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Wer tritt in Scalos Fußstapfen?

Grosser Preis von Europa steht in den Startlöchern

Köln 23. September 2011

Im Preis von Europa 2010 traten zwei Dreijährige gegen die Älteren an. Im Preis von Europa 2011 treten zwei Ältere gegen die Dreijährigen an. Im letzten Jahr hat einer der beiden Dreijährigen gewonnen - Scalo. Ist die logische Konsequenz, dass dieses Jahr einer der Älteren gewinnt?

49. Preis von Europa - nur einer wird leer ausgehen

Fünf Preisgelder gibt es im Preis von Europa, dem mit 155.000 Euro dotierten Gruppe-I-Rennen über 2400 Meter, zu verdienen. Fünf Pferde werden in die Ausschüttung miteinbezogen, wobei dem Sieger stolze 100.000 Euro gutgeschrieben werden. Bei sechs startenden Pferden wird nur ein Kandidat am Ende mit leeren Taschen nach Hause fahren, denn auch der Fünftplatzierte bekommt 3000 Euro überwiesen.

Zwei ältere Pferde (Campanologist und Flamingo Fatasy) nehmen die Herausforderung der Dreijährigen an. Mit Campanologist (S. bin Suroor; L. Dettori) ist der letztjährige Rheinland-Pokal Sieger am Start. Er kennt die Kölner Rennbahn und hat nach seinem zweiten Platz im International Bosphorus Cup Gruppe-II in Istanbul wieder aufsteigende Form zur Hand. Nicht in der Hand, sondern im Sattel, hat er 3,5 kg mehr Gewicht als die dreijährigen Protagonisten. Auch 3,5 kg mehr als der aktuelle Derbyzweite und diesjährige Rheinland-Pokal-Sieger Earl of Tinsdal (A. Wöhler; E. Pedroza). Beide Hengste sind mit 98 kg GAG derzeit eingeschätzt. Zwei weitere Derbystarter 2011 sind ebenfalls mit an Bord, einmal der Derbydritte Saltas (P. Schiergen; A. Starke) und der Derbyachte Ibicenco (J. Hirschberger; A. de Vries). Saltas war Zweiter im Rheinland-Pokal, hatte gegen den Sieger Earl of Tinsdal damals nicht den Hauch einer Chance. Ibicenco hat sich nach dem unglücklichen Derby als Dritter auf Gruppe-II-Parkett in Paris-Longchamp gut verkauft. Das niedrigste GAG im Feld vertritt Seismos (A. Wöhler; M. Demuro), er kann auf einen leichten Listensieg in Clairefontaine verweisen. Die besten Leistungen auf dem hohen Gruppe-Parkett liegen bei Flamingo Fantasy (S. Smrzcek; A. Suborics), dem zweiten Älteren im Feld, im Jahr 2009. Doch schlägt er sich auch in diesem Jahr ganz ordentlich. Ob es gegen die Dreijährigen Aufsteiger reicht, bleibt abzuwarten.
Kölner Herbst-Stutenpreis Gruppe-III als zweites Renntagshighlight

Ein Gruppe-I-, ein Gruppe-III- und zwei Listenrennen werden am Kölner Sonntagsrenntag ausgetragen. Zudem stehen sehr gut besetzte Handicaps, eines davon ein Ausgleich II, auf der Weidenpescher Karte. Das ist der Stoff aus dem erfolgreiche und hochwertige Renntage gemacht werden.

Bei den Stuten im Kölner Herbst-Stutenpreis über 2200 Meter wird eine Elferfeld an den Start gehen. Interessant ist die Reitverteilung bei Trainer Peter Schiergen. Er sattelt insgesamt vier Ladies. Stalljockey Andrasch Starke wird Lagalp reiten, Filip Minarik, der zweite Mann am Schiergen Stall, ist für Nicea gebucht, Sohn Dennis wird im Sattel von Aigrette Garzette sitzen, während Mombasa Koen Clijmans (Jockey bei Uwe Ostmann) anvertraut ist.

Wenig geprüft ist Guiana (J. Hirschberger; A. de Vries). Ihre Klasse hat sie als Zweijährige schon aufblitzen lassen. Aus England reist Albaraka (Sir M. Prescott; S.Sanders) an den Rhein. Zu beachten ist sicherlich Kapitale (A. Wöhler; M. Demuro) sie war seit dem Stutenderby nicht mehr am Start.
Weitere Prescott Stute im Listenrennen für die Stuten

Sir Mark Prescott schickt noch eine weitere Dame nach Köln. Im Ilse und Heinz Ramm-Erinnerungsrennen auf Listenebene über 1600 Meter wird der britische Coach die Stute Clinical satteln. Sie hat ihre Visitenkarte in Epsom abgegeben, als sie in den Princess Elizabeth Stakes Gruppe-III Dritte wurde. Seb Sanders wird auch diese Lady reiten. Gleich dreifach ist der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek vertreten, er schickt Semina (D. Porcu), Zaphira (A. Suborics) und Dariya (A. de Vries) ins Rennen. Als Zweijährige hat Jardina (P.Schiergen; A. Starke) in Köln schon auf Listenebene gewinnen können.
Listenrennen für die Jüngsten

Mit dem Winterfavorit-Trial Listenrennen über 1600 Meter startet der Kölner Highlightrenntag. Sieben Zweijährige sind am Start. Startnummer eins trägt Black Arrow (A. Wöhler; E. Pedroza), der in Hannover mehr als eindrucksvoll debütierte. Die Fußballprofis Tim Borowski und Claudio Pizarro zeichnen als Eigner des Teofilo Sohns verantwortlich.

Welkando (H.W. Hiller; N. Richter) war bislang nur im französischen Nachbarland am Start. Jules Verne (P. Schiergen; A. Starke) hat in Italien ansprechend debütiert. Vorsicht ist bei den beiden Debütanten Index (M. Caddedu) und Payback (A. de Vries) geboten. Jens Hirschberger ist der Trainer und hat zuletzt einen imponierenden Debütanten (Energizer) bei den Zweijährigen auf Listenebene gestellt. Nach Reitverteilung sollte Payback wohl das gemeinte Pferd sein. Hinter einem sehr eindrucksvollen Gegner aber auch deutlich vor den anderen Pferden endete in Iffezheim Pastorius (M. Hofer; T. Hellier).

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