Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Cynthia Atasoy und ihr Verhältnis zu Danedream

„So etwas erlebt man nicht mehr“

Köln 23. Februar 2013

Als Danedream 2011 den Prix de l‘ Arc de Triomphe in Paris gewann, da erlebte auch Cynthia Atasoy die Sternstunde ihres bisherigen Lebens. Die Pflegerin und Arbeitsreiterin von Danedream hatte riesigen Anteil an den Mega-Erfolgen der Ausnahmestute. GERMAN RACING sprach mit der 22-jährigen während der Morgenarbeit am Stall von Peter Schiergen.

GERMAN RACING: Kein anderer war jeden Tag so dicht an Danedream dran wie Sie. Wie war Ihr Verhältnis?
Cynthia Atasoy: Das war schon etwas ganz Besonderes, Danedream war meine beste Freundin. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht. Und ich denke, auch sie hat sich genauso gefreut, wenn sie mich gesehen hat wie umgekehrt.
GERMAN RACING: War der Sieg im Arc das schönste Erlebnis, das Sie je hatten?
Cynthia Atasoy: Andrasch Starke hat mir in der Minute des Triumphes damals gesagt, nimm alles mit und genieße jeden Moment. So etwas wirst Du in hundert Jahren nicht mehr erleben. Recht hat er, denn kein Pferd hat mir je soviel gegeben wie sie. Das wird mich mein Leben lang begleiten. Da hängen so viele Erinnerungen und Bilder dran. Das kann man gar nicht anders sagen.
GERMAN RACING: Wie war der Moment, als Sie sich kürzlich von Ihr verabschieden mussten?
Cynthia Atasoy: Wir waren jeden Tag zusammen, vom frühen Morgen an, und sind sehr viel zusammen gereist. Da fällt es einem natürlich sehr schwer, sich zu verabschieden. Aber Danedream hat es verdient, Mutter zu werden. Natürlich weiß man, dass dieser Moment der Trennung kommt, aber so richtig will man es doch nicht wahrhaben. Auf jeden Fall werde ich weiter verfolgen, wie es ihr geht. Bei Facebook habe ich mir schon einmal die Seite der Shadai Farm, ihrer neuen Heimat, angeschaut.
GERMAN RACING: Bis Sie zur Pflegerin des Superstars Danedream wurden, war es ein weiter Weg. Wie kamen Sie überhaupt zum Rennsport?
Cynthia Atasoy: Ich hatte nicht viele Hobbies, wollte aber mit dem Reiten anfangen. Pferde waren schon immer meine Lieblingstiere. Mein Stiefvater hat mich zum Stall von Ralf Suerland mitgenommen, auch zu Andreas Trybuhl entstand ein guter Kontakt. Schließlich habe ich bei Mario Hofer meine Ausbildung gemacht und bin anschließend zu Peter Schiergen gewechselt. Und hier zu arbeiten, ist eine Riesenerfahrung für mich. Für einen Jockey wurde ich zu schwer mit 54 Kilo, aber im Training zu reiten macht mir sehr viel Spaß.
GERMAN RACING: Apropos Spaß, wie verläuft denn ein normaler Arbeitstag?
Cynthia Atasoy: Im Sommer fangen wir um 4:30 Uhr, im Winter um 5:30 Uhr an zu arbeiten. Ich putze meine Pferde, nach einer Kaffeepause werden dann eine gute Stunde später die ersten Pferde gesattelt. Pro Stunde reiten wir ein Lot, insgesamt sind es in der Regel fünf. Anschließend werden die Pferde gefüttert. Am Nachmittag zwischen 16 und 17:30 Uhr misten wir die Boxen aus und füttern erneut. Danach ist Feierabend. Und am nächsten Morgen geht es weiter. Ich betreue fünf Pferde. Und zwei Sieger waren in diesem Jahr schon dabei. Und ich freue mich über jeden Erfolg, egal ob in einem großen oder kleinen Rennen.

Champions League

Weitere News

  • Schreibt Namos in der Goldenen Peitsche in Baden-Baden seine Erfolgsgeschichte weiter?

    Das Rennen um den begehrtesten Ehrenpreis Deutschlands

    Baden-Baden 22.08.2019

    Der begehrteste Ehrenpreis im deutschen Galopprennsport wird am Sonntag, dem zweiten Tag der Großen Woche, in Baden-Baden ausgefochten: Eine vergoldete Peitsche erhält der Besitzer des siegreichen Pferdes in der 149. Casino Baden-Baden Goldene Peitsche (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.200 m, 7. Rennen um 17:10 Uhr).

  • Die Dresdner Sonntags-Alternative

    Der Frühstart mit Direkt-Übertragung nach Frankreich

    Dresden 22.08.2019

    Nicht nur in Baden-Baden gibt es am Sonntag spannende Galopprennen. Auch in Dresden stehen neun Prüfungen (inklusive eines Ponyrennens) an, wobei die Rennen 1 bis 5 ab 11:25 Uhr via PMU nach Frankreich übertragen werden.

  • „In knapp viereinhalb Stunden ist da wieder Wasser drauf.“

    Im Galopp in die Bäderstädte

    22.08.2019

    Gummistiefel statt High Heels, Bikini statt Hut – die Unterschiede zwischen den Duhner Wattrennen bei Cuxhaven oder der Großen Woche auf der Galopprennbahn Baden-Baden-Iffezheim könnten auf den ersten Blick kaum größer sein. Und doch eint beide Veranstaltungen in den mehr als 700 Autokilometer auseinanderliegenden Bäderstädten vieles - vor allem die Tatsache, dass es letztlich bei allen Äußerlichkeiten um die Pferde geht.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm