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Auch Landos Bilanz kann sich sehen lassen

Scalo Gala im 76. Gerling Preis

Köln 9. Mai 2011

Das Rennwochenende lockte von Norden bis in den Süden mit vier Veranstaltungen die Besucher vor Ort. War am Samstag München Alleinunterhalter, so hatte am Muttertag der Rennsportfan die Qual der Wahl mit Köln, Bremen oder Hoppegarten.

Figge Festspiele am Wochenende in München - RiemIn München-Riem wurde der Rennreigen an diesem wunderbaren Frühsommerwochenende eröffnet. Da der Rennplatz als Alleinveranstalter fungierte, konnten einige in der aktuellen Top Ten der Jockeystatistik vertretene Reiter Engagements in der bayerischen Metropole annehmen. Eduardo Pedroza, vierfacher deutscher Champion, sollte nicht umsonst an die Isar gereist sein. Mit zwei Siegen im Gepäck für die einheimischen Trainer John D. Hillis und Jutta Mayer (Golden Riviera und Waky Li) trat er die Heimreise an. Andreas Helfenbein konnte mit Mood Music (M. Hofer) das Hauptrennen über 1000 Meter gewinnen. Er siegte vor seinem Stallkollegen Sapphire unter Steffi Hofer und der am Ort von Werner Glanz trainierten Saldenaera (K.P. Pattinson). Erfolgreichster Trainer das Nachmittags war Wolfgang Figge. Er durfte gleich viermal zur Siegerehrung schreiten (Ramina, Running Home, Schachspieler und Patanos), gleich dreimal konnte er jeweils zwei Pferde unter den ersten Dreien platzieren. Weiterhin in Top Form präsentierte sich Patanos, der bei seinem letzten Start als erster Dreijähriger ein Handicap gewinnen konnte, nun erneut in überzeugender Manier in demselben zuschlug.Drei Bahnen am MuttertagSonntag war dann Schauplatz für Berlin, Bremen und Köln. Das erste Hauptereignis wurde mit dem Preis von Dahlwitz in Berlin-Hoppegarten entschieden. Hier siegte überzeugend Russian Tango (A. Wöhler) unter Eduardo Pedroza vor Zaungast (W. Hickst; A. Pietsch) und Durban Thunder (T. Mundry; N. Richter). Durban Thunder hatte für das Tempo gesorgt, während Russian Tango an der Innenseite platziert worden war. Zaungast schien in der Zielgeraden schon geschlagen, setzte aber nach kurzer Verschnaufpause nochmals zu einem starken Endspurt an und konnte Durban Thunder noch auf den dritten Platz verweisen. Russian Tango hatte an der Innenseite angegriffen und ist leicht nach vorne gekommen, die Spitze gab er nicht mehr her.Eduardo Pedroza war erfolgreichster Reiter am Platz - drei Rennen konnte er gewinnen, neben seinem Sieg mit Russian Tango gelang ihm der volle Erfolg mit der Stute Paragua (A. Wöhler), die damit bei ihrem zweiten Start noch ungeschlagen ist und noch eine Nennung für das Deutsche Stutenderby besitzt. Zudem gewann der Panamese den abschließenden Ausgleich IV mit der von Uwe Stech trainierten Stute Tamifleur.Im BBAG Auktionsrennen Bremen über 1600 Meter hatte Rubber Duck keine großen Mühen mit den Gegnern. Unter Daniele Porcu setzte sich der von Sascha Smrczek trainierte Hengst sicher gegen die beiden Schiergen Pferde Eigelstein (F. Minarik) und Darnell (A. Crastus) durch. Rubber Duck besitzt aktuelle Nennungen für die Badener Meile - Gruppe- III- Prüfung am 2. Juni in Iffezheim und für die Auktionsrennen in Hannover und Hamburg. Luft nach oben dürfte der Big Shuffle Sohn noch genug haben.Köln: Santino mit Zwischenstopp auf ListenebeneEine überzeugende Vorstellung in Köln lieferte in der Excelsior Hotel-Ernst Meile - einem Listenrennen der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Santino unter Johan Victoire ab. Leicht hielt er die nicht zu verachtende Konkurrenz in Schach, die seine Temposteigerung allesamt nicht mitgehen konnte. Santino hatte Start-Ziel die Sache im Griff. Er besitzt, wie der in Bremen siegreiche Rubber Duck, eine Nennung in der Badener Meile auf Gruppe-III-Level.Scalo auch unter Top Weight auf Siegkurs"Und jetzt gibt es glaube ich eine Gala, eine Scalo Gala" konstatierte Manfred Chapman etwa 100 Meter vor dem Ziel des 76. Gerling Preises in Köln. Und er sollte recht behalten. Unter Lanfranco Dettori zeigte der von Andreas Wöhler trainierte Ittlinger Hengst mal wieder eine Glanzleistung und dass er den Titel Galopper des Jahres 2010 wahrlich verdient trägt. Dettori hatte seinen Partner immer im hinteren Drittel des Feldes gehalten und schritt erst spät zum Angriff. Dann machte er kein langes Federlesens, beorderte den Lando Sohn nach aussen und los ging es. Lanfranco Dettori war für Olivier Peslier eingesprungen, der am Samstag in Saint-Cloud gestürzt war und von den Stewards daher für die zwei folgenden Renntage gesperrt wurde. Ein tolles Rennen liefen der von Wido Neuroth in Norwegen trainierte Sir Lando unter Edward Ahern, der förmlich im Sog von Scalo mit nach vorne raste. Ebenso ein tolles Rennen lief der bei Uwe Otstmann trainierte Hengst Val Mondo unter Andreas Helfenbein. Night Magic (W. Figge; A. de Vries) kam auf den vierten Platz, konnte auf den letzten Metern nicht mehr entscheidend zulegen. Die aus München angereiste Stute präsentierte sich im Führring bestens aufgelegt, allerdings fehlte heute noch das Quäntchen Speed. Trainer Wolfgang Figge hatte im Führring bereits angemerkt, dass die Stute das Rennen eventuell noch benötigen könnte. Die Scalo Gala war übrigens auch eine Lando Gala, denn die ersten drei Pferde stammen allesamt von ihm.

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