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Lucky Speed ist der Sieger im Deutschen Derby

Super-Starke wieder „lucky“

Hamburg 7. Juli 2013

Deutschlands bester Jockey und das Derby – das ist und bleibt eine absolute Erfolgsgeschichte! Am Sonntag triumphierte der Meisterreiter Andrasch Starke (39) mit dem Mitfavoriten Lucky Speed (59:10) vor 23.000 Zuschauern zum sechsten Mal im bedeutendsten hiesigen Galopprennen. Im SPARDA 144. Deutschen Derby (Gruppe I, 500.000 Euro, 2.400 m) setzte auch der Kölner Top-Trainer Peter Schiergen (48) seine große Serie im Blauen Band fort – nachdem er als Jockey nie gewonnen hatte, siegte er nun zum vierten Mal. Besitzer des dreijährigen Hengstes ist der Stall Hornoldendorf der Familie Oetker aus Bielefeld, die allerdings nicht in Hamburg weilte, sondern im Urlaub auf Sardinien und von Ingeborg von Schubert (einer Cousine von Arend Oetker) und ihrem Gatten Bernhard vertreten wurde.

Vorausgegangen waren atemberaubende 2:27,87 Minuten in einem ungemein spannenden Rennen. Lucky Speed, der zuletzt das Bavarian Classic in München mit riesigem Endspurt gewonnen hatte und nun beim vierten Karrierestart seinen dritten Treffer landete und 300.000 Euