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Andrasch Starke triumphiert mit Lucky Speed in München

Das Meister-Finish

München 26. Mai 2013

Die Nummer eins der deutschen Jockeys hat es auch am Sonntag an einem völlig verregneten Renntag in München-Riem wieder allen gezeigt: Im Onextwo.com – Bavarian Classic 2013 (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m), einer der wichtigsten Derby-Vorprüfungen, bewies Andrasch Starke auf Lucky Speed (73:10) seine große Klasse.

Denn als eigentlich fast alle mit einem Start-Ziel-Erfolg der wiedererstarkten Flamingo Star gerechnet hatten, da trumpfte er mit dem Silvano-Sohn des Stalles Hornoldendorf der Familie Oetker in großartiger Weise auf. Von vorletzter Stelle und auf nicht einmal immer freier Bahn (er saß an der Außenseite lange hinter einem Konkurrenten fest) entlockte der amtierende Champion dem Schützling von Peter Schiergen so riesige Reserven, dass er noch mit einer halben Länge zu einem mit 32.000 Euro honorierten Erfolg kam.

„Andrasch hat Lucky Speed aus der Reserve geritten. Es lief alles gut für ihn bei dem hohen Tempo. Ich könnte mir denken, dass er nun direkt ins Derby geht“, kommentierte Siegtrainer Peter Schiergen. Auch Flamingo Star, der seinen Vorsprung lange zu verteidigen schien, lief glänzend und knüpfte an die Vorjahresleistungen an. Glänzend verkaufte sich aus dem Vordertreffen zudem Bermuda Reef mit dem jungen Dennis Schiergen. „Das war super. Er hat endlich seine Trainingsleistungen umgesetzt“, versicherte der Reiter. Ob der Ammerländer Bermuda Reef vor dem Derby noch einmal startet, ließ Trainer Peter Schiergen noch offen.
Nicht Wish schien schon geschlagen, packte aber noch besser an und hielt sich wie Saratino ordentlich. Der klare Favorit Samos kam nie über den sechsten Rang hinaus. Er schien an der Außenseite brandgefährlich, stand jedoch nicht durch. „Am Boden kann es nicht gelegen haben. Das Laufen kann so nicht stimmen“, stand sein Betreuer Waldemar Hickst vor einem Rätsel. Vif Monsieur (Zehnter) baute stark ab. Stellato war wegen des schweren Geläufs abgemeldet worden.

Eine harmlose Pflichtaufgabe wurde das einleitende 1.400 Meter-Rennen für den Favoriten Nordic Truce (Andrasch Starke, 14:10), der sich Start-Ziel im kleinen Viererfeld (Caitlin war nach einer Extrarunde zurückgezogen worden) völlig souverän mit fünf Längen gegen Emily of Tinsdal und den nicht weiterkommenden Precious Fire durchsetzte. „Wir wollten ihm noch einmal eine leichte Aufgabe geben, die Dubai-Formen konnten ja nicht stimmen“, hieß es aus dem Umfeld von Besitzer Christian Ahlmann – der weltbeste Springreiter weilte zeitgleich bei einem Turnier in Hardenberg.

Im 1.300 Meter-Ausgleich III musste sich die 28:10-Favoritin Nice Nelly (H. Bentley) zuletzt gegen den immer wieder anziehenden Ach was noch einmal richtig strecken, doch dann war der Treffer für Championtrainer Roland Dzubasz unter Dach und Fach.

Besonders aufgefallen war der Dreijährige Florosso (156:10, B. Clös) bei seinen bisherigen Versuchen noch nicht, doch in einem 10.000er über die Meile spurtete der Außenseiter locker an der Konkurrenz vorbei und verwies Marju Prince und Arizona Desert auf die Plätze. Der hochgewettete Rosentor musste früh zurückstecken, während die Co-Favoritin Silvana immer hinten auszumachen war. „Beim letzten Mal hatte Florosso sich am Auge verletzt. Heute haben wir auch die Taktik umgestellt“, erklärte Trainer Werner Glanz. Auch I’ll Be Your Man (118:10, Andrea Schneider) gehörte bei seinem sicheren Erfolg für Trainer Michael Figge in einem 1.400 Meter-Handicap zu den Außenseitern.

In einem dramatischen Finish klang die 10.000 Euro-Dreijährigen-Prüfung aus, denn der heiße Favorit Empire Hurricane wurde nach 2.200 Metern genau im Ziel noch mit einem Kopf von Stall Salzburgs Diamond Falcon (K. Kerekes, 72:10) abgefangen. Der Schützling von Wolfgang Figge verriet viel Einsatz. „Das ist ein Rennpferd. Er hat noch eine Derby-Nennung. Ich hoffe, dass er sich noch qualifizieren kann“, signalisierte der Coach. Nocturne kam aus guter Lage nicht weiter.

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