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Dreijährigen-Prüfung erinnert an Trainer-Ikone Heinz Jentzsch

Saisonpremiere in Dresden

Dresden 4. Mai 2013

Dass heute Saisonpremiere in Dresden ist, sagt schon der erste Renntitel, der da lautet: Aufgalopp 2013 der Dresdener Morgenpost (14.30 Uhr). Die Bahn im Ortsteil Seidnitz ist nach Hoppegarten, Magdeburg und Leipzig nun bereits der vierte Rennplatz in den Neuen Bundesländern, der seine Pforten nach der Winterpause wieder öffnet.



Das Programm ist zwar klein, aber alles andere als uninteressant. Dies garantieren allein schon eine Wettchance des Tages und zwei Prüfungen für den Derby-Jahrgang. Der Opel Cascada Cup (15.05 Uhr) mit einer Garantieauszahlung von 10.000 Euro in der Viererwette steht bereits als zweite Prüfung auf der Karte.


Ein Schlüsselpferd ist in der Wettchance sicher die von Filip Minarik gerittene Oggetta aus dem Formquartier von Trainer Christian Sprengel im hannoverschen Langenhagen. Nicht allein, dass die Stute in diesem Jahr den bereits guten Formfaden aus der letzten Saison sofort wieder aufnahm, spricht sehr für sie. Auch rein rechnerisch sieht es für Oggetta ganz gutaus.


Gegner, die ihr den Weg zum Sieg versperren könnten, sollten vor allem in Mystical Wind, in William Turner (A. Pietsch) und in Fait vos jeux (C. Tessarin) zu sehen sein. Mehr als eine interessante Außenseiterin dürfte außerdem noch Nadinka (T. Schurig) sein.


Kurz darauf treten bereits die Dreijährigen zweimal auf den Plan. Zuerst im Heinz Jentzsch-Gedächtnisrennen (15.35 Uhr), in dem Trainer Roland Dzubasz an (1) Nordvulkan (A. Pietsch) sogar einen seiner Schützlinge aufbietet, die eventuell noch für das Sparda 144. Deutsche Derby in Frage kommen. Um für dieses große Ziel weiterhin in der Diskussion zu blieben, muss der Hengst allerdings schon eine deutlich bessere Vorstellung bieten als kürzlich beim Jahreseinstand in Hoppegarten. Der Debütant Iluminati (L. Hammer-Hansen) hat ebenfalls noch Hamburg-Horn am 7. Juli im Visier. Angesichts des Riesenlaufs, den derzeit fast alle Schützlinge von Trainer Ferdinand Leve haben, würde es kaum überraschen, wenn sich der dreijährige Novize gleich in die Erfolgsserie einreihte.


Im Preis der Dresdener Morgenpost (16.05 Uhr) besetzt der Jahrgang 2010 unmittelbar danach noch ein weiteres Mal die grüne Bühne. Den ersten Versuch des weiblichen Lokalmatadors Al La Carte (D. Porcu) aus dem Quartier wird Trainer Stefan Richter wird vor allem das Dresdener Stammpublikum besonders aufmerksam verfolgen. Nach einer schon recht versprechenden Platzierung unlängst in Magdeburg scheint jedoch vor allem der von Claudia Barsig zu sattelnde Mister Call (R. Piechulek) höchst erfolgsverdächtig. Allerdings sind die debütierenden El Zagal (F. Minarik) und Caulfield (M. Pecheur) ebenso wenig völlig aus der Welt.


Dass Dresden heute mit einem Memorialrennen an Heinz Jentzsch erinnert, hat natürlich seinen besonderen Grund. In Seidnitz hatte der spätere Abonnement-Champion in den vierziger Jahren ja schließlich seine Trainerkarriere begonnen, und zwar in kleinsten Anfängen. Vor dem Hintergrund des eigentlich eher bescheidenen Rahmens allerdings schon überaus erfolgreich. Gleichwohl ging der Stern der im letzten Jahr verstorbenen Trainer-Ikone erst so richtig in den sechziger Jahren auf. Am Ende seiner Karriere bilanzierten die Statistiker: 4.029 Erfolge, 31 Trainerchampionate und nicht weniger als acht Derby-Siege. Heinz Jentzsch war ein Meister seines Fachs und eine der ganz großen Persönlichkeiten in der Geschichte des deutschen Galopprennsports.

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