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Dreierserie für Steffi Hofer in München

Lucas Cranach überläuft die Gegner im Preis von LOTTO Hamburg

Köln 26. Juni 2011

In München-Riem war heute "Ladies Day". Sechs von acht Galopprennen wurden von Reiterinnen gewonnen. Steffi Hofer konnte gleich dreimal punkten.

In München-Riem war heute "Ladies Day". Sechs von acht Galopprennen wurden von Reiterinnen gewonnen. Steffi Hofer konnte gleich dreimal punkten.
Lucas Cranach bleibt auf der Überholspur

Sicherlich hatte man dem Aufsteiger der Saison 2010 im Grossen Preis von LOTTO Hamburg - Hansa-Preis Gruppe-II über 2400 Meter so einiges zugetraut. Doch in welchem Stil er dieses Rennen schließlich gewonnen hat, hatte man sich im Vorfeld nicht unbedingt ausmalen können. Eingangs des Schlussbogens sah es einen Moment sogar so aus als gäbe es für den vierjährigen Mamool Sohn an diesem Tage nichts zu holen. Doch Eugen Frank wusste genau was sein Partner noch im Tank hatte. Er beorderte ihn nach außen, signalisierte ihm, dass es nun ernst wird und los ging es. Im Ziel hatte er 3 ½ Längen zwischen sich und den vom Start weg führenden Durban Thunder (T. Mundry; T. Hellier) gelegt. Nochmals zur Erinnerung, 2010 blieb Lucas Cranach ungeschlagen. Er gewann nachdem er einen Ausgleich III in Köln gewonnen hatte in Frankreich ein Listenrennen. Was ist nach diesem Gruppe-II-Erfolg noch möglich? Die Antwort werden uns Lucas Cranach und sein Team geben.

Auch Durban Thunder lief ein starkes Rennen, konnte an der Spitze immer wieder zulegen und enttäuschte mit seinem zweiten Rang sicherlich nicht. Platz drei ging an den norwegischen Gast Sir Lando (W. Neuroth; E. Ahern), der wieder mal ein sehr solides Rennen lief. Russian Tango fehlte es heute an Spritzigkeit, eventuell war ihm der Weg auch einen Tick zu weit. Er musste für das sechste und letzte Geld noch Seventh Sky (P: Schiergen; A. Starke) den Vortritt lassen, endete auf dem siebten und damit vorletzten Platz.
Flotte Fahrt über 2800 Meter

Der Ausgleich II über 2800 Meter war rein wett technisch nicht so ganz einfach einzuschätzen. Ein Fragezeichen stand bei einigen Pferden hinter der Distanz, bei anderen hinter der Klasse. In dieser Prüfung wurde vor allem der Auftritt des vierjährigen Anastas (M. Klug; A. Starke), der bislang noch ohne Niederlage war, erwartet. Der als nicht gerade einfach geltende Sternkönig Sohn machte es seinem Reiter nicht leicht, kam aber auf einen ordentlichen dritten Platz. Immerhin hatte er einen Sprung in Rennkategorie und Distanz zu bewältigen. Den Sieg sicherte sich Start-Ziel der von Ralf Rohne trainierte Orsino (übrigens wie Lucas Cranach ein Sohn von Mamool) unter Andreas Helfenbein. Die beiden hatten für ein sehr ansprechendes Tempo gesorgt. ½ Länge Vorsprung rettete Orsino schließlich vor dem noch schön anziehenden Fabulous Painter (M. Hofer; T. Hellier) ins Ziel, Anastas folgte mit einer Länge Abstand.
Smrczek zum ersten, zweiten und dritten

Als Trainer des Tages kann man wohl Sascha Smrczek bezeichnen. So einen Tag erlebt man als Trainer leider nicht ganz so oft. Neben dem Sieg mit Lucas Cranach im Hauptrennen, stellte er in gleicher Prüfung auch den viertplatzierten Flamingo Fantasy (A. Suborics). Im Preis der Schwartauer Werke für die dreijährigen sieglosen Pferde über 2200 Meter besetzte Smrczek mit seinen Schützlingen Breezy Hawk (D. Porcu), Prince Glory (A. De Vries) und Mr Doyen (A. Helfenbein) alle Plätze auf dem Siegerpodest.
München-Riem mit Tag der offenen Tür

Auf der Galopprennbahn in München-Riem wurde heute dem interessierten Publikum ein Blick hinter die Kulissen erlaubt. Die Führungen in Rennställe, Schmiede, Tierklinik, in Waage und Jockeystube wurden mit regem Interesse angenommen. Wie in jedem Jahr fand auch das Kaltbluttaxi mit seinen Touren über die Rennbahn sehr guten Anklang. Man hatte mit dieser Aktion viele Rennbahnneulinge auf die Bahn gebracht, die sehr engagiert und enthusiastisch die Rennen verfolgten. Stimmung gut, Wetter auch, sportlich gibt es sicherlich bessere Karten, aber auch mit dem sogenannten Basissport lassen sich spannende Rennen veranstalten.

Frau des Tages war Steffi Hofer, sie war gleich dreimal erfolgreich, siegte zweimal für ihren Vater Mario (er war selbst vor Ort) mit Saturin und Daschahan, einmal für Trainer John D. Hillis mit Lignon's Hero. Das beste Handicap des Tages, den Ausgleich III über 2000 Meter holte sich mit einer Nase Vorsprung Adilo (W. Figge) unter Amateurrrennreiterin Andrea Schneider vor dem stark endenden Oceanmambo (D. Ronge; K. Irmer) und Karat (W. Glanz; Steffi Hofer).

Internationalen Flair erhielt München-Riem durch Jockey Neil Chalmers, der aus England angereist war. Der zweite Mann aus England, David Probert, musste seine geplanten Ritte absagen - er hatte sich am Samstagsrenntag in Windsor bei einem Sturz verletzt.

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