Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Pantall-Sensation durch Peace At Last

Zauberstück aus Frankreich

Köln 20. Mai 2013

Der Trainer ist ein Phänomen: Wenn Henri-Alex Pantall, Trainer aus dem französischen Beauprau, ein Pferd nach Deutschland schickt, dann ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Doch dem von ihm vorbereiteten Oasis Dream-Sohn Peace At Last (302:10-Außenseiter) hatte man im Elite-Feld des Mehl-Mülhens-Rennens (Gruppe II, 153.000 Euro, 1.600 m) am Pfingstmontag in Köln nicht viel zugetraut. Denn der aus kleinen Aufgaben kommende Hengst galt als allerlängster Außenseiter. Doch unter Fabrice Veron wies Peace At Last alle Konkurrenten in die Schranken.

„Der Regen und das sehr schnelle Tempo kamen uns sehr entgegen. Peace At Last hat einen enormen Speed gezeigt. Damit hatten wir nicht gerechnet“, war auch der Jockey überrascht, der ebenso wie Besitzer Guy Heald aus England sein erstes klassisches Rennen gewann. „Von der Mutterseite kommt die Vorliebe für weiches Geläuf. Wir sind völlig überwältigt. Ich habe auch Pferde bei mehreren Trainern in England, zu viele Pferde. Wo wir weitermachen, entscheidet der Trainer, der heute auf einer kleinen Rennbahn in Frankreich war“, erklärte der Eigner.

Moralischer Sieger war der Auenqueller Global Bang, der nach extremem Startverlust heranstürmte und alle Konkurrenten zu überlaufen schien. „Ohne dieses Malheur hätte er auch gewinnen können, aber das war eine exzellente Leistung“, versicherte sein Betreuer Mario Hofer. Lange sprach vieles für Stall Godolphins Tawhid, der nach Meinung seiner Mannschaft auf der Geraden aber „zu früh vorne war.“ String Theory blieb als Vierter vor den anderen Gästen, darunter auch der lange führende Ayaar. Roxal Fox baute aus guter Lage bald ab. Auch von dem Favoriten Law Enforcement (Vorletzter) war nicht viel zu sehen. 19.476:10 Euro bezahlte die Dreierwette.

Bis zum heutigen Tag musste man auf den ersten Starter des Gestüts Schlenderhan warten, doch gleich die Premiere mit dem Dreijährigen Iwanhowe (17:10, Adrie de Vries) war ein Volltreffer. In einer 2.200 Meter-Prüfung hatte der heiße Favorit zwar lange keine freie Passage, aber auf den letzten hundert Metern zog er dann völlig überlegen an Khalid und Napoleon davon.

„Mir fällt schon ein Stein vom Herzen, dass wir gleich gewonnen haben. Iwanhowe dürfte in diesem Rennen viel gelernt haben. Er könnte nun über die Union in Richtung Derby gehen. Der Hengst gehört zu meinen fünf besten Dreijährigen“, verriet Trainer Wilhelm Giedt über den Soldier Hollow-Sohn.

Auch der zweite Dreijährige des Renommier-Gestüts Schlenderhan und des Teams Giedt/De Vries lieferte in einer 1.850 Meter-Prüfung eine tolle Vorstellung: Der Shirocco-Sohn Zoff (56:10, dritter Treffer für Adrie de Vries an diesem Tag) wehrte Start-Ziel souverän alle Angriffe des Favoriten Spirit in the Sky und von Alissio ab. „Mit einem Sieg hatten wir nicht unbedingt gerechnet. Nun werden wir eine Stute höher angreifen. Er hat viele Optionen“, versicherte Siegtrainer Wilhelm Giedt. Wegen des Umbaus der Trainingsbahn hatte sich der Schlenderhan-Start 2013 ziemlich verzögert. „In ein Sommerloch können wir zumindest nicht fallen“, scherzte Georg Baron von Ullmann.

Eine starke Vorstellung lieferte der Röttgener Andreas (30:10, D. Porcu) in einem 2.400 Meter-Ausgleich III, als er von der Spitze aus den schon vorbeigezogenen Wilson wieder auskonterte. Beide Erstplatzierten kommen aus dem Stall von Markus Klug. „Andreas war immer ein Pferd mit einigen Hoffnungen. Er hat das beim ersten Jahresstart hervorragend gemacht. Seine Halbschwester Andrea war Gruppe I-platziert, daher der Name“, berichtete Gestütsleiter Frank Dorff. Das Team Porcu/Klug/Röttgen legte mit Diska (33:10) in einer Meilenprüfung gleich noch einen Punkt nach.

