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Premiere des Großen Preis von Bayern

Earl of Tinsdal peilt das Gruppe I-Doppel an

München 10. August 2012

Der letztjährige Derbyzweite peilt am Sonntag in München einen Gruppe I-Doppeltreffer an und soll eines der wichtigsten deutschen Galopprennen zum zweiten Mal nach 2011 gewinnen.

Punktete der vier Jahre alte Hengst vor Jahresfrist noch im Rheinland-Pokal in Köln, soll er nun nach dem Wechsel dieses Rennens an die Isar den Großen Preis von Bayern gewinnen. Beides ist ein und dasselbe Rennen, das früher in Gelsenkirchen unter dem Titel Aral-Pokal landesweite Bekanntheit erlangt hat und in dem im Laufe der Jahre zahlreiche Stars der Turf-Szene den Eintrag in die Siegerliste geschafft haben.Nun soll also zum zweiten Mal der Name Earl of Tinsdal in der unter dem Patronat des Wettkontor München gelaufenen Prüfung auftauchen. Der Hengst, geritten von Eduardo Pedroza, ist im kleinen Sechserfeld des Rennens der erklärte Favorit. Wer am Sonntag vor Earl of Tinsdal ist, der gewinnt dieses Rennen, das mit 155.000 Euro dotiert ist. In diesem Jahr hat der Hengst aus dem Stall von Championtrainer Andreas Wöhler bereits den Gran Premio di Milano gewonnen, ein Rennen der Gruppe I und damit der höchsten Kategorie. Aller guten Dinge sind drei – Gruppe I-Sieg Nummer drei in der Karriere des Hengstes könnte von seinem Team für Sonntag fest eingeplant sein.Vor allem zwei Pferde können diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen. Da ist zum einen Gestüt Schlenderhans Atempo und zum anderen Baltic Rock, der Derbyvierte dieses Jahres. Atempo, dem immer ein große Ruf vorauseilte, hat in diesem Frühjahr bereits den Gerling-Preis gewonnen und bei dieser Gelegenheit Earl of Tinsdal als dort Vierten geschlagen. Er musste im Rennen allerdings drei Kilo weniger als der Konkurrent tragen, das dürfte den Ausschlag zugunsten von Atempo gegeben haben. Letzterer hat immerhin eine Nennung für den Prix de l’Arc de Triomphe erhalten. Soll diese Startoptionen realistisch bleiben, ist eigentlich ein Sieg im Großen Preis von Bayern Pflicht.Baltic Rock ist das große Fragezeichen des Rennens. Bis dato haben die deutschen Dreijährigen in diesem Jahr allesamt gegen die älteren Konkurrenten überzeugt, da muss Baltic Rock keine Ausnahme machen. Als nachgenanntes Pferd wurde er im Deutschen Derby Vierter, gewann zuvor das swb Derby-Trial in Bremen. Er steht im Besitz des Gestüts Ammerland von Dietrich von Boetticher, dem neuen Präsidenten des Münchener Rennvereins. Ein Heimsieg ist im Großen Preis von Bayern nicht einmal ausgeschlossen.Temida, Caitania und Feuerblitz, die weiteren Starter des Rennens, greifen am Sonntag ein wenig nach den Sternen, ein Sieg eines dieser Starter käme einer Sensation gleich, wobei im Falle von Feuerblitz immerhin eine alte Weisheit gilt, das man nie die beste Form eines Pferdes vergessen sollte. Der Hengst war in diesem Jahr überzeugender Sieger des Italienischen Derbys.

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