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War Bride siegt zum dritten Mal hintereinander

Die Serie geht weiter

Dortmund 10. März 2013

Der Wechsel von der Gras- auf die Sandbahn – das kann ein absoluter Glücksfall sein. Wie im Falle von War Bride aus dem kleinen Quartier von Besitzertrainerin Yasmin Almenräder aus Mülheim an der Ruhr. So richtig die Erwartungen konnte die Stute auf Turf nie erfüllen, doch auf der Allwetterbahn ist alles anders. Hier scheint die Fünfjährige aktuell fast unbezwingbar, wie sich auch am Sonntag bei der Veranstaltung in Dortmund zeigte.

Denn der dritte Erfolg von War Bride hintereinander und in diesem Jahr war im 1.200 Meter-Ausgleich III eine imponierende Angelegenheit. Bis in die Gerade hinein ließ sich Maxim Pecheur mit ihr von World’s Danger den Weg zeigen, dann stürmte War Bride allen auf großen Vorsprung davon. Da dürfte mit deutlich niedrigerer Marke auch bald auf Gras noch einiges möglich sein.

Beim Sieg über den noch mächtig auf Touren kommenden Marolo und den aus bester Lage nicht weiterkommenden Sharp Bullet gab es mit 78:10 noch viel Geld. Der Favorit Belmondo fand aus der Außenbox nie ins Geschehen.

Dass der Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte das einleitende 2.500 Meter-Handicap gewinnen würde, war keine Überraschung. Allerdings landete nicht die 27:10-Favoritin La Padrona den Treffer, sondern die als 103:10-Außenseiterin gestartete Occiobella (Stephen Hellyn), die Start-Ziel völlig souverän mit elf Längen vor La Padrona und Sagawing blieb.

Und Dr. Andreas Bolte durfte auch nach einem 1.800 Meter-Handicap jubeln, denn die von ihm vorbereitete Shakti, die zu einer Quote von 44:10 auffallend stark gewettet warm erwischte einen wesentlich besseren Rennverlauf als zuletzt. „Da hatte sie in vorentscheidende Phase keine freie Bahn und war unter Wert geschlagen“, erklärte der Coach.

Doch diesmal ließ Jozef Bojko die Stute vorne marschieren und war früh gegen den noch gut anziehenden Input und Feather Cloud ungefährdet. Die Favoritin La Next fand dagegen zu keinen Zeitpunkt in die Partie und war früh geschlagen. Eine große Mannschaft des Dortmunder Boxsports überreichte die Ehrenpreise.

Die Taktik des Gehens war auch im 1.950 Meter-Ausgleich IV der Schlüssel zum Erfolg, als der dauerplatzierte Alkaldo (37:10, Bayarsaikhan Ganbat) sich überzeugend von Belle Zorro und Cool Arrogance freimachte. Gut möglich, dass der noch wenig geprüfte Wallach aus dem Stall des Düsseldorfers Sascha Smrczek noch weitere Reserven besitzt.

Der junge Bayarsaikhan Ganbat zeigte sich blendend aufgelegt, denn er schnappte sich auch den Sprint-Ausgleich IV über 1.200 Meter. Aus der günstigen Box ein beorderte er den 24.10-Favoriten Fushun sofort an die Pole-Position und gab diese auch gegen Ricadonna und Amanjena nie ab. Damit hatte sich die weite Reise für die Iffezheimer Trainerin Sarka Schütz vollauf gelohnt und ihr zweiter Saisontreffer war perfekt.

Das richtige Gespür hatten die Wetter auch im Finallauf der Wintermeisterschaft der Amateure. In Abwesenheit des in der Gesamtwertung uneinholbaren Dennis Schiergen, dessen Pferd Bondola abgemeldet wurde, trumpfte Olga Laznovska mit der auf 23:10 heruntergewetteten Kapalua Bay auf. Die Erfolgsreiterin musste allerdings die gesamte Zielgerade alles geben, um den harten Widersacher Ami Rouge in diesem 2.500 Meter-Handicap knapp abzuhalten.

In der Wettchance des Tages über 1.950 Meter schnappte der von Elfi Schnakenberg vorbereitete Alberto Hawaii (50:10, Jozef Bojko) kurz vor dem Ziel noch den lange mit Vorsprung führenden Brunello. Die heiße 16:10-Favoritin Aosta Spring folgte als Dritte vor der Riesenaußenseiterin Lucky Babe schon weit zurück. Die Viererwette bezahlte lukrative 27.077:10 Euro.

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