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Erster Treffer für Annika Rosenbaum mit Chairlady

Julissima spurtet allen davon

Düsseldorf 15. Mai 2013

Zwei Starts, zwei Siege – das ist nunmehr die beeindruckende Bilanz der Brümmerhoferin Julissima (24:10, Andrasch Starke). Denn am PMU-Mittwoch in Düsseldorf beeindruckte die Beat Hollow-Tochter mit großartigem Speed in einer 1.700 Meter-Prüfung.

Als der stets führende Debütant Iluminati, der als 19:10-Favorit noch mehr Anhang gefunden hatte, Rosanna im Einlauf bald abgeschüttet hatte, schien zunächst der Leve-Schützling die besten Karten zu besitzen. Doch das war eine Rechnung ohne Julissima. Mit Riesenschritten flog die von Peter Schiergen vorbereitete Lady, die zuvor mit acht Längen Vorsprung in Hannover erfolgreich gewesen war, noch zum neuerlichen Triumph.

„Das war schon eine anständige Leistung. Wir werden mal sehen, wie sie das Rennen wegsteckt. Ich habe sie einmal in einem Gruppe III-Rennen in Hamburg genannt, aber ob wir dort laufen, ist noch nicht sicher“, berichtete Julissimas Betreuer Peter Schiergen. Ferdinand Leve, der Coach von Iluminati erklärte: „Leider konnte er sich nicht hinter einem anderen Pferd verstecken, das wäre ihm viel mehr entgegengekommen, als von der Spitze aus zu gehen.“

Völlig ungefährdet fiel der Sieg des Lokalmatadoren Premier Choice (Bayarsaikhan Ganbat, 28:10) in einem 1.400 Meter-Rennen aus, der Start-Ziel den Favoriten Roger Ramjet bequem in Schach hielt. Das war gleichzeitig der erste Treffer für den erst vor kurzem gegründeten Stall Burg Nanstein. „Die kürzere Distanz war günstig. Auch die Gewichtserlaubnis hat ihm weitergeholfen“, signalisierte Trainer Sascha Smrczek.

Eine absolute Bahnspezialistin ist die von Matthias Schwinn vorbereitete Skyline (T. Hofer, 113:10), und diesen Ruf untermauerte die Siebenjährige als Überraschungssiegerin gegen Sharano und Ocean Tiger im 1.700 Meter-Ausgleich III. Die Dreierwette bezahlte mit 13.481:10 Euro sehr viel.

Erst Mitte April hatte Annika Rosenbaum die Nachfolge von Besitzertrainer Hans-Heinrich Jörgensen in Großenkneten angetreten, und nun markierte Chairlady (162:10) ihren ersten Erfolg im neuen Metier. Die vor einem Jahr bei einem Unfall in Magdeburg so schwer gestürzte Ex-Reiterin freute sich einen Tag vor ihrem 33. Geburtstag entsprechend: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so leicht gehen würde, aber diese Stute macht ja fast alles von alleine“, kommentierte die sympathische Trainerin. Vorausgegangen war ein Husarenritt der jungen Melina Ehl, die Start-Ziel früh Riesenvorsprung hatte und bei ihrem ersten Sieg in einem Vollblutrennen mit der Stute nie in Gefahr geriet. Ricadonna, Pearl Storm und Almaviva komplettierten die Viererwette, die 70.791:10 Euro brachte.

Erst vor wenigen Tagen war Leoderprofi noch in Baden-Baden Dritter geworden, doch ungeachtet der kurzen Pause trumpfte der Wallach nach einem tollen Ritt von Jana Oppermann zur Quote von 68:10 in einem 1.400 Meter-Ausgleich III riesig auf und kam mit großem Speed zum ersten Saisontreffer gegen den ebenfalls gut anpackenden Middleton Flyer und den Favoriten Fly First. „Jana hatte ihn schon einmal super gesteuert. In Baden war er dann zu früh zur Stelle“, berichtete Trainer Gerald Geisler.

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