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Top-Gras-Premieren in Düsseldorf und Mannheim

Mertesacker am Fußballer-Renntag

Düsseldorf 24. März 2013

Der Saisonauftakt in Düsseldorf und Start in die Grasbahnsaison am Sonntag in Düsseldorf war ein voller Erfolg. Denn trotz eisiger Temperaturen hatten 5.642 Zuschauer den Weg auf den Grafenberg gefunden und sorgten für eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber 2012. Vor allem die Autogrammstunde der Fußball-Profis von Fortuna Düsseldorf, die den Renntag großartig unterstützten, fand riesigen Zuspruch. Auch Oberbürgermeister Dirk Elbers weilte vor Ort. Und sportlich gab es zahlreiche Highlights.

Und es hätte wohl kaum besser gepasst bei so vielen Kickern, dass mit Mertesacker ein Pferd gewinnt, dass genauso heißt wie der Profi von Arsenal London, der auch für die Nationalmannschaft spielt. „Allerdings weiß er nichts, dass ein Pferd auch seinen Namen trägt, und dieser Hengst hat einige Klasse“, erklärte Andreas Löwe nach dem imponierenden Erfolg des Vierjährigen Mertesacker (Andre Best, 16:10) in einem Meilenrennen gegen Merlino und Welcome in Life. Mertesackers Besitzer Siggi Herzig bekam die Siegnachricht in den Ski-Urlaub übermittelt.

Nach Holland ging der Sieg im Hauptrennen, dem Preis der Fortuna Düsseldorf (Ausgleich II, 1.700 m), in dem das Team des Klubs die Ehrenpreise überreichte. Shaw aus dem Stall von Christian Maria Wolters (40:10, Andre Best) war hier vom Start bis in Ziel gegen den vom letzten Platz stark endenden Freemason und Postillion klar voraus, während die gut gewetteten Pennyfox und Lord Dubai nur die letzten beiden Plätze belegten. „Es war nicht viel Tempo. Da habe ich selbst die Initiative ergriffen. Früh hatte ich ein Riesengefühl“, berichtete Siegreiter Andre Best.

Besser kann ein Einstand nicht ausfallen: Seit dem 1. Dezember arbeitet Trainer Jens Hirschberger als Nachfolger von Uwe Ostmann in Mülheim. Und der Dreijährige Daring Storm (47:10, Koen Clijmans) sorgte gleich als erster Starter für einen Treffer. Im ersten 10.000 Euro-Maidenrennen für Dreijährige, das von der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. unterstützt wird, schnappte der Big Shuffle-Sohn den 16:10-Favoriten Royal Fox ganz locker. Maurice erreichte deutlicher zurück Rang drei.

„Das ist ein nettes Pferd, das noch nicht so viel gearbeitet hatte. Umso zufriedener sind wir mit seiner Vorstellung. Nennungen hat er in Auktionsrennen, aber wir werden mal sehen, was wir nun machen“, erklärte der Coach. Royal Fox lief trotz der Niederlage ansprechend. „Der andere war heute einfach besser“, signalisierte Trainer Peter Schiergen.

Auch Röttgen-Coach Markus Klug startete die neue Saison mit einem Sieg beim ersten Versuch: Denn die Stute Santillana (Daniele Porcu, 78:10) wehrte in einer 2.200 Meter-Prüfung sicher die späte Attacke des stark anziehenden Debütanten Kitco und den Favoriten Tinley Lodge ab. „Wir wussten, dass sie den schweren Boden mag. Daher sind wir hier gelaufen“, versicherte Klug.

Extra aus Tirol angereist war Besitzer Kurt Fekonja, denn sein Hengst Orsino wurde zum „NRZ Galopper des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Zuvor hatte sich der Mitfavorit Guardian Angel (41:10) gerade noch gegen die lange führende Labbezanga im gleichnamigen Ausgleich III über 2.100 Meter durchgesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Vater- und Sohn-Gespann: Trainer Bruce Hellier und Terry Hellier als Jockey.

Ein ganz besonderes Ergebnis brachte die Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.700 m), denn Lokalmatador Sascha Smrczek hatte die drei erstplatzierten Pferde aufgeboten: Die Start-Ziel-Siegerin Pussycat Doll (29:10, Filip Minarik), sowie seine beiden Neuzugänge Jukebox Hero und Boquetot Liberty. „Pussycat Doll war für mich der sicherste Sieger heute. Sie stand auf Gras bei einer günstigen Marke. Die anderen beiden werden auch noch auf sich aufmerksam machen. Ich hatte schon einmal die drei Ersten in einem Rennen in Hamburg“, kommentierte der Erfolgscoach. Die Viererwette komplettierte Senara, es gab 5.088:10 Euro.

Im abschließenden 2.200 Meter-Handicap landete Aunt Ger (Esther Ruth Weißmeier) zur Quote von 455:10 eine der größten Sensationen der vergangenen Monate.

In Mannheim gab es im ersten Rennen der Saison durch Thirsty Bear (Maxim Pecheur, 21:10) gleich einen Favoritentreffer. Auch hier konnte Trainer Markus Klug gleich jubeln, denn die von ihm vorbereitete Stute Shenay (Rene Piechulek, 27:10) wehrte in einer 1.900 Meter-Prüfung gerade noch die aufkommende Winning Baby ab.

Auch mit acht Jahren nicht das Geringste verlernt hat Uwe Schwinns Twin Star (59:10), der mit Andrea Glomba den 1.900 Meter-Ausgleich III mit großer Endgeschwindigkeit souverän gegen den Favoriten Kronerbe und Noblement gewann. Mit Never Tell (Berit Weber) und Pumpgun (Hana Mouchova) landete der Mannheimer Trainer Horst Rudolph zwei Siege.

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