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Scalo, Derbypferde und tolle Stuten am Start

Ein klasse Rennsportwochenende steht bevor

Köln 15. Juni 2012

Der Galopper des Jahres 2010, der Hengst Scalo, kehrt am Sonntag auf der Galopprennbahn in Dortmund auf die Turf-Bühne zurück.

Galopper des Jahres Scalo ist wieder da

Der fünf Jahre alte Hengst gibt sein mit Spannung erwartetes Comeback nach überstandener Muskelverletzung, die eine Pause von nahezu elf Monaten notwendig machte. Im 25. Großen Preis der Wirtschaft, einem über 2000 Meter führenden 55.000 Euro-Rennen, ist Scalo trotz der Pause der erklärte Favorit.

Unter Jockey Eduardo Pedroza trifft Scalo, den Championtrainer Andreas Wöhler in Gütersloh trainiert, auf fünf Gegner, von denen All Shamar mit seinem Jockey Andrasch Starke am ehesten zugetraut wird, Scalo zu bezwingen. Der Dreijährige sorgt dafür, dass der Grand Prix der erste Altersvergleich des Derbyjahrgangs mit den älteren Galoppern auf Top-Level des Turfs ist.

Am 24. Juli 2011 hat Scalo seinen bis dato letzten Start bestritten, just an dem Tag und in dem Rennen, in dem der Stern der Ausnahmestute Danedream aufging. Im in Berlin-Hoppegarten ausgetragenen Großen Preis von Berlin war Danedream überlegenes Pferd, Scalo wurde Zweiter. Gegen welches Kaliber Scalo da verloren hatte, die spätere Siegerin des legendären Prix de l’Arc de Triomphe, das war am Tag der Niederlage noch völlig unbekannt. Eine Muskelzerrung, wohl schon in dem Rennen erlitten, machte in der Folge die Zwangspause notwendig.

Scalo, als Galopper des Jahres Vorgänger von Danedream, hat von seinen bis dato zehn Rennen sechs gewonnen, hat 382.800 Euro verdient. Nur ein einziges Mal war Scalo ohne Geldpreis, das war als Neunter ausgerechnet im Deutschen Derby, dem Rennen der Rennen.

In der Grand Prix-Klasse ist ein gesunder Scalo in Deutschland eine feste Größe, dem Turf würde ein wiedererstarkter Scalo, ein Sohn des großen Lando, gut zu Gesicht stehen als weiteres Aushängeschild neben festen Größen wie Danedream, Earl of Tinsdal und Novellist.
Der letzte Derbytest

Der Favorit des Deutschen Derby steht seit dem vergangenen Sonntag fest, an dem überragenden Novellist führt im Rennen um das Blaue Band der Weg zum Sieg vorbei. An diesem Sonntag steht in Bremen ein weiterer, letzter Test für das am 1. Juli in Hamburg entschiedene Deutsche Derby auf dem Programm. Im swb Derby-Trial, Kuriosum am Rande, laufen im Starterfeld der fünf Pferde indes drei Kandidaten, die für das Derby selbst gar keine Startberechtigung haben, für 50.000 Euro nachgemeldet werden müssten.

Gestüt Schlenderhans Aspilan und Gestüt Fährhofs Secessio, zwei Pferde aus renommierten Zuchtstätten des Turfs, haben in Bremens 20.000 Euro-Rennen beste Chancen auf den Sieg, und im Erfolgsfalle würde man im entsprechenden Lager wohl tatsächlich über eine Derby-Nachnennung nachdenken. Auch Baltic Rock ist ohne Derby-Engagement, ist aber schon am Sonntag krasser Außenseiter.

Russian Song und Darak sind die beiden Pferde, die beide noch für das Derby eingeplant sind, sich am Sonntag die Qualifikation dafür holen müssen. Sollte das gelingen mit einem Platz unter den ersten drei, ist von einem Derbystart fest auszugehen.
Probelauf für die Diana

Für den Preis der Diana, das Deutsche Stutenderby, wird am Samstag in Düsseldorf auf der Diana-Bahn ein wichtiges Testrennen entschieden. Eine Generalprobe auf dem nicht einfachen Kurs in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt hat sich in der Vergangenheit schon oft als kluger Schachzug manch eines Trainers erwiesen.

Nymphea, mit Danedream-Jockey Andrasch Starke im Sattel, gilt im BMW Preis Düsseldorf (20.000 Euro) als Favoritin, war zuletzt in einem ähnlichen Rennen in Berlin-Hoppegarten schon einmal Dritte. Auch Sworn Sold soll sich den letzten Schliff für die Diana holen, die Stute steht im Besitz des Galopper-Präsidenten Albrecht Woeste, der sich mit einem Diana-Start der Stute einen lang gehegten Traum erfüllen möchte.

Insgesamt treten zehn Stuten an, von denen acht noch eine Diana-Nennung besitzen. Gestüt Schlenderhans Imagery ausgerechnet zählt nicht zu den startberechtigten Stuten, gilt für den BMW Preis aber als das Pferd, das den vermeintlichen Favoritinnen im ehesten einen Strich durch die Rechnung machen kann.

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