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Zweiter Gruppesieg auf dem Außenseiter Dabbitse

Helfenbein weiter auf der Überholspur

Hamburg 3. Juli 2013

Über viele Monate weilte Jockey Andreas Helfenbein in Macao. Dort landete der gebürtige Hesse viele Treffer, darunter auch im Derby. Vor einigen Wochen kehrte der Jockey nach Deutschland zurück. Und beim Derby-Meeting in Hamburg erlebt er eine großartige Woche. Denn nur drei Tage nach dem völlig unerwarteten Sieg mit Berlin Berlin im IDEE-Hansa-Preis triumphierte Helfenbein auch am Mittwoch in einer Gruppe-Prüfung – im Preis der deutschen Africa-Linien / John T. Essberger. Und auch diesmal gab es mit 130:10 eine sehr attraktive Quote.

Über viele Monate weilte Jockey Andreas Helfenbein in Macao. Dort landete der gebürtige Hesse viele Treffer, darunter auch im Derby. Vor einigen Wochen kehrte der Jockey nach Deutschland zurück. Und beim Derby-Meeting in Hamburg erlebt er eine großartige Woche. Denn nur drei Tage nach dem völlig unerwarteten Sieg mit Berlin Berlin im IDEE-Hansa-Preis triumphierte Helfenbein auch am Mittwoch in einer Gruppe-Prüfung – im Preis der deutschen Africa-Linien / John T. Essberger. Und auch diesmal gab es mit 130:10 eine sehr attraktive Quote.

Dabei hatte Dabbitse, so der Name des Siegers, zuletzt schon in Hoppegarten ein Listenrennen gegen die Stute Best Regards gewonnen, und diese galt in der 55.000 Euro-Prüfung über 1.200 Meter bei hervorragendem Besuch als Favoritin. Unterwegs war von Dabbitse, der erst als Vierjähriger sein Können voll entwickelt, nicht viel zu sehen, während Best Regards hinter Vorjahressieger Govinda und Kolonel an dritter Stelle sofort prominent war.

Als sich auf dem letzten Wegstück ein heißer Kampf zwischen Best Regards, die früher übrigens einmal im Besitz von Hamdan Al Maktoum stand, und dem innen heranstürmenden Smooth Operator entwickelte, musste Dabbitse noch viel aufholen. Aber an der Außenseite wurde der Gast aus Hoppegarten von sechster Stelle noch so schnell, dass er noch hauchdünn in Front kam. „Vielleicht haben wir ihn früher auf zu weiten Distanzen aufgeboten. Er scheint doch eher ein Sprinter zu sein. Ich hatte mir schon eine Chance ausgerechnet. Herr von Finck, der Züchter von Dabbitses Vater Soldier Hollow, hatte die Idee auf solchen Strecken zu laufen“, berichtete Besitzer und Trainer Christian Zschache, der in Berlin fünf Pferde vorbereitet.

Smooth Operator unterlag in allen Ehren, auch Best Regards lief als Dreijährige stark. „Die Distanz wurde ihr einen Tick zu weit. Auf 1.000 Metern hätte sie gewonnen“, meinte ihr Eigner Gregor Baum. Auch Govinda hielt als Vierter bestens stand.

Zuletzt nur an besseren Hengsten gescheitert, hatte die Saddex-Tichter Flamingo Summer (34:10, J. Bojko) aus dem Hoppegartener Stall von Uwe Stech in einer Meilen-Prüfung für Stuten nach frühem Vorstoß keine Probleme gegen Glenbrook und die von weiter hinten stark anpackende Pixie.

Auch eine gute halbe Stunde später gab es einen Treffer für die Hoppegartener Trainingszentrale, denn die Favoritin The Blue Lady (32:10, A. Pietsch) – es war der vierte Triumph für Trainer Roland Dzubasz in dieser Woche – hatte in einem Meilen-Handicap keine Probleme gegen die Riesenaußenseiterin Dorietta (596:10) und Kalibo Danon. Die Dreierwette kletterte auf 56.765:10 Euro.

Vor zwei Jahren hatte Trainer Uwe Schwinn ein sehr gutes Derby-Meeting. Jetzt trumpfte für ihn die 115:10-Außenseiterin Jolie Fille (L. Hammer-Hansen) im 2.400 Meter-Ausgleich III mit großer Endgeschwindigkeit gegen den Favoriten Attalos auf. „Sie kennt nur gute Formen, ist fast immer im Geld“, signalisierte Schwinn.

Bereits den dritten Saisontreffer feierte die Stute Sugar Babe (92:10, J. Korbus) in einem 11.000 Euro-Ausgleich IV über 2.200 Meter nach einem couragierten Ritt von Jenny Korbus, die die Lady zu Beginn der Gegenseite nach vorne beorderte und dort alles bequem kontrollierte. „Zuletzt hatte sie sich in der Startmaschine verletzt. Die Stute kann noch mehr“, verriet ihr Betreuer Christian Sprengel, der von den HSV-Spielern die Ehrenpreise überreicht bekam. Da mit Orsella und Furisto Außenseiter vor dem Favoriten Entourage einkamen, gab es in der Viererwette mit 122.222:10 Euro eine sehr attraktive Quote. Zweimal wurde diese Wette getroffen, beide Gewinner kassierten über 6.000 Euro.

Mit Gargantua (96:10) gab es für Christian Sprengel und Jockey Lennart Hammer-Hansen einen zweiten Treffer an diesem Tag – in einem 2.400 Meter-Ausgleich IV. „Sie hatte einen Ansatz gezeigt, und dieses Rennen war bescheiden besetzt. Gargantua hatte als Zweijährige einen Chip“, erläuterte Sprengel, um hinzuzufügen. „Jennifer Korbus hat die Stute geführt, reitet heute mehrfach und muss mich nachher nach Hause fahren.“ Die Dreierwette mit der Außenseiterin Coca und Clivia auf den Plätzen zahlte sensationelle 204.555:10 Euro. Die Viererwette wurde nicht getroffen, der Jackpot für den Derby-Tag wird immer höher.

Weniger Glück hatte Jockey Cristian Demuro, dessen Pferd Allianz beim Start in der Box stieg, worauf er aus dem Sattel musste. Der Italiener blieb aber von schwereren Blessuren verschont.

Nur einen einzigen Starter hatte Werner Glanz an diesem Tag, doch die weite Reise aus München sollte sich für den Trainer lohnen, denn der von der jungen Amazone Tamara Hofer gerittene New Fighter (43:10) hatte im 11.000 Euro-Ausgleich III über 1.800 Meter leichtes Spiel mit Readyspice und Turflöwe sowie Fujiyama Danon (die Viererwette bezahlte 16.711:10 Euro). „Wir haben ihm extra eine längere Pause gegeben, die hatte ihm gut getan“, gab der Siegcoach zu.

Die Zuschauer-Attraktion war einmal mehr das Seejagdrennen, wobei die achtjährige Stute Indian Sun (30:10, V. Korytar) nicht nur die beste Schwimmerin war, sondern auch vorneweg früh das Geschehen bestimmte. Mit zwölf Längen distanzierte die Co-favoritin Borgo und Ballytrim, während der favorit Alanco nie entscheidend in die Partie fand nur Achter wurde. „Wir hatten mit Indian Sun früh eine Laufbahn über Hindernisse angestrebt. Sie wird immer sicherer. Heute nachmittag ist sie noch zum Üben durch den See geschwommen. Nun gehen wir mit ihr nach Bad Harzburg. Der Besitzer Hochen Blohme macht gerade Urlaub in Thailand“, ließ Trainer Pavel Vovcenko durchblicken.

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