickst; A. Pietsch), der sich als Zweijähriger im Düsseldorfer Juniorenpreis nur einem gewissen Lindenthaler geschlagen geben musste und das ist wahrlich keine Schande, denn Lindenthaler hat am 14.04. in Krefeld das Dr. Busch Memorial gewinnen können. Mawingo (J. Hirschberger; A. de Vries) ist im Sieglosenrennen Anfang April in Köln zu einem überlegenen Sieg gekommen, eilt mit großen Schritten voran. World Star verabschiedete sich mit einem Sieg im Ferdinand Leisten Memorial Auktionsrennen in Baden-Baden in die Winterpause.
Salona gibt ihr Saisondebüt in Düsseldorf

In Düsseldorf gibt es ein Wiedersehen mit Salona, der Siegerin des 137. Zukunfts Rennen in Baden-Baden. Auch wenn sie den Sieg erst am grünen Tisch zugesprochen bekam, lief sie damals ein tolles Rennen. Dass Jean-Pierre Carvalho sein Lot in Schuss hat, konnte man schon am vergangenen Ostermontag in München sehen. Andreas Suborics, der bei seinem Sturz am Ostermontag zum Glück glimpflicher als zunächst angenommen davon kam, wird in den Sattel der Lord of England Tochter steigen. Zu tun bekommt Salona es mit fünf weiteren Ladies, unter anderem mit Quesada aus dem Stall von Waldemar Hickst, die auf Listenebene schon platziert war.
Ausgleich I in Leipzig

Auch in Leipzig gibt es am 1. Mai schönen Galopprennsport geboten. Unter anderem kommt ein Ausgleich I zur Austragung der es in sich hat. Ein höchstinteressantes Elfer Feld hat sich hier zusammengefunden und wird den Wetter vor eine kniffelige Aufgabe stellen. Höchstgewicht trägt Primera Vista der Englandimport von Mario Hofer. Er konnte im letzten Jahr sage und schreibe sieben (!) Rennen gewinnen. Der Wallach könnte langsam durch den Handicapper erfasst sein. Samardal (A. Wöhler; J. Bojko) tritt mit guten Formen aus Frankfurt an und Flat Eric (W. Hickst; A. Best) kann in dieser Kategorie immer ein Wörtchen mitreden. Nicht unterschätzt werden sollte die mittlerweile für den Stall Salzburg (vorher Gestüt Park Wiedingen) laufende Prem Ramya (W. Figge; K. Kerekes), die aus München anreist.

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