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Tschechischer Triumph im Langen Hamburger

Der „Trip to Hamburg“ lohnt sich

Hamburg 7. Juli 2013

Zehn Stunden Anreise aus Tschechien hatten sich mehr als gelohnt: Der Tscheche Trip To Rhodos (112:10, J. Bojko/P. Tuma) trumpfte im Preis der zehnjährigen Partnerschaft PMU – German Tote (Langer Hamburger, 20.000 Euro-Listenrennen, 3.200 m) gegen die hiesige Steher-Elite ganz groß auf. Der vierjährige Wallach, zuvor bei sechs Auftritten dreimal erfolgreich, flog mit großer Endgeschwindigkeit vom allerletzten Platz noch an allen Konkurrenten vorbei.

„Das ist einer der besten Langstreckler in Tschechien, aber wir wussten natürlich nicht, wie gut er sich hier verkaufen würde. Er mag die Rennen auf Warten“, kommentierte Siegjockey Jozef Bojko. Mit starken Reserven schob sich auch die Französin Holly Polly als Zweite noch an den hiesigen Pferden vorbei. „Auf weicher Bahn hätten wir sogar gewonnen“, glaubt ihr Reiter Fabrice Veron. Slowfoot, der Favorit geworden war, hatte auf der Zielgeraden alle Möglichkeiten, doch am Ende konnte er nicht mehr beschleunigen. „Er war der beste Deutsche, doch weicher Untergrund wäre besser gewesen“, sagte Trainer Markus Klug. Hinter Tres Rock Danon blieben Caudillo, Lucarelli und der lange führende Andreas blass.

Mit einer imponierenden Speedleistung wartete die Hoppegartenerin Tahira (65:10, E. Pedroza) im Hapag-Llyod-Rennen (52.000 Euro, 1.600 m) auf. Denn vom allerletzten Platz passierte die Mitfavoritin des Stalles Memory („mein größter Erfolg als Besitzer“, so Thomas John vom Stall Memory, „keiner wollte sie bei der Auktion kaufen“) noch alle Gegner. „Sie hatte zuletzt in Düsseldorf Pech. Und abgesehen von ideal verfügte sie über die besten Formen in diesem Feld“, argumentierte Trainer Uwe Stech. Mit Turfjäger, Ratana und Seewolf landeten Außenseiter auf den Plätzen, so dass die Viererwette spektakuläre 622.366:10 zahlte. Zwei Wetter kassierten jeweils über 31.000 Euro. Der Favorit Ideal (Achter) musste aus Box 14 weit außen herum. „Ihm war auch der Boden zu trocken“, erklärte Trainer Ferdinand Leve.

Ein hocherfolgreiches Meeting schloss Jockey Andreas Helfenbein mit dem lukrativen Treffer im Rudolf-August Oetker-Gedächtnisrennen (52.000 Euro, 2.200 m) ab – im Sattel des Dai Jin-Sohnes Arango (65:10). Auf dem Hengst aus der Zucht des Gestüts Zoppenbroich wurde in der Endphase immer stärker und fing Saloon Day sowie die lange führende Nausica Time noch ab. „Wir waren schon mit Mumm hierher gefahren. Das Gewicht war auch sehr interessant. Sein Fernziel ist das St. Leger“, erläuterte Trainer Sascha Smrczek.

„Eigentlich hatte ich gedacht, dass er das Rennen noch brauchen würde, aber dass Fort Greely ein gutes Pferd ist, das wussten wir“, wirkte Trainer Andreas Wöhler doch etwas überrascht nach dem Auftakterfolg von Fort Greely (150:10, J. Bojko), der mit großem Endspurt noch an der Favoritin Guinnevre aus demselben Quartier und Meringa vorbeikam.

Weiterhin in Top-Form agieren de Pferde von Trainer Christian Sprengel. Die Favoritin Oggetta (27:10, A. Starke) landete beim sicheren Treffer in einem 1.800 Meter-handicap bereits den dritten Meetingssieg für den Hannoveraner Coach. „Sie war überfällig und bekam ein Traumrennen serviert“, berichtete Sprengel. Ein Formpferd par excellence ist auch der Hoppegartener Jackobo (44:10, E. Pedroza), der im Ausgleich III über 1.600 Meter Start-Ziel völlig überlegen davonmarschierte. „Wenn er fit ist, gibt er immer sein Bestes. Ich glaube auch, dass er im Ausgleich II zurechtkommt“, signalisierte sein Betreuer Uwe Stech.

Zwei Jahre lief Bromix (D. Porcu) als 407:10-Außenseiter einem Handicap-Sieg hinterher, doch ausgerechnet im ersten Viererwett-Rennen (Ausgleich IV, 2.400 m) überspurtete der Siebenjährige den schon in Sicherheit geglaubten Negros sowie die ebenfalls hoch stehenden La Janina und Kimbar. Die Dreierwette kletterte auf 37.711:10 Euro. Die Viererwette wurde nicht getroffen.

Daniele Porcu präsentierte sich auch im anschließenden 20.000 Euro-Ausgleich II über 2.200 Meter als Finish-Meister, denn auf Wellkanto (53:10) bestimmte er eine flotte Pace und wehrte zuletzt den schon an ihm vorbeigezogenen Favoriten Fair Boss wieder ab. Manolito folgte als Dritter schon deutlicher zurück. „Das ist ein sehr ordentliches Pferd. Jetzt werden wir bald mal Black Type versuchen“, signalisierte Röttgens Gestütsleiter Frank Dorff.

Albert Darboven, der Vizepräsident des Renn-Clubs, besuchte im Übrigen am Morgen den am Samstag so schwer gestürzten Jockey Bohumil Nedorostek, der sich den Unterarm gebrochen hatte, aber ansonsten deutlich auf dem Weg der Besserung ist.

In Mannheim ging das Hauptrennen an die von Matthias Schwinn aufgebotene La Strada (42:10, M. Pecheur), die sich einen Ausgleich III gegen Bon Spiel und Nataka Arrogance sicherte.

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