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Japans Favorit Orfevre bleibt förmlich stehen

Sensation im Arc: Stute Solemia vorne

Köln 7. Oktober 2012

Ein Jahr nach dem Erfolg der deutschen Stute Danedream hat es am Sonntag im legendären Prix de l’Arc de Triomphe in Paris einen neuerlichen Sensationssieg durch eine Stute gegeben.

Die vier Jahre alte Solemia wuchs mit Jockey Olivier Peslier im berühmtesten Galopprennen der Welt über sich hinaus und bezwang überraschend den japanischen Favoriten Orfevre (Christophe Soumillon), der auf der Rennbahn Longchamp im Bois de Boulogne schon wie der überlegene Sieger ausgesehen hatte, dann förmlich stehenblieb und fassungslose Gesichter hinterließ. Rang drei ging in dem mit vier Millionen Euro dotierten Rennen an Masterstroke (Mikael Barzalona), einen Sohn des kürzlich eingegangenen deutschen Jahrhundert-Deckhengstes Monsun, sensationell Vierte wurde mit Haya Landa eine Tochter des hiesigen Deckhengstes Lando. Vorjahressiegerin Danedream konnte ihren Arc-Titel nicht verteidigen, musste zu Wochenbeginn wegen der Sperrung der Kölner Rennbahn abgemeldet worden. Dort war ein Fall von Infektiöser Anämie aufgetreten, der zu einer dreimonatigen Quarantäne für alle Kölner Rennpferde geführt hatte. Wie die Stute sich in diesem Arc geschlagen hätte, wird für immer ein Rätsel bleiben, in Bestform hätte sie gegen Solemia vermutlich allerbeste Chancen gehabt. Als krasse 415:10-Außenseiterin bescherte Solemia ihrem Jockey Olivier Peslier den vierten Arc-Sieg beim 20. Ritt in diesem Rennen.1996 bis 1998 hatte er mit Helissio, Peintre Celebre und Sagamix einen Hattrick in diesem Rennen erreicht, macht nun Treffer Nummer vier perfekt. „Es ist genial“, sagte Peslier nach dem Rennen, „ein großer Tag.“ Trainer Carlos Laffon-Parias feierte seinen ersten Arc de Triomphe-Sieg, krönte damit seine bisherigen Trainerkarriere. „Ich bin überwältigt“, sagte er nach dem Triumph seiner Stute, die ohnehin sein erst vierter Starter im Arc war. Für die Besitzerfamilie Wertheimer war es der dritte Treffer in dem Pariser Weltklasserennen, mit rund 2,3 Millionen Euro wurde Solemias Sieg fürstlich entlohnt. Fassungslos war nach dem Rennen das Team um Japans Superstar Orfevre, der aus hinteren Regionen kommend Mitte der Zielgeraden an die Spitze des Feldes schoss, schon mehrere Längen Vorsprung hatte und dann sprichwörtlich gegen eine Wand lief. „Als er vorne war, hat er aufgehört“, war Jockey Christophe Soumillon ratlos, „das ist sehr schade. Was für ein gutes Pferd er ist, hat man gesehen, zum Sieg hat es nicht gereicht.“ Japan wartet damit weiterhin auf den ersten Treffer im Prix de l’Arc de Triomphe.

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