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Wieder De Vries/Hirschberger mit Global Thrill

Die Super-Serie hält

Düsseldorf 14. April 2013

Einen besseren Einstand als Trainer in Mülheim hätte sich Jens Hirschberger nicht vorstellen können. Denn gleich mit seinem ersten Starter in einem Grupperennen, der wettenleip Frühjahrsmeile (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und vor 5.000 Zuschauern in Düsseldorf, landete er gleich einen Volltreffer. Mit Gestüt Auenquelles Global Thrill (57:10, Adrie de Vries, der nach exzellenten Vorstellungen 2012 in Auktionsrennen nun weitere und beträchtliche Steigerung zeigte. Jockey und Trainer trumpften in dieser Prüfung zum dritten Mal hintereinander auf.

Als Global Thrill Mitte der Zielgeraden die vorderen Pferde erreicht hatte, war die Entscheidung noch nicht gefallen. Denn auf dem letzten Wegstück flog Neatico regelrecht heran, erreichte den Big Shuffle-Sohn allerdings nicht mehr. „Der Start hier war etwas aus der Not geboren. Auktionsrennen gibt es für vierjährige Pferde nicht, im Handicap war seine Marke nicht niedrig, da gab es nur die Möglichkeit, in Frankreich oder in einem Grupperennen zu starten. Ich war mir schon sicher, dass er in dieser Klasse eine Chance haben würde. Aber dass es mit einem Erfolg klappt, war nicht zu erwarten. Nun steuern wir die Badener Meile an“, versicherte Jens Hirschberger über Global Thrill.
Neatico lief sehr stark. „Wenn er früher freie Bahn gehabt hätte, wäre es noch enger geworden“, meinte Mitbesitzer Manfred Ostermann. Point Blank erkämpfte aus dem Vordertreffen Rang drei gegen den lange führenden Empire Storm. Früh auf dem Rückzug war als Siebter der 24:10-Favorit Amarillo. „Er musste einen Stopp am Berg hinnehmen“, verriet Trainer Peter Schiergen.

Erst seit wenigen Jahren arbeitet Ferdinand Leve als Besitzertrainer in Warendorf. Doch der Ehemann von Gestüt Ittlingen-Mitbesitzerin Janet Leve-Ostermann feierte in dieser Saison – gemeinsam mit seinem neuen Stalljockey Ferdinand Leve - schon so manchen Sieg und nun seinen bislang bedeutendsten Treffer. Im wettenleip Stutenpreis (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.600 m) sorgte nämlich die Ittlingerin Calyxa (180:10) für eine Sensation. Denn nach ihrem zweiten Platz auf der Sandbahn in Neuss hatte man kaum in solch einer anspruchsvollen Aufgabe mit ihr rechnen können.

Doch mit großem Endspurt rauschte die Außenseiterin ganz an der Außenseite an der immer mitmischenden Molly Mara (Mitbesitzer Peter-Michael Endres: „Das ist eine feine Stute. Allerdings hatten wir eher mit Viletta gerechnet) und der ebenfalls noch Boden gutmachenden Isioma vorbei. Die Dreierwette der Außenseiter brachte stattliche 46.168:10 Euro.

Überrascht wirkte auch Siegtrainer Ferdinand Leve: „Calyxa ist kein Arbeitspferd und wirkt recht unscheinbar. Unser Ziel war eine Platzierung. Natürlich steuern wir nun hier die 1.000 Guineas an.“ Die Favoritin Next Green wurde nur Fünfte, auch die ebenfalls stark gespielte Viletta war als Neunte nie in der Partie.

Mit einer größeren Überraschung endete die 10.000 Euro-Prüfung für den derby-Jahrgang. Denn mit einem Heimsieg des von Ralf Rohne vorbereiteten Truly Perfect (Andrea Atzeni, 92:10) hatten nach dem fünften Rang zum Saisoneinstand nur wenige Wetter gerechnet. Doch Start-Ziel legte der Desert Prince-Sohn immer wieder zu und wehrte die permanenten Attacken der stark debütierenden Best Dreaming sicher ab. „1.400 Meter waren heute viel besser als zuletzt . Wir wären heute mit einer Platzierung schon zufrieden gewesen. Truly Perfect hat eine Nennung in einem Auktionsrennen, aber mal schauen, was wir nun machen“, erklärte Ralf Rohne. Deutlicher zurück eroberte Trigger Twist Rang drei, während die favorisierten Pferde Angreifer (kam schon als Letzter vom Start) und Fiorella früh genug hatten. „Sie hatte außen wenig Anlehnung, aber eine echte Erklärung haben wir nicht“, sagte Trainer Ferdinand Leve.

Eine absolute Superform legt in diesen Monaten Pussycat Doll (32:10, Filip Minarik) hin, die immerhin schon sechsjährige Stute scheint so gut wie nie zuvor und gewann in einem 1.700 Meter-Handicap ihr fünftes Rennen unter der Regie von Düsseldorfer-Trainer Sascha Smrczek. Start-Ziel wehrte sie alle Attacken von Foolproof gerade noch ab.

Und die Düsseldorfer Pferde präsentierten sich auch weiterhin in Top-Form, denn in der Wettchance des Tages (1.500 m) waren die lokalen Vollblüter sogar Eins-Zwei, wobei Sharano (Bayarsaikhan Ganbat, 65:10) gerade noch Premier Choice abfing. Raolina und La Strada komplettierten die Volks-Viererwette (3.389:10 Euro). Im Dreierwetten-Jackpot-Rennen (4.904 Euro), einem Ausgleich III über 1.600 Meter, entriss der Holländer Little Star (67:10, Lennart Hammer-Hansen) dem Außenseiter Remino ganz knapp den Sieg. Manguinho komplettierte die Dreierwette, die 6.679:10 bezahlte.

Bestens angenommen vom Publikum wurde das erste Hindernisrennen seit 2005. Denn das Jagdrennen war eine Werbung für dieses Metier. Schon im Schlussbogen setzte sich die von Pavel Vovcenko trainierte Indian Sun (39:10) von River Storm Dancer und Sekundant ab. „Ich wollte eigentlich noch länger warten, aber sie ging so gut und war nicht mehr zu halten. Da dürfte noch einiges im Tank sein", kommentierte ihr Jockek Cevin Chan.

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