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Frankfurt mit neun interessanten Prüfungen

Rheinland-Pokal-Zeit in Köln

Köln 13. August 2011

Das Gruppe-I-Rennen in Köln ist ohne Zweifel das sportliche Highlight der Sonntagskarte. Doch sieht man sich die Prüfungen in Frankfurt etwas genauer an, kann man den ein oder anderen Schatz entdecken, der spannenden Sport verspricht.

Kleines Feld im Rheinland-Pokal

Sechs Pferde sind im mit 155.000 Euro dotierten Rheinland-Pokal- Gruppe-I - über 2400 Meter auf der Weidenpescher Galopprennbahn im Aufgebot. Dreimal ist der Kölner Coach Peter Schiergen vertreten. Er wird Seventh Sky, Saltas und Silvaner satteln. Stalljockey Andrasch Starke sitzt auf Saltas, nicht weiter verwunderlich, denn der Lomitas Sohn war immerhin Dritter im Deutschen Derby. Silvaner wird von Filip Minarik geritten. Silvaner ist noch amtierender Winterfavorit, belegte im Derby Rang neun. Seventh Sky war im vergangenen Jahr im Blauen Band engagiert. Er scheint eher auf der Listenebene beheimatet zu sein. Terence Hellier ist für den Ritt gebucht.

Eine goldene Visitenkarte hat Earl of Tinsdal im Hamburger Derby abgegeben. Er musste sich zwar seinem Trainingsgefährten Waldpark geschlagen geben, lag aber noch deutlich vor dem Rest. An dem von Andreas Wöhler trainierten Black Sam Bellamy Sohn werden sich die anderen Kandidaten messen müssen. Eduardo Pedroza wird im Sattel sitzen.

Jens Hirschberger schickt Dawn Twister ins Rennen. Er ist sonst ein Kandidat für die großen Steherprüfungen, wird die 2400 Meter wohl als erstaunlich kurz empfinden. Er kommt nun in diesem Jahr das zweite Mal in Deutschland an den Start, war ansonsten in Frankreich auf Listenebene engagiert. Für eine gute Platzierung muss man ihn auf der Rechnung haben.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem englischen Gast Cavalryman (S. bin Suroor; L. Dettori). Nach einem guten zweiten Platz auf Listenebene in Newmarket, enttäuschte er im Grossen Preis von Berlin auf der ganzen Linie, das könnte er in Köln klarstellen. Im letzten Jahr hat sein Trainings- und Stallgefährte Campanologist die Prüfung gewonnen. Adrie de Vries kam damals auf ihm zu einem Kistenritt, da Lanfranco Dettori im Stau steckte und die Bahn nicht mehr rechtzeitig erreichen konnte. De Vries sitzt nun auf Dawn Twister.
Zwei Prüfungen für die "Kleinen"

Neun Rennen werden auf der Kölner Galopprennbahn am Sonntag an den Start gehen, zwei davon sind den jüngsten Rennpferden vorbehalten. Vollblüter sind bekanntlich frühreife Pferde und dürfen im Alter von zwei Jahren ihre ersten Rennen bestreiten, wenn ihre Betreuer der Meinung sind, dass sie sich dafür anbieten.

Im ersten Rennen der Karte sind bis auf Ordensband alle anderen Pferde Debütanten. Ordensband hat sich beim ersten Start schwer getan, wird am Wettmarkt wohl nicht als Favoritin gehandelt werden.
BBAG Auktionsrennen gut besetzt

Im BBAG Auktionsrennen über 1300 Meter für die Zweijährigen, haben hingegen schon einige Kandidaten auf sich aufmerksam gemacht. Allen voran Chapmann (O-Ton Namensvetter und Rennkommentator Mafred Chapman:"Das ist ein Rennpferd"). Peter Schiergen trainiert den Big Shuffle Sohn in Köln. Nicht leicht machen wird es ihm Pakal (M. Hofer; T. Hellier). Er gewann zuletzt in Avenches sehr leicht. Monaco Franze (J.D. Hillis; E. Pedroza) hat sich an gleicher Stelle bei seinem Debüt als Dritter sehr ordentlich verkauft, dürfte noch weiter gesteigert sein. Pacha (M- Hofer; St. Hofer) musste sich bei seinem ersten Einsatz besagtem Chapman geschlagen geben, lag seinerseits aber deutlich vor den restlichen Pferden.
Ausgleich II - kommt Anastas aufs Podest?

Ein interessanter Ausgleich II über 2200 Meter erwartet die Rennsportfreunde mit dem Otto March-Rennen. Sieben Pferde sind am Start und haben alle mindestens ein Argument anzubieten warum sie mitmischen können. Wenn es bei Execution (N. Verheyen; R. Schumacher) eher das Gewicht ist, so hat Anastas seinen überlegenen Sieg im Ausgleich III im Ausgleich II mit einem dritten Platz betätigt. Brazzi (U. Ostmann; K. Clijmans) kam aus der Sieglosenklasse in den Ausgleich II, schlug sich mit einem fünften Platz achtbar. Quick Prinz Poldi (S. Weis; E. Pedroza) hat ordentliche Ausgleich III Formen vorzweisen, zudem den Champion im Sattel.
Frankfurt mit gut besetzten Handicaps und Listenrennen für arabische Vollblüter

Neun Rennen werden in der Mainmetropole ausgelobt, darunter ein Listenrennen für die Araber und ein Zweijährigenrennen für den Nachwuchs.

Interessant besetzt ist das Altersgewichtsrennen über 1600 Meter. Wolfgang Figge sattelt gleich zwei Pferde. Mit Pain Perdu (K. Kerekes) den Dritten des französischen Derbys 2010 in Chantilly. Er konnte bislang nicht mehr an diese Leistung anknüpfen. Nun versucht man ihn behutsam wieder an seine Klasse heranzuführen.

Mit Lady Fortune (T. Hofer) hat er seine Trainingsgefährtin dabei, die vieles passend braucht, dann aber brandgefährlich ist. Die kurze Frankfurter Zielgerade sollte ihr entgegen kommen. Mit Beltanus kommt ein 83 kg Pferd an den Start, der schon über 80.000 Euro verdient hat, damit liegt er zwar deutlich unter Pain Perdu (223.900 Euro) aber deutlich vor den anderen Mitstreitern.

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