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Nachschlag in Iffezheim

Es geht noch weiter

Baden-Baden 3. September 2012

Acht Renntage umfasst die Grosse Woche in Iffezheim bei Baden-Baden. Sechs Renntage sind bereits Geschichte. In die Turfgeschichte wird Danedreams Sieg im Longines Grosser Preis von Baden am vergangenen Sonntag eingehen – der letzte Start der Wunderstute auf einer deutschen Rennbahn.

Weit über 16.000 Zuschauer waren dabei, als Deutschlands Ausnahmestute Danedream am vergangenen Sonntag ihren Deutschland-Abschied im Longines Grosser Preis von Baden (Gruppe-I; 250.000 Euro, 2400 Meter) gab und es sich nicht nehmen ließ diesen auch zu gewinnen. Die Brümmerhofer Lady, die von der Familie Volz für 9.000 Euro erstanden wurde und unter Peter Schiergens Obhut zu einer der besten Stuten weltweit reifte wird nun zur Titelverteidigung im Prix de l'Arc de Triomphe nach Paris reisen und von dort aus weiter nach Japan, zu ihrem Mitbesitzer Teruya Yoshida fliegen. Bevor sie endgültig ihre neue Aufgabe als Mutterstute aufnehmen wird, könnte noch der Japan Cup auf der Agenda stehen. Aber das werden Besitzer und Trainer in Ruhe entscheiden. Mit Danedream wird auch ihr ständiger Reiter Andrasch Starke in die Turfgeschichtsbücher eingehen, der schon prophezeite, dass er in seiner weiteren Karriere wohl kein vergleichbares Pferd mehr reiten werde.

Emotionaler kann Rennsport fast nicht sein und selbst Menschen, die mit dem Vollblutsport bislang nicht so viel zu tun hatten, sollten bei diesem Auftritt die ein oder andere Gänsehaut verspürt, vielleicht auch ein Tränchen vergossen haben. Danedream hat geschafft, was lange nicht gelang, sie hat den Rennsport in die Medien und in die Köpfe vieler Menschen zurückgebracht. Aus 15 Ländern reisten die Journalisten nach Iffezheim und berichteten in ihre Länder.

Die deutsche Turfgemeinde muss nun Abschied nehmen von der zierlichen Stute mit dem großen Herzen, die den Vollblutsport wieder ins öffentliche Interesse gerückt hat und die in ihrer Rennkarriere Sensationelles geleistet hat.

Abschied nehmen von Iffezheim und von der Grossen Woche muss man indes noch nicht, denn zwei After-Work-Renntage stehen noch auf dem Programm. Am Mittwoch und am Donnerstag stehen noch zwei Renntage auf der Agenda und lassen die Grosse Woche 2012, die ebenso in die Turfgeschichte eingehen wird, ausklingen.

Am Mittwoch werden sich sieben Startfelder unter „Starters Order“ begeben. Mit dabei ein Goldhandicap, das als Ausgleich IV über 2000 Meter gelaufen wird. 12.000 Euro gibt es zu verdienen, die Wetter haben die Chance in der Viererwette zu punkten.

Mit dem German Racing Cup Ausgleich II über 2000 Meter steht das sportlich wertvollste Rennen auf der Karte. Mit zehn Pferden ist die Prüfung sehr gut besetzt. Hans-Jürgen Gröschel schickt mit Avanti (R. Piechulek) und Lebensglück (W. Panov) gleich zwei Pferde ins Rennen. Avanti tritt mit Höchstgewicht an, Lebensglück, die dreijährige Areion Tochter muss nach zwei Siegen im Ausgleich III nun eine Klasse höher zeigen was sie kann. Nasseh (A. Kleinkorres; St. Hellyn) hat sich schon am ersten Meetingswochenende im Ausgleich II platzieren können. Für Slona (N. Verheyen; T. Hellier) gilt ähnliches wie für Lebensglück, ihr Team ist in Iffezheim allerdings oft auf dem Treppchen anzutreffen.

Um 16.45 Uhr startet der Renntag mit dem „das neue Welle Auftaktrennen“ . Hier hofft der Stall Amtsschimmel (bestehend aus einigen Lokalpolitikern der Region Iffezheim) im Anschluss auf das Siegerpodest zu kommen. Die große Besitzergemeinschaft hat Pancho Villas (W. Hefter) im Rennen.

Gegen 20.00 Uhr wird das letzte Rennen gestartet werden.

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