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Derby Trial in Bremen

Düsseldorf ist Schauplatz der 91. German 1000 Guineas

Köln 18. Juni 2011

Der Terminkalender von Kurt Beck dürfte alles andere als übersichtlich sein. Nichtsdestotrotz hat er seinen Besuch auf der Zweibrücker Rennbahn für Sonntag angekündigt, was aus Rennsportsicht sicherlich sehr positiv zu bewerten ist. Während in Düsseldorf und Bremen

die sportlich wertvolleren Rennen gestartet werden, sollten in Zweibrücken die Freunde der Vielfalt auf ihre Kosten kommen.Zwei Trabrennen, fünf Galopprennen und ein Junior Cup für Großpferde aller Rassen ab drei Jahre bietet der Zweibrücker Rennverein seinen Gästen am Sonntag Nachmittag. Das vierte Rennen ist Kurt Beck gewidmet und trägt den Titel „Preis des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz“ und wird als Ausgleich IV gelaufen. Mittlerweile in die Jahre gekommen ist der neunjährige Fairhope (Fr. B. Sofsky; M. Pecheur), was ihn aber nicht daran hindert Rennen zu gewinnen. Mit dem Erlaubnisreiter im Sattel könnte ihm auch in Zweibrücken wieder ein großer Wurf gelingen. Noch zwei Jahre älter ist Night Shuffle (Chr. Schleppi; S. Schleppi), der in Baden-Baden gegen starke Gegner nicht zum Zuge kam, in dieser Prüfung aber auf jeden Fall beachtet werden sollte. Galaxia (Fr. H. Schreiner) ist nun wieder auf einer ihrer Lieblingsbahnen unterwegs, sollte nach schwacher Form in Mannheim nun mit Kirsten Schmitt im Sattel wieder ganz weit vorne landen.Sportliches Highlight in Düsseldorf

Auf dem Düsseldorfer Grafenberg wird am Sonntag großer Sport geboten. Die 91. German 1000 Guineas – Gruppe-II-Rennen für die Stuten über 1600 Meter werden hier entschieden. Neun Starterinnen umfasst das Feld. Drei davon besitzen eine aktuelle Nennung für das Deutsche Stuten-Derby, das am 7. August an gleicher Stelle ausgetragen wird, allerdings 800 Meter weiter in der Distanz sein wird. Allen voran die Winterkönigin 2010 Djumama, die bislang noch nie eine Gegnerin oder einen Gegner vor sich anerkennen musste. Die von Andreas Löwe trainierte Aussie Rules Tochter wird unter Andreas Helfenbein sicherlich als Favoritin ins Rennen gehen. Die beiden haben zuletzt in Köln das Schwarzgold-Rennen auf Gruppe-III-Level für sich entschieden. Dahinter blieben fünf Gegnerinnen, die auch jetzt wieder mit von der Partie sein werden. Taleia (A. Wöhler; E. Pedroza) ist eine von ihnen. Sie bestritt mit dem Schwarzgold-Rennen ihr Saisondebut, sollte nun gefördert an den Start kommen. In Besitz des Gestüts Ammerland steht die Startnummer eins Aigrette Garzette. Ammerland konnte am letzten Wochenende den Prix de Diane in Chantilly mit Golden Lilac gewinnen. Aigrette Garzette besitzt auch eine Nennung in der Diana in Düsseldorf, blieb im Schwarzgold-Rennen noch hinter den Erwartungen, war aber, wie Taleia (auch sie besitzt ein Nennung im Deutschen Stuten-Derby), damals Saisondebütantin. Filip Minarik wird die von Peter Schiergen trainierte Lady reiten. In jede Disposition muss die von Waldemar Hickst trainierte Quesada aufgenommen werden. Sie könnte unter Alexander Pietsch auch eine scharfe Klinge schlagen. Lips Poison ist die zweite Dame, die Andreas Löwe ins Rennen schickt. Sie wird unter dem Franzosen Davy Bonilla ins Rennen gehen. Bislang war die Mamool Tochter erst einmal über die Meile engagiert. Aktuell nach Form sucht Salona (J.-P. Carvalho; J. Victoire). Wenn man ihr Rennen mit Nice Danon betrachtet (Zukunfts-Rennen), dann hat sie hier erste Chancen. Nice Danon hat sich aktuell in Mailand auf Listenebene glänzend aus der Affäre gezogen. Gegen Aigrette Garzette und für Wolkenburg hat Andrasch Starke sich entschieden. Sie konnte die Stall- und Trainingsgefährtin beim letzten Start hinter sich lassen.Bessere Handicaps am Grupperenntag

Neben dem Grupperennen kommen in Düsseldorf noch zwei bessere Handicaps an den Start. Ein Ausgleich I über 1700 Meter und ein Ausgleich II über 2200 Meter. Im Ausgleich II könnte Staying Alive unter Filip Minarik ganz weit vorne landen. Die Stallform von Christian Sprengel stimmt und nach den letzten Formen der Royal Dragon Tochter wäre ihr ein Sieg durchaus zuzutrauen. Aus gleichem Quartier stammt Making Strides, der sich unter Andrasch Starke nun eine Klasse höher beweisen muss. Im Ausgleich I können einige der sieben genannten Pferde tüchtig mitmischen. Mit 51 kg steht Picadilly Circus (M. Trybuhl; S. Moulin) bestechend in der Partie. Flat Eric (W. Hickst; J. Victoire) mischt in dieser Klasse regelmäßig vorne mit und auch Primera Vista (M. Hofer; A. Starke) ist nun wieder bei einer Marke angekommen, die ihm gute Chancen einräumt. Owentu (St. Wegner; A. Helfenbein) ist in derartigen Prüfungen immer im Geld! Beagle Boy (A. Wöhler; E. Pedroza) hat gezeigt dass er diese Klasse kann, hat aktuell allerdings an Form verloren.Derby-Trial in BremenNach seiner in München-Riem gezeigten Form wird Mi Senor (A. Wöhler; J. Bojko) sich zumindest in der Mitfavoritenrolle wiederfinden. Mit acht Längen Vorsprung ließ er die Konkurrenz stehen. Unter anderem auch den Schlenderhaner Shan. Dieser wird als zweite Farbe unter Michael Caddedu ins Rennen gehen. Die erste Farbe trägt Atempo und Adrie de Vries. Er hat erst im Mai debütiert, dürfte nun gefördert an den Start kommen. Gute Formen, allerdings ein paar Kategorien tiefer zeigte Appleby (S. Smrczek; D. Porcu). Mit der Distanz sollte er keine Schwierigkeiten haben. Oriental Fox (U. Ostmann) ist dem „alten Fuchs“ Victor Schulepov anvertraut. Er konnte immerhin bereits vor Atempo die Ziellinie passieren. Monje Danon (A. Wöhler; A. Suborics) hat starke Stall- und Besitzerform im Rücken, zudem schon einen Sieg im Gepäck.

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