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Military Attack in Singapur souveräner Sieger

Pastorius völlig unter Wert geschlagen

Köln 19. Mai 2013

Eines steht völlig außer Frage: Das war nicht der wahre Pastorius, den das Publikum auf der Rennbahn in Kranji zu sehen bekam. Obwohl bei der Präsentation eine der imponierendsten Erscheinungen im Feld, war der als heißer Favorit in den Singapore Arlines International Cup gegangene Gast aus Deutschland bereits endgültig geschlagen, ehe die eigentliche Endphase begonnen hatte. Imponierender Sieger im mit 3 Millionen SGD dotierten Monstre-Rennen wurde der fünfjährige Wallach Military Attack aus Hong Kong.

Bis es ernsthafter zur Sache ging, hatte Pastorius stets recht prominent im Vordertreffen gelegen. Allerdings musste Olivier Peslier im ersten Bogen einen etwas weiteren Weg nehmen, um dorthin zukommen, da Pastorius von einer der äußersten Startnummern auf die 2.000-Meter-Distanz gegangen war. Doch das dürfte letztlich keine Rolle gespielt haben, weshalb der jüngste Prix-Ganay-Gewinner und vorjährige Hamburger Derby-Sieger so früh abgemeldet war. Das war alles viel zu krass und ging auch viel zu schnell, als dass diese Vorstellung in irgendeiner Form stimmen könnte.

Bereits vor Erreichen der Geraden befand sich der Schützling von Trainer Mario Hofer auf dem Rückzug, und am Ende wurde Stall Antanandos Vierjähriger von Olivier Peslier auch nicht mehr groß bemüht und zeitig aufgenommen. Ob es eine Erklärung für diese herbe Niederlage gibt, wird wahrscheinlich erst endgültig feststehen, wenn der Vierjährige wieder zu Hause in seinem Stall in Krefeld sein wird.
Military Attack als souveräner Gewinner war sicherlich keine Sensation, hatte der vom Australier Zac Purton gerittene Wallach doch als zweiter Favorit hinter Pastorius das Rennen aufgenommen. Den irischen Oratorio-Sohn im Besitz von Steven Kit Sing Lo, der in seiner alten Heimat einst den Name Rave trug, hatte Trainer John Moore gerade in den letzten Monaten gewaltig zu steigern verstanden. Der Fünfjährige war nämlich mit immerhin drei frischen Gruppe-Erfolgen im Gepäck in Singapore angereist.

Für dicke Überraschungen sorgten allerdings die Platzierten, wovon der offensichtlich gewaltig unterschätzte Dan Excel als Zweiter sogar noch ein Trainingsgefährte des Siegers ist, sodass der Singapore Airlines International Cup 2013 als absoluter Triumph für Trainer John Moore in die Annalen eingehen wird.

In keiner Weise gerechnet hatte man allgemein auch mit dem hierzulande nach wie vor bestens in Erinnerung gebliebenen Schlenderhaner Mawingo, der als Dritter vor dem südafrikanischen Hengst Lizarre durchs Ziel ging.

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