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Cherry Danon entschädigt sich für Düsseldorf

Sonnenschein in Hamburg

Hamburg 30. Juni 2012

Der Vorderbytag in Hamburg Horn rückte die Stuten ins Zentrum. Auf Listen- und auf Gruppeebene trafen sich die talentierten Pferdedamen. Auch die Amazonen im Rennsattel waren in einer Prüfung unter sich.

Als erster Tageshöhepunkt stand der Grosse Preis der Mercedes-Benz Niederlassung Hamburg Listenrennen für die Stuten über 2200 Meter auf der Karte. Als Favoritin war Temida ins Rennen gegangen, keine große Überraschung, denn schließlich hat sie im Herbst letzten Jahres in Mailand ein Gruppe-III-Rennen gewonnen. Dieser Favoritenrolle wurde die von Miltcho G. Mintchev in Köln vorbereitete Oratorio Tochter auch vollauf gerecht. Temida gewann vor der toll gelaufenen Lana Jolie (A. Wöhler; E. Pedroza) und Hot Blood (P. Schiergen; A. Starke). Die aus England angereiste Albaraka (Sir M. Prescott; J. A. Quinn) dürfte am Ende die lange Pause gespürt haben, konnte nach starker Anfangsleistung keine Akzente mehr setzen, wurde Vorletzte. Fast nie richtig im Rennen war die Französin Serenity Star (H.-A. Pantall; F. Veron).

14 Stuten trafen sich zum Franz Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen (Hamburger Stutenmeile) Gruppe-III-Prüfung. Nach nur guten Leistungen in ihrer Karriere und einer ganz knappen Niederlage in den Düsseldorfer 1000 Guineas, in der sie sich denkbar knapp der englischen Top-Stute Electrelane beugen musste, hat die von Peter Schiergen trainierte Brümmerhofer Stute nun verdient und sicher gewonnen. Den passenden Rennverlauf hat ihr Andrasch Starke serviert. Respekt muss man aber auch der zweitplatzierten Lady Survey (M. Hofer; St. Hofer) zollen. Sieben Starts hatte sie als zweijähriges Pferd, in dem sie immer ihr bestes gegeben hat. Auch dreijährig hat sie noch nie die Geldränge verpasst und in Köln das Schwarzgold-Rennen auf Gruppe-III-Level gewonnen. Sie sorgte für das Tempo im Rennen. Platz drei ging an Lady Jacamira (R. Dzubasz; N. Richter), die noch knapp die Französin Cerveza (F.Poulsen; L.-Ph.Beuzelin) in Schach hielt.

Im besten Handicap der Samstagskarte, dem Ausgleich II über 2200 Meter siegte Araldo (P. Harley; A. Starke) in sehr feiner Manier. Lucarelli (F. J. Leve; N. Richter) machte den Ittlinger Einlauf perfekt. Manolito (A. Kleinkorres; A. de Vries) komplettierte die Dreierwette.

Das Amazonenreiten, den Ausgleich III über 1600 Meter sicherten sich die Stute Palomita und Jadey J.Pietrasiewicz. Als Trainerin zeichnet Nina Bach – Frauenpower pur also.

Wie sich die Bilder gleichen. Wie am Eröffnungstag standen nach dem ersten Rennen Uwe Stoltefuß und Adrie de Vries auf dem Siegerpodest, nur das Dress war ein anderes, gestern startete Flavio Forte in den Farben des Stalles Mandarin, hinter dem sich Turfagent und Peter Brauer verbirgt. Heute gewann das Rennen für den Rennnachwuchs in feinem Stil Zwegat für die GTM GmbH, hinter der sich unter anderem Helmut Kappes verbirgt. Zwegat gewann, wie sein Trainingsgefährte leicht, allerdings sollte man sich den zweitplatzierten Mister Big Shuffle (M. Figge; G. Hind) durchaus notieren, denn er lief noch sehr "grün", war, vor allem am Anfang des Rennens nicht so leicht zu dirigieren. Am Schluss zog er noch mächtig an, sollte wohl mit mehr Rennerfahrung bald zu Sieg stehen. Auch Rang drei ging nach München an den Stall von Wolfgang Figge mit der Stute Magic Art (K. Kerekes).

Im Ponyrennen siegte erwartungsgemäß Montini unter Laurenz Schiergen, dem jüngsten Schiergensproß. Er gewann vor Kokki (Liam de Vries).

So, nun heisst es noch einmal schlafen, dann ist er da – der Derbytag und mit ihm der Höhepunkt des deutschen Galopprennkalenders.

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