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Christian Peterschmitt und seine großen Erfolge

„Wir hatten großes Glück“

Köln 11. März 2013

Christian Peterschmitt (43) war zweimal Champion der Besitzertrainer. Allein 2012 gewannen seine Pferde 17 Rennen. German Racing sprach mit ihm über sein Erfolgsgeheimnis.

German Racing: Wie erklären Sie sich den enormen Erfolg Ihres Stalles?
Christian Peterschmitt: Es gibt kein Erfolgsgeheimnis. Ich kann es nur vorsichtig formulieren uns sagen, wir hatten sehr großes Glück. Es ist wichtig, Pferde zur Verfügung zu haben, die günstig im Gewicht stehen und in Rennen engagiert sind, in denen sie eine reelle Chance haben.
German Racing: Liegt es an besonderen Trainingsbedingungen bei Ihnen?
Christian Peterschmitt: Wir haben in Zweibrücken die Rennbahn zum Vorbereiten der Pferde. Dazu gehört natürlich ein Reitplatz und das Gelände drumherum. Wir reiten die Pferde dressurmäßig. Das ist wichtig, damit sie nach Ende der Rennkarriere als Reitpferde ausgebildet sind. Unsere Pferde sind sehr ruhig. Ich denke, die abwechslungsreiche Arbeit macht ihnen besonderen Spaß.
German Racing: Sie haben mehrfach einstigen Hoffnungsträgern wieder das Schnelllaufen beigebracht. Man denke nur an Beagle Boy. Können Sie das erklären?
Christian Peterschmitt: Beagle Boy musste bei mir nur 50 Prozent der Leistung bringen, die er vorher gezeigt hatte. Sieht man einmal von den Rennen in Baden-Baden und Köln ab, dann startete er nun in gut ausgesuchten Aufgaben. Was andere Hoffnungsträger angelangt, so muss ich zugeben, dass meine Pferde in den letzten gut zwei Jahren deutlich über 30 Rennen gewonnen haben und das Management immer schwerer wird.
German Racing: Apropos Management, was sind Ihre Schwerpunkte auf der Grasbahn?
Christian Peterschmitt: Man sagt mir ja nach, dass ich ein Spezialist für die Winterbahnen sei, aber das entspricht nicht den Tatsachen. In den letzten drei bis vier Jahren war ich immer nur an vier oder fünf Sand-Terminen mit von der Partie. Es hat halt bloß immer gut geklappt. Die meisten Rennen habe ich auf Gras gewonnen. Da kommen eigentlich nur die Bahnen im Südwesten in Frage.
German Racing: Reiten Sie eigentlich auch selbst? Wie stark ist Ihre Familie ins Geschäft eingebunden?
Christian Peterschmitt: Ich reite nach wie vor selbst, sonst würde es gar nicht gehen. Jockey hätte ich aber nie werden können, bei meinem Gewicht von 108 Kilo. Meine Frau ist eine sehr große Unterstützung, unser Sohn ist noch zu klein. Und dann haben wir einige junge Mädels aus dem Dressurbereich, die sich sehr für uns engagieren. An den Wochenenden sind dann allerdings Chef und Chefin meistens auf sich allein gestellt.
Über die Aktion "Fans gestalten mit":
Es sind nicht nur die Personen im Rampenlicht, die den Galopprennsport ausmachen. Sondern auch die Menschen hinter den Kulissen. Deshalb startete GERMAN RACING auf der offiziellen Facebook-Seite die Aktion "Fans gestalten mit". Wir fragten: Welche Personen interessieren Sie am meisten? Wen sollten wir interviewen? Egal ob Stallpersonal, Jockeys, Amateure, Besitzertrainer, Züchter oder Auktionatoren. Weit über 100 Fans haben an der Aktion teilgenommen und uns verraten, für welche Aktiven aus dem Sport das meiste Interesse besteht.

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