Ein hochinteressant besetztes Altersgewichtsrennen wurde eine Beute des St. Moritz-Grand Prix-Gewinners Russian Tango (15:10, Andrasch Starke), der nach hartem Kampf gegen Nafar und Next Vision zum Zuge kam. „Es war eine günstige Aufgabe und ein Aufgalopp für bessere Aufgaben“, versicherte Michael Gockel in Vertretung von Trainer Andreas Wöhler.

In der Wettchance des Tages gab es durch Taka Angel (93:10, A. van den Troost) einen belgischen Triumph. Die Stute machte sich von Canon Row, Furisto und Braendon frei. Die Viererwette wurde nicht getroffen.

Weitere News

  • Erster Renntag in Wambel im neuen Jahr

    Dortmund 18.01.2017

    Am kommenden Samstag beginnt auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel mit einigen Neuerungen die Galoppsaison 2017. Acht Rennen stehen auf dem Programm, erster Start ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Das gastronomische Angebot ist weiter verbessert und der Dortmunder Rennverein bietet auch eine Viererwette mit einer garantierten Gewinnauszahlung von 10.000 Euro.

  • Vier Pferde wurden gestrichen

    82 Pferde noch im Derby-Aufgebot

    Köln 16.01.2017

    Wer gewinnt das Rennen des Jahres? Am 2. Juli 2017, dem ersten Meetingssonntag bei der Derby-Woche in Hamburg, wird mit dem IDEE 148. Deutschen Derby das große Highlight 2017 ausgetragen.

  • Eva Maria Herresthal führt nach ihrem Sieg im „Preis der Perlenkette 2017“

    Ohne Tadel sichert erste Punkte

    Neuss 14.01.2017

    Noch ist nichts entschieden, aber das erste Punktepolster für die diesjährige Entscheidung im „Preis der Perlenkette“ hat sich Amateurrennreiterin Eva Maria Herresthal heute in Neuss schon einmal gesichert. Mit 10 Punkten übernimmt sie zunächst einmal die Führung im Klassement. Was sie weiter daraus machen kann, wird man bei den nächsten beiden Läufen sehen. Garant für diese ersten Zähler war der Wallach Ohne Tadel, dessen Besitzer und Trainer Dirk Lüker in Personalunion ist. Den 1. Lauf zur Albers & Sieberts Buchmacher GmbH – Perlenkette 2017 gewann Ohne Tadel gegen Mountain View und Magic Quercus.

  • „Preis der Perlenkette“ – seit 1961 bestehende Traditionskette im deutschen Turf

    Via Neuss nach St. Moritz

    Neuss 12.01.2017

    Das mondäne St. Moritz in der Schweiz ist im Winter nicht nur Anziehungspunkt für die Schönen und die Reichen oder für besonders gut betuchte Wintersportfreunde. Vielmehr reisen seit Jahrzehnten auch immer wieder schnelle Vollblüter aus Frankreich oder Großbritannien und nicht zuletzt aus der Bundesrepublik stets aufs Neue in Richtung Engadin. Und zwar vor allem hin zum Großen Preis von St. Moritz, jenem weltweit bekannten Galoppspektakel auf dem Moritz-See. Gerade die aus Deutschland waren in jüngerer Vergangenheit dabei sehr erfolgreich. Wobei sich nicht wenige hiervon ihren letzten Schliff dafür während der Winterrennen in Dortmund oder Neuss geholt hatten. Am Samstag – erster Start um 16.30 Uhr - wird die Neusser Sandbahn ein weiteres Mal zur Probebühne für den „White Turf“ in der Schweiz, diesmal genutzt von Eugen-Andreas Wahlers Wallach Interior Minister.

  • Beim Saisonaufgalopp 2017 empfiehlt sich der Leger-Zweite für St. Moritz

    Bei Tellina alles im Plan

    Neuss 07.01.2017

    Man war gespannt, wie sich der Wallach Tellina aus der Affäre ziehen würde, auf dieser für ihn so ungewöhnlich kurzen Distanz im Preis der Neusser Trainingszentrale, als der vorjährige Leger-Zweite nur 1.500 Meter zu bewältigen hatte. Er machte es tatsächlich tadellos; am Ende beherrschte der Silvano-Sohn unter Jozef Bojko die Konkurrenz, wie er wollte Alles blieb damit genau in dem Plan, den sich Trainer Andreas Wöhler für den Achtjährigen der Stiftung Gestüt Fährhof mit Blick auf einen beabsichtigten Start von Tellina im Großen Preis von St. Moritz ausgedacht hatte.

 
 

Newsletter abonnieren

Champions League

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm