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Darboven-Ass gegen Dreijährige in Hamburg

Tango für den Kaffeekönig?

Hamburg 2. Juli 2013

Vor drei Jahren zeigte er die vielleicht beste Form seines bisherigen Pferdelebens: Russian Tango wurde 2010 ausgezeichneter Dritter im Deutschen Derby (nur geschlagen von dem Engländer Buzzword und Zazou). Seither ist viel Zeit vergangen, doch in der laufenden Saison scheint der Hengst im Besitz des Hamburger Kaffeekönigs Albert Darboven wieder so richtig Lust am Schnelllaufen bekommen zu haben.

Vier Siege bei ebensovielen Starts sprechen für Russian Tango, der sich u.a. den Großen Preis von St. Moritz auf Schnee und den bwin Sachsen Preis in Dresden sicherte. Nun kehrt er einmal mehr nach Hamburg zurück und startet nach längerer Zeit wieder in einer Gruppe III-Prüfung. Der Große Preis von Lotto Hamburg (55.000 Euro, 2.000 m, 7. Rennen um 19:10 Uhr) ist das Ziel des von Eduardo Pedroza zu reitenden Schützlings von Trainer Andreas Wöhler.

Aber ein Spaziergang dürfte ein solcher Tango sicher nicht werden. Mit Neatico (A. Starke) gibt sich der Gewinner des Großen Preises der Dortmunder Wirtschaft (Gruppe III) die Ehre, der damit seine Serie an Platzierungen beendete. Petit Chevalier (E. Hardouin) sicherte sich gerade eine Listen-Prüfung in Frankreich, und auch der im Besitz von Direktoriums-Boss Albert Woeste stehende Technokrat (A. Pietsch), der im Gerling-Preis in Köln sehr unglücklich agiertem haben beste Chancen. Quinindo (St. Hellyn) dürfte als größter Außenseiter starten.

Doch ganz besonders gespannt sein darf man auf die Dreijährigen, die wesentlich weniger Gewicht schleppen müssen als ihre älteren Gegner. Destor (J. Bojko) verkaufte sich als Zweiter im Ausgleich II gut, es wird ein weiterer Sprung verlangt. Gerade erst ein Sieglosenrennen gewann der Schlenderhaner Szoff (C. Demuro), aber die Art und Weise war beeindruckend. Nun ist es natürlich deutlich schwerer. Aber auch er hat im Siebenerfeld seine Chancen.

Im Zweijährigen-Rennen (1. Rennen um 16 Uhr) gibt sich der erste Youngster aus Schlenderhan mit Kerosin (C. Demuro) die Ehre. Da darf man sicher gleich viel erwarten. Im 20.000 Euro-Ausgleich II über 1.200 Meter (3. Rennen um 17 Uhr) nimmt es der Dreijährige Beau Reve (C. Demuro), Zweiter im Münchener Auktionsrennen, u.a. mit dem möglicherweise weiter steigerungsfähigen Captain Noble (St. Hellyn) auf, der mit Lorna de Vries, der Ehefrau des derzeit verletzten Jockeys Adrie de Vries gehört.

Zehn Rennen gibt es am vierten Meetingstag in Horn, darunter auch zwei Trabrennen. Und natürlich zwei Prüfungen mit 10.000 Euro-Viererwetten. Im 4. Rennen um 17:35 Uhr (Ausgleich IV, 2.800 m) spricht für Cool Arrogance (A. Starke) der Jockey und die aktuelle Form. Im 8. Rennen um 19:40 Uhr (Ausgleich III, 1.400 m) musste der am Sonntag zweitplatzierte Shot to nothing (J. Korbus) doch endlich wieder gewinnen können.

Eine besondere Attraktion ist auch der Veteranen-Rennen (9. Rennen um 20:10 Uhr, Ausgleich III, 2.000 m). William Mongil hat mit Titania eine allererste Chance.

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