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Franz Prinz von Auersperg über seinen „Stolz“ Pastorius

„Ascot ist mein Traum“

Köln 13. März 2013

Franz Prinz von Auersperg ist Besitzer des letztjährigen Derbysiegers Pastorius. Bei German Racing berichtet er über sein Super-Jahr 2012.

German Racing: 2012 war für Sie ein Traumjahr – der Derbysieg mit Pastorius und das Championat der Besitzer. Ist das 2013 noch zu toppen?
Franz Prinz von Auersperg: Wenn man irgendetwas als Besitzer von Rennpferden lernt, dann ist es, demütig zu sein. 2012 war das Jahr der Jahre. Ob man das wiederholen kann, ist schwer vorherzusagen. Wenn Pastorius gesund bleibt und seine Leistung wieder abrufen kann, dann rechne ich mir natürlich viel aus. Die Strategie mit Trainer Mario Hofer ist, ihn in Deutschland zu behalten und sicher auch einige Male hier zu laufen.
German Racing: Können Sie sich noch an die Anfänge von Pastorius erinnern? Wann waren Sie sicher, dass er ein Crack werden kann?
Franz Prinz von Auersperg: Das erste Mal, dass ich so richtig überzeugt war, war nach dem Listenrennen in Köln, als Pastorius einen Kopf hinter Black Arrow einkam, aber beide meilenweit vor dem Rest des Feldes einkamen. Als er dann das Ratibor-Rennen in Krefeld leicht gewonnen hatte, habe ich nur gedacht: Wow! Er gehört wohl zu den Besseren. Aber dass er später im Derby und im Dallmayr-Preis solch eine Explosion hinlegte, hat mich sehr glücklich und stolz gemacht. Er schaut blendend aus.
German Racing: Was waren die Anfänge Ihrer Galopp-Leidenschaft?
Franz Prinz von Auersperg: Die Leidenschaft hat mir mein Vater vererbt, der aber aus dem Dressursport kam und dort ein Top-Ausbilder war. Im Jahr 2003 hat in München, wo ich noch heute hauptsächlich wohne, alles so richtig angefangen. Ich habe eine Stute namens Princess Li gekauft, da meine beste Freundin Prinzessin Wittgenstein auch so hieß. Sie hat ein paar Rennen gewonnen, ist aber dreijährig auf der Rennbahn verrückt geworden und ging nicht in die Startbox. Aber mit Pastorius und Point Blank hat sie in der Zucht großartig eingeschlagen. Und jetzt gehört mir eine zweijährige Sholokhov-Tochter, die gerade mit der Arbeit beginnt. Princess Li ist übrigens wieder tragend von Soldier Hollow.
German Racing: Haben Sie als Züchter ein Erfolgsrezept?
Franz Prinz von Auersperg: Ich setze mich sehr intensiv mit den Linien auseinander und überlege mir, zu welchen Hengsten wir gehen. Bei meinen Freunden, wie Baron von Ullmann oder Christoph Berglar, hole ich mir Ratschläge. Und natürlich auch von Mario Hofer, mit dem ich seit sechs oder sieben Jahren arbeite. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und gehen ehrlich miteinander um. Am Ende setze ich allerdings oft meinen Kopf durch. Wie bei Soldier Hollow, von dem ich ein sehr großer Fan bin. Er hat den Charakter, den ich mir bei Princess Li gewünscht hätte, ist sehr ruhig und zudem kräftig.
German Racing: Welches Rennen wollen Sie unbedingt bald gewinnen?
Franz Prinz von Auersperg: Es ist ein Traum von mir, einmal ein Rennen in Ascot zu gewinnen. Jetzt wo Frankel nicht mehr aktiv ist, können wir vielleicht noch einmal hinfahren, egal ob zu den Champion Stakes oder den King George. Für einen Rennsportbegeisterten wie mich gibt es nichts Schöneres als Ascot.
Über die Aktion "Fans gestalten mit":
Es sind nicht nur die Personen im Rampenlicht, die den Galopprennsport ausmachen. Sondern auch die Menschen hinter den Kulissen. Deshalb startete GERMAN RACING auf der offiziellen Facebook-Seite die Aktion "Fans gestalten mit". Wir fragten: Welche Personen interessieren Sie am meisten? Wen sollten wir interviewen? Egal ob Stallpersonal, Jockeys, Amateure, Besitzertrainer, Züchter oder Auktionatoren. Weit über 100 Fans haben an der Aktion teilgenommen und uns verraten, für welche Aktiven aus dem Sport das meiste Interesse besteht.

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