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Uwe Ostmann übergibt den Stab an Jens Hirschberger

Ein Gentleman beendet seine Karriere

Mülheim/Ruhr 17. November 2012

72 Lenze zählt der ehemalige Hindernisjockey und spätere Galoppertrainer Uwe Ostmann. Nun wird Jens Hirschberger sein Nachfolger und den Diana-Stall am Mülheimer Raffelberg übernehmen.

1971 begann die Trainerlaufbahn des in Lage (Lippe) geborenen Uwe Ostmann beim Gestüt Quenhorn im ostwestfälischen Ravensberg. Seine Karriere als Reiter musste er auf Anraten seines Arztes aufgeben. Etwa 200 Siege errang er vorwiegend als Hindernis-Jockey, als Trainer wurde Ostmann dann Mitglied im „Club der 1000“ mit rund 1500 Siegen. Seit Mitte der 1980-er Jahre trainiert Ostmann in Mülheim/Ruhr. Seither ließ vor allem das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter-Michael Endres (Duisburg) bei ihm seine Vollblüter trainieren.

1988 gelang Uwe Ostmann mit Luigi, der im Besitz des Eigners des Gestüts Ammerland und dem aktuellen Präsidenten des Münchener Rennvereins Dietrich von Boetticher stand, der ganz große Wurf im Blauen Band in Hamburg-Horn. Ein geschicktes Händchen bewies Ostmann immer im Umgang und im Einsatz der Rennbahnneulinge, den zweijährigen Pferden. Erst Anfang November gewann sein Vif Monsieur das Münchener BBAG Auktionsrennen, im Jahr zuvor stellte er mit Global Thrill ebenfalls den Sieger dieser Prüfung.

Am vergangenen Wochenende wurde der Wechsel am Rande des Krefelder Saisonfinales bekannt. Mit Jens Hirschberger übernimmt ein quasi “Alter Bekannter“ den Ostmann-Stall. Mitte der 1990-er Jahre arbeitete Hirschberger, der auch als Hindernisjockey aktiv war, als Reisefuttermeister bei Uwe Ostmann. Bis Anfang September dieses Jahres war er beim Gestüt Schlenderhan in Bergheim als Trainer engagiert, feierte im Rahmen dieser Zusammenarbeit gleich zweimal den Sieg im Deutschen Derby (Adlerflug 2007 und Wiener Walzer 2009).

Zum 1. Dezember wird Jens Hirschberger den Stab von Uwe Ostmann übernehmen. Überwiegend wird er die Pferde des Gestüts Auenquelle betreuen, doch sein Stall ist selbstverständlich auch offen für alle anderen Besitzer. Ostmann wird ihm sicherlich noch eine Weile mit Rat und Tat zur Seite stehen. So haben beide die nötige Zeit um sich in ihren neuen Lebensabschnitt einzufinden.

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