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Saisonstart auch in Saarbrücken

Zwei Listenrennen zum Aufgalopp in Köln

Köln 30. März 2013

Aufgalopp 2013 in Köln: Wie schon im vergangenen Jahr erneut am Ostermontag, einem echten Traditionstermin, der seit Jahrzehnten zu den am meisten besuchten Renntagen der gesamten Saison gehört. Das wird am 1. April gewiss wohl wieder so sein, zumal die Saisonpremiere im Weidenpescher Park bereits seit Längerem in Stadt und Umgebung ein großes Thema ist, steht sie doch erstmals ganz im Zeichen des 1. FC Köln.

Alle, die sich ein kleinwenig auskennen mit den vorherrschenden fußballerischen Präferenzen in der Domstadt, wissen, dass das Fan-Herz hier zu 99 Prozent für die Geißböcke schlägt. Sowohl die südstädtische Fortuna, die sogar schon einmal Erstligist war, als auch die vor langen Zeiten einmal äußerst populäre rechtsrheinische Viktoria sind im Vergleich zum FC nahezu Fußballzwerge.

Dass der rot-weiße Gigant am Ostermontag große Teile seiner Anhängerschaft heraus nach Weidenpesch locken könnte, liegt auf der Hand. Und ein Erfolg am Ostersonntag über Jahn Regensburg würde nicht nur die aktuellen Kölner Aufstiegschancen wahren, sondern obendrein tags darauf der Stimmung auf der Rennbahn sicherlich sehr zugutekommen.

Gute Laune beim komplett vertretenen Präsidium und der ebenfalls anwesenden Mannschaftsabordnung wäre dann auf jeden Fall garantiert. Und dass man nicht ohne das Maskottchen, den deutschlandweit bekannten Geißbock Hennes VIII. kommt, versteht sich fast von selbst.

Alle Mann vom FC werden beim Prominentenrennen (18.00 Uhr – mit Bahnwette) zum Abschluss des Tages bestimmt nur auf ein und denselben Reiter schauen. Der Mann des kollektiven Interesses ist dann Alexander Wehrle, der neue Geschäftsführer, der erst unlängst vom VfB Stuttgart an den Rhein gekommen ist.

Wehrle gehört nämlich zu den zahlreichen bekannten Namen, die sich auf den Rücken eines Island-Pferdes trauen und bei der wilden, vor allem aber fröhlichen Jagd über 250 Meter mitmachen werden.

Das attraktive Model Amelie Klever ist, was Rennen dieser Art und insbesondere das Gewinnen angeht, bereits erprobt und hat letztes Jahr der gesamten Konkurrenz und nicht zuletzt allen Männern schon die Schau gestohlen.

Bei ihrer nunmehrigen Titelverteidigung rekrutieren sich die Gegner sogar ausschließlich und allesamt aus weiteren Herren der Schöpfung, die da heißen: Detlev Redinger, Anton Fuchs, Arnd Zeigler, Henning Krautmacher, Marcel Britze und Eckhard Sauren.

Doch bevor der etwas ungleiche Kampf aufgenommen wird, gibt es am FC Renntag auch noch eine ganze Reihe weitere Attraktionen.

Wie etwa die Bekanntgabe des Ergebnisses der jüngsten Wahl zum „Galopper des Jahres“. (15.45 Uhr). Wer gewonnen hat, erfahren die Kölner Rennbahnbesucher höchst privilegiert zuerst. Danach erst geht die Meldung heraus an die Medien.

Wer mitgewählt hat, konnte entweder abstimmen für die Klassestute Danedream, den „Galopper des Jahres 2011“ und damit zugleich die Titelträgerin. Oder alternativ für den Top-Hengst Novellist oder für Pastorius, den vorjährigen Derby-Sieger, votieren.

Bereits beachtliches Niveau besitzt das sportliche Programm des zweiten Ostertages mit insgesamt acht Rennen. Da die für Ostersonntag geplante Hoppegartener Saisonpremiere witterungsbedingt vorzeitig abgesagt werden musste, kann der Kölner Renn-Verein gleich mit einer bemerkenswerten Karte aufwarten, auf der immerhin zwei veritable Listenrennen zu finden sind.

Das Hauptereignis auf der Parkbahn vor den Toren Berlins wurde nämlich kurzerhand an den Rhein transferiert, wo es nunmehr als Wetten XXL Oster-Stutenpreis (4. Rennen um 15.35 Uhr – 20.000 Euro / 1.600 Meter) ausgetragen wird. Das erste Highlight des Tages sieht bereits ein internationales Feld mit Starterinnen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Ungarn am Ablauf.

Nach Klasse hat zwar die erstmals Scheuklappen tragende Rock my Heart (Alexander Pietsch) unübersehbare Vorteile. Doch andererseits stand Palomita (Andre Best) noch Ende vergangenen Jahres dicht vor einem ersten Listensieg, wie er Scoville (Daniele Procu) noch Anfang November in Hannover gelang.

Hieraus resultiert im Übrigen ihr Höchstgewicht. Die Vierjährige muss gemäß der Ausschreibung dem gesamten Feld immerhin anderthalb Kilo Gewichtsvorgabe leisten.

Eine interessante Kandidatin wäre insbesondere auch die Neu-Münchenerin Absolutly Me (Koen Clijmans), die 2012 noch zu den Schützlingen des hierzulande hochangesehenen französischen Trainers Henri-Alex Pantall gehörte und jetzt von Michael Figge betreut wird.

Dank Shomoukh (Gaetan Masure) sind aber dennoch französische Interessen vertreten. Jung-Trainer Francis-Henri Graffard schickt die Stute nach Köln, und er ist überzeugt, dass Shomoukh mehr als nur Überraschungspotenzial besitzt, womit sie für die erste VIERERWETTE des Tages mit einer GARANTIEAUSZAHLUNG von 10.000 EURO eigentlich nicht ausgelassen werden darf.

Allgemein wird sie jedenfalls deutlich höher eingeschätzt als etwa Frenchie Lebec (S. Mazur) oder Seperate Opinion (Karoly Kerekes), die aus Polen beziehungsweise Ungarn anreisen.

Regelmäßige Gäste beim Kölner Saisonaufgalopp sind vor allem immer auch die Skandinavier. Beim Sauren Dachfonds Grand-Prix-Aufgalopp (7. Rennen um 17.15 Uhr - 20.000 Euro / 2.100 Meter) hält der norwegische Trainer Wido Neuroth einmal mehr diese Tradition aufrecht. Diesmal mit einer Doppelspitze, bestehend aus Sir Lando (R. Schistl) und Bomar (Lennart Hammer-Hansen).

Erstgenannter ist in Deutschland ein alter Bekannter und eines der absoluten Paradepferde in Neuroths Stall. Der Lando-Sohn war zwar seit dem Sommer nicht mehr draußen, doch bei seinen zahlreichen internationalen Auftritten im Laufe der letzten Jahre hat er öfter weitaus stärkere Gegner getroffen als jetzt bei seinem kleinen Comeback.

Gleichwohl sind zumindest auch die beiden Schiergen-Schützlinge Salon Soldier (Dennis Schiergen) und Silvaner (Filip Minarik) keinesfalls von Pappe. Zumal beide gerade erst von Starts in Dubai in den Weidenpescher Stall Asterblüte zurückgekommen sind und auf ihrer Heimatbahn ein dickes Konditionsplus ausspielen könnten.

Als Drittplatziertem des vorjährigen Union-Rennens gebührt ferner Nexus (Alex Pietsch) erhöhte Aufmerksamkeit. Ihn bei der hier anstehenden SUPERDREIWETTE mit einer GARANTIERTEN AUSZAHLUNG von 10.000 EURO auszulassen, könnte sich am Ende als Fehler erweisen.

Eine dritte GARANTIERTE AUSZAHLUNG von 10.000 EURO ist überdies für die VIERERWETTE in der WETTCHANCE DES TAGES beim Preis des 1. FC Köln (6. Rennen um 16.45 Uhr) ausgelobt.

Mit 14 Startern handelt es sich um eine weitgehend offene Angelegenheit. Andererseits würde es jedoch kaum überraschen, wenn Cool Arrogance (Filip Minarik) vergleichsweise kurz stünde und als Bahnfavorit aufgaloppierte.

Wenn in Köln – so darf man zweifellos sagen – der erste Großkampftag der neuen Saison ansteht, öffnet parallel dazu die Rennbahn in Saarbrücken ebenso erstmals wieder ihre Pforten in diesem Jahr. Mit einem nahezu klassischen Programm, wie man es hier seit ewigen Zeiten kennt und damit auch stets gut gefahren ist.

Der Ostermontag ist im Saarbrücker Vorort Güdingen ein ähnliches Traditionsdatum wie in Köln, und für die sechs Galopprennen kommen die Starter einmal mehr keineswegs ausschließlich aus der engeren Südwest-Region, sondern teils auch von weither. Wie beispielsweise aus diversen Trainingszentren des Westens oder auch aus Iffezheim.

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