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Akua’da überrascht im Stuten-Klassiker

Alle Geduld zahlt sich aus

Düsseldorf 2. Juni 2013

Die Minuten vor den RaceBets.com – 93. German 1000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m) gerieten vor 7.500 Zuschauern in Düsseldorf zur Zerreißprobe für die Nerven. Minutenlang weigerte sich Gestüt Brümmerhofs Shamardal-Tochter Akua‘da, ihre Startbox zu beziehen. Doch schließlich war der Kampf nach rund zehn Minuten erfolgreich. Die 140:10-Außenseiterin, die 2012 schon Zweite im Preis der Winterkönigin geworden war, aber beim Saisondebüt in Köln als Siebte noch keine Chance hatte, rückte ein und schoss gleich wie ein Pfeil aus der Maschine.

Eduardo Pedroza beorderte sie sofort an die Spitze und dort kontrollierte er mit ihr Tempo und die 14 Gegnerinnen. Die Engländerin Senafe attackierte versprechend, doch zur einzigen ernsthaften Konkurrentin avancierte Calyxa. Immer stärker wurde die Haus Ittlingerin, näherte sich der enteilten Gegnerin zusehends. Doch der Zielpfosten stand für Akua’da genau richtig, sie verteidigte sich mit einem kurzen Kopf gegen die tapfere Calyxa. Jockey Eduardo Pedroza riss die Arme hoch, war sich des Triumphes sicher.

„Das letzte Rennen hatte Akua’da noch gebraucht. Ich hatte kaum Angst vor den Pferden, die in Köln vor ihr waren. An der Startbox war sie heute etwas nervös. Probleme hatte sie zu Hause nie. Sie sollte sofort an die Spitze gehen. Und das hat bestens geklappt.“ Besitzer Gregor Baum, der mit seiner ganzen Familie den Klassiker von der Haupttribüne aus verfolgte, erklärte: „Der Trainer hatte schon Optimismus verbreitet, hat nur Calyxa als Gegnerin von zuletzt angesehen. Aber natürlich waren noch starke Ausländerinnen im Feld. Ich freue mich sehr. Es ist unser zweiter Sieg nach Anna Monda in den 1.000 Guineas. Vor einem Jahr waren wir hier Zweiter und Dritter.“
Calyxa hätte wenige Meter weiter gewonnen. „Sie schien am Berg schon geschlagen, bekam aber noch einmal den zweiten Wind und zog toll an. Aber die Siegerin hat verbissen gekämpft. Ich bin dennoch zufrieden“, kommentierte ihr Reiter Lennart Hammer-Hansen. Senafe war als Dritte der beste Gast vor der Französin Beatrice, die aber nie eine Gewinnchance hatte. Melbourne Memories kam nach Meinung von Trainer Clive Cox „mit dem Kurs nicht zurecht.“ Red Lips baute in vorentscheidender Phase ab.

Lionel Messi ist nicht nur einer der weltbesten Fußballprofis, sondern nach ihm wurde auch ein versprechendes Rennpferd benannt. Denn der dreijährige New Approach-Sohn Messi gab ein mehr als versprechendes Saisondebüt. Denn der 33:10-Mitfavorit entschied unter Martin Harley das einleitende Sieglosenrennen in gutem Stil gegen die noch stark anpackende Narrika und die einen Moment wie die Siegerin aussehende Außenseiterin Zoe’s Charme für sich. „Messi gehört unserem Sohn David, genau wie dessen Mutter. Der Hengst war noch ziemlich rund, hatte viel Gewicht, hat aber alles gut durchgestanden. Wir werden ihn vorsichtig aufbauen auf Strecken bis zur Meile“, erklärte Gestüt Brümmerhof-Besitzer Gregor Baum.

Und schon eine halbe Stunde später wurde das Team Baum/Martin und Paul Harley erneut zur Siegerehrung gebeten, denn die Duke of Marmalade-Tochter Duchess Lemonade bekam die Außenseiterin Nausica Time (222:10) sowie die nicht weiterkommenden Favoritinnen Neckara und Guajara noch sicher in den Griff. „Zuletzt in Hannover hatte sie keinen guten Rennverlauf, aber die Konkurrenz war stark, weshalb wir nicht mit einem Treffer gerechnet hatten, zumal sie eine voluminöse Stute ist“, berichtete Gregor Baum.

So richtig lohnend war der Erfolg des von Daniel Klomp in den Niederlanden vorbereiteten Captain Noble (47:10, Adrie de Vries), der sich im 20.000 Euro-Ausgleich II Start-Ziel gegen die Attacken von Birthday Prince und des schon deutlicher zurück folgenden Tembo zur Wehr setzte. Denn Besitzerin Lorna de Vries, die Ehefrau des Jockeys, kassierte 10.000 Euro Siegpreis. „Zuletzt in Baden-Baden war er zu aufgedreht vor dem Start. Heute hatten wir keine so weite Reise, das war gut“, erklärte die Eignerin.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.200 m) ließ sich Danon Attacker aus dem kleinen Euskirchener Drei-Pferde-Quartier von Simone Gassen auch als Jahresdebütant unter Alexander Pietsch nicht aufhalten. Der 245:10-Außenseiter machte sich deutlich von Late Mute, Alluvia und Well’s Wonder frei. „Eigentlich sollte das ein Aufbaurennen sein, doch er fühlte sich heute auf gutem Boden sehr wohl“, hieß es aus dem Umfeld des Siegers. Die Viererwette bezahlte 144.622:10 Euro. Zwei Wetter bekamen jeweils über 7.000 Euro. Bemerkenswert: Mit Favorfoot Danon (76:10) trumpfte die Mannschaft Pietsch/Gassen auch in einem 1.700 Meter-Handicap auf.

Im 2.100 Meter-Ausgleich III musste sich Daniele Porcu auf der 36:10-Favoritin Santillana aus dem Stall von Markus Klug gegen die Außenseiterin It’s Holly mächtig rühren, dann war der dritte Düsseldorfer Erfolg der Lady perfekt.

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