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Andre Best über seinen 1000. Erfolg als Jockey

„Habe mir ein Lebensziel erfüllt“

Köln 26. Februar 2013

Seit wenigen Wochen zählt Andre Best (43) zum erlesenen Kreis der Jockeys, die 1000 Rennen gewonnen haben. GERMAN RACING sprach mit dem Erfolgsjockey über diesen Meilenstein seiner Karriere.

GERMAN RACING: Hätten Sie sich das je vorstellen können, eines Tages zum „Club der 1000“ zu gehören?
Andre Best: Am Anfang denkt man da natürlich überhaupt nicht dran. Es sind ja viele Jahre ins Land gezogen. Irgendwann war der 500. Sieg fällig, da spekuliert man schon einmal, dass es so weitergehen würde. Ich habe mir nun ein Lebensziel erfüllt. Darauf habe ich hingearbeitet. Es ist eine ganz tolle Sache.
GERMAN RACING: Dafür war viel Fleißarbeit nötig. Sie gelten als Jockey, der keine Reisen scheut. Wird das auch künftig so sein?
Andre Best: Ja, sicher. Es muss sich natürlich schon lohnen, aber meine Stammleute, wie Hans-Heinrich Jörgensen möchte ich auch weiterhin unterstützen, in dem ich zu den Bahnen im Osten fahre. Es ist schon etwas ruhiger geworden. Früher bin ich 50.000 Kilometer im Jahr gefahren, jetzt sind es vielleicht noch 40.000. Wir bilden oft Fahrgemeinschaften unter den Jockeys. Da ich jetzt wieder im Westen arbeite, passt es, wenn wir uns in Köln treffen und dann zu sieben oder acht Leuten auf Reisen gehen, zum Beispiel nach Dresden oder Hoppegarten. Man kann sich dann mit dem Fahren abwechseln und die Kosten niedriger halten.
GERMAN RACING: Niedrig müssen Sie auch Ihr Gewicht halten. Wie schwer ist dieser Kampf für Sie?
Andre Best: Natürlich wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, aber ich bin keiner, der sich wie viele meiner Kollegen für die Kilos abrackern muss. Ich bin eben leicht. In der Saison werde ich wieder 52,5 Kilo reiten. Für mich ist es das Größte, deftig zu essen, zum Beispiel ein Schnitzel. Ich koche auch reichhaltig mit Sahnesauce (lacht). Aber natürlich esse ich auch Salate mit Hähnchenbrust und abends eher Brot als warme Sachen, wenn es in Richtung Wochenende geht. Da kommt das Gewicht von alleine wieder runter. Ich bin auch ein Fan von Süßigkeiten.
GERMAN RACING: Wenn Sie kein Jockey mehr wären, dürften Sie mehr davon essen. Wie lange wollen Sie noch reiten?
Andre Best: So lange, wie es körperlich geht. Ich habe zur Zeit auch noch keinen Masterplan, wie es anschließend weitergeht oder welchen Job ich nach der Jockey-Karriere ausüben möchte.
GERMAN RACING: Und in Ihrer Freizeit, was begeistert Sie da?
Andre Best: Ich mache viele Sachen, bin da nicht festgelegt. Im Sommer fahre ich gerne Motorrad, Wasserski oder Inliner. Dann spiele ich gerne Squash mit meinem Kollegen Cay Bonhoff und habe gerade mit Paintball angefangen. Durch den Papa meiner Frau Alina bin ich jetzt auch zum Bogenschießen gekommen. Das macht mir alles viel Spaß.

Über die Aktion "Fans gestalten mit":


Es sind nicht nur die Personen im Rampenlicht, die den Galopprennsport ausmachen. Sondern auch die Menschen hinter den Kulissen. Deshalb startete GERMAN RACING auf der offiziellen Facebook-Seite die Aktion "Fans gestalten mit". Wir fragten: Welche Personen interessieren Sie am meisten? Wen sollten wir interviewen? Egal ob Stallpersonal, Jockeys, Amateure, Besitzertrainer, Züchter oder Auktionatoren. Weit über 100 Fans haben an der Aktion teilgenommen und uns verraten, für welche Aktiven aus dem Sport das meiste Interesse besteht.

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