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Pastorius gegen Waldpark in München

Duell der Derbysieger

München 26. Juli 2012

Zu einem seltenen Duell zweier Derbysieger des deutschen Turfs kommt es am Sonntag auf der Galopprennbahn in München im Großen Dallmayr-Preis, dem wichtigsten 2000 Meter-Rennen der hiesigen Turf-Saison.

Pastorius gegen Waldpark, dieses Duell der Triumphatoren im Rennen um das begehrte Blaue Band hat es wahrlich in sich. Umso überraschender, dass vermutlich keiner der beiden am Sonntag in Bayerns Landeshauptstadt in der Favoritenrolle stehen wird. Der Grund dafür heißt Zazou und das ist der Derbyzweite von vor zwei Jahren. Längst ist der Hengst eine internationale Größe in diesem Sport und seine gute aktuelle Form aus internationalen Top-Ereignissen sorgen für das Kuriosum, dass keiner der beiden Derbysieger aller Voraussicht nach an den Wettschaltern favorisiert sein wird. Vierter im Singapore International Cup, Fünfter im Dubai World Cup, das sind die Referenzen von Zazou aus den letzten beiden Starts, nun soll der Hengst seinen zweiten Sieg in einem Gruppe I-Rennen erreichen. Andreas Suborics, Hongkong-Rückkehrer und in der Vorwoche bei seinen ersten Ritten in Deutschland gleich wieder auf dem Siegerpodest, soll es richten. Andrasch Starke, der auf einer Welle der Euphorie segelnde Danedream-Reiter, ist eine Woche nach seinem Sieg mit der Ausnahmestute in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes nun in München der Partner von Pastorius. Er vertritt den verletzten Terence Hellier, der nach einem Fußbruch noch nicht wieder fit ist. Mit Pastorius geht man in der Distanz gegenüber dem Derby um 400 Meter zurück, sieht den Dreijährigen in diesem Münchener Rennen offenbar gut aufgehoben. Für Pastorius geht es im Dallmayr-Preis um nicht weniger als die Bestätigung seines Derbysieges, der keine Eintagsfliege bleiben soll. Immer noch auf seinen ersten Sieg seit dem Treffer im Deutschen Derby 2011 wartet Waldpark, der nunmehr seit fünf Rennen ohne Sieg ist. Rang zwei im Idee Hansa-Preis bei der Derbywoche in Hamburg bedeutete beim letzten Start indes unmissverständlich die beste Leistung seit dem Derbysieg, mit weiterer Steigerung kann Waldpark nun recht schnell auch wieder einmal auf die berühmte Siegerstraße zurückfinden. Mit Feuerblitz ist in München auch der diesjährige Sieger des Italienischen Derbys dabei, der die Strecke von 2000 Metern deutlich passender finden sollte als die Distanz des Deutschen Derbys, in dem er nur auf dem zehnten Platz eingekommen war. An den Start kommt zudem der Vorjahressieger Durban Thunder, der jüngst in Hannover in einer sehr harmlosen Aufgabe indes eine sensationelle Niederlage hinnehmen musste. Für ihn ist es zunächst eine Standortbestimmung, ob er noch an alter Klasse zu messen ist. Der Große Dallmayr-Preis, als Hauptrennen an Münchens wichtigstem Saisonrenntag, wird am Sonntag live bei Sport1 übertragen, ist Teil der Ein-Stunden-Sendung aus Krefeld, innerhalb derer zwischen 17 und 18 Uhr auch zwei Krefelder Rennen live übertragen werden. Zudem gibt es einen Rückblick auf Danedreams grandiosen Sieg in Ascot.

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