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Startrainer Fabre bricht Deutschland-Bann

Meandre punktet für Frankreich

Berlin-Hoppegarten 22. Juli 2012

Der vier Jahre alte Hengst Meandre hat eines der wichtigsten deutschen Galopprennen am Sonntag nach Frankreich entführt.

Im 122. Großen Preis von Berlin, dotiert mit 175.000 Euro, war Meandre eine Nummer zu groß für die deutschen Pferde, kam als 18:10-Favorigt zu einem ungefährdeten Sieg. Der mit Danedream-Jockey Andrasch Starke angetreten Earl of Tinsdal wurde nach langer Führung mit viel Kampfgeist Zweiter, der krasse Außenseiter Baschar mit seiner besten Karriereleistung Dritter im Feld der sechs Teilnehmer auf der prallvoll gefüllten Hoppegartener Rennbahn. Der Sieg von Meandre in Berlin war nach den Vorleistungen nur folgerichtig. Beim Start zuvor hatte er den Grand Prix de Saint Cloud gewonnen und damit just jenes Rennen, in dem Deutschlands Ausnahmestute Danedream als Vierte und Letzte krass enttäuscht hatte. Nun legte der Hengst mit einem weiteren Sieg in einem Rennen der weltweit höchsten Kategorie nach, nutzt die deutsche Haupststadtrennbahn als Sprungbrett für die vielleicht noch größere Karriere. Der legendäre französische Spitzentrainer Andre Fabre hat alles goldrichtig gemacht, Meandre nach Hoppegarten zu schicken. Der 68-jährige Meistertrainer, 18 Mal Champion seines Landes, wollte mit Meandre dieses Rennen gewinnen, und hat den Plan mit dem Galopper aus dem Besitz der Familie Rothschild in die Tat umgesetzt. Fabres vorherige Starter in Deutschland lassen sich an einer Hand abzählen. Im letzten Jahrzehnt war er 2003, 2006, 2008 und 2009 mit jeweils einem einzigen Starter auf einer deutschen Rennbahn aktiv, der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 1995, als Freedom Cry den Großen Preis der Wirtschaft in Iffezheim gewann. Nun brach Meandre den Bann der Sieglosigkeit für einen der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten im weltweiten Turf-Geschehen. Im Internationalen Super-Handicap erwies sich einmal mehr Derby-Siegtrainer Mario Hofer aus Krefeld als der Meister dieser Art Rennen. Das 80.000er ging wie im Vorjahr an seinen Stall, Combat Zone als Sieger und Primera Vista als Dritter bescherten ihm und Besitzer Guido Schmitt ein Traumergebnis, zwischen die beiden mogelte sich mit Salut ein weiterer Außenseiter, was die Dreierwette auf eine Quote von 66.667:10 schnellen ließ.

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