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Schlenderhan in Bremer Derby Trial wieder auf der Siegerstraße

Lips Poison sorgt für Überraschung in 91. German 1000 Guineas

Köln 19. Juni 2011

Wäre in den German 1000 Guineas in Düsseldorf ein Pferd aus dem Hause Schlenderhan dabei gewesen, wäre es wohl auch ganz vorne gelandet. Was Jens Hirschberger derzeit mit seinen Schützlingen in die Hand nimmt

, wird ein voller Erfolg. Das kann man auch nach dem Sieg von Atempo im Bremer Derby Trial getrost behaupten.
Lips Poison überzeugt in Düsseldorf

Was für ein Rennen! Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Dies trifft auf die 91. German 1000 Guineas zu 100 % zu. Alleine die Dreierwettquote von knapp 27.000:10 ist ein deutliches Indiz. Die bislang ungeschlagene Djumama ging als Toto- und Topfavoritin ins Rennen. Schon lange nicht mehr, mutmaßte man im Vorfeld, sei die Favoritenrolle so klar vergeben gewesen. 17:10 stand der Toto für Djumama als sich die Boxentüren für die zu absolvierende Meile öffneten. Doch nicht Djumama, sondern die zweite Dame aus dem Stall von Andreas Löwe passierte die Ziellinie als Erste. Lips Poison unter dem französischen Jockey Davy Bonilla drehte mächtig auf und ließ den Konkurrentinnen keine Chance. 1 1/4 Längen legte sie zwischen sich und Wolkenburg (P. Schiergen; A. Starke), die auch ein tolles Rennen lief. Temida (M.G.Mintchev) wurde von Martin Dwyer sehr resolut aus den hinteren Regionen durch das Feld dirigiert und endete stark auf dem dritten Platz. Salona (J.-P. Carvalho; J. Victoire) verlor dadurch an Tritt und Schwung, konnte nicht weiter in das Geschehen eingreifen. Djumama kam aus bester Position am Ende nicht weiter und landete auf dem fünften Platz.


Owentuo im besten Handicap des Tages vorne

Im Ausgleich I über 1700 Meter hatte Owentuo aus dem Quartier von Stefan Wegner unter Andreas Helfenbein die Nase vorn und hielt den wieder in toller Form laufenden Flat Eric (W. Hickst; J. Victoire) sicher in Schach. Aufsteigende Form zeigte wieder Primera Vista (M. Hofer ; A. Starke), der sich den dritten Platz sicherte. Auch Beagle Boy, der als viertes Pferd den Kurs beendete, zeigte einen schönen Schlussakkord. Er sollte sich bald wieder mehr ins Geschehen einbringen können.


Ausgleich II deutlich dezimiert

Mit nur fünf Pferden ging letztlich der Ausgleich II über 2200 Meter auf die Reise. Hier kam es zu einer Kampfankunft zwischen Nunzio (A. Kleinkorres; G. Masure) und Mitfavorit Altano (A. Wöhler; E. Pedroza), in der Nunzio den Kopf vorne hatte. Close to heaven (A. Trybuhl; N. Richter) hielt dann noch sicher den besser eingeschätzten Making Strides (Ch. Sprengel; A. Starke) in Schach.


Bremen wieder Ort des Triumphes für das Gestüt Schlenderhan

Bremen hatte mit witterungsbedingten Widrigkeiten in Form von Dauerregen zu kämpfen. Entsprechend wenig Besucher fanden deswegen den Weg auf die Bahn. Der Bremer Derby Trial auf Listenebene 2200 Meter über wurde wieder zu einer Erfolgsgeschichte für das Gestüt Schlenderhan. Hier siegte der auch am Toto stark beachtete Atempo unter Adrie de Vries. Der noch wenig geprüfte Monsun Sohn siegte in grünem aber ansprechenden Stil auf weicher Bahn. Der zweite Vertreter von Jens Hirschberger Shan konnte keine großen Akzente setzen, war allerdings im Vorfeld in der Startmaschine gestiegen und musste diese dann auch wieder verlassen. Nachdem der Tierarzt sein ok für seinen Start gegeben hatte nahm er am Rennen teil. Sehr positiv sollten sich die vorhergehenden Ereignisse wahrscheinlich nicht auf sein Laufen ausgewirkt haben. Bei Mi Senor lief alles nach Plan, Jozef Bojko beorderte ihn gleich an die Spitze und bestimmte das Tempo. Dennoch konnte er Atempo, den sehr stark endenden Appleby (S. Smrczek; D. Porcu) und Oriental Fox (U. Ostmann; V. Schulepov) heute über die letzten Meter keine Paroli mehr bieten.


Favoriteneinlauf im Jagdrennen

Supervisor (C. Schmock; J. Marinov) kehrte, nachdem er in Mannheim reiterlos wurde, im Bremer Jagdrennen wieder auf die Siegerstraße zurück. Mit einem Hals Vorsprung beendete er das Energie-wie-wir-Rennen über 3400 Meter vor dem beständigen Gelon (E. Schnakenberg). Elf Längen hinter den Siegern kam Mercyless (St. Wegner; M.F. Weißmeier) als drittes Pferd ins Ziel und sorgte für einen Favoriteneinlauf auf der ganzen Linie.


In Zweibrücken dominieren Kirsten Schmitt und Dennis Schiergen

Nahezu unter sich aufgeteilt hatten Kirsten Schmitt und Dennis Schiergen die Zweibrücker Karte. Bis auf ein Rennen, das durch Andrea Glomba mit Santina (U. Schwinn) gewonnen wurde lag einer der beiden immer vorne. Kirsten Schmitt gewann mit Super Kenny (Ch. Frhr. v. d. Recke) ein Altersgewichtsrennen über 2400 Meter und mit Dulce Et Decorum (H.-J. Palz) den Ausgleich IV über 1800 Meter. Dennis Schiergen gewann die beiden weiteren Handicaps (Ausgleich IV) der Karte. Einmal siegte er mit Mystery Spirit (H. Rudolph), das andere Mal mit Mr Loire (H.-P. Rosport).

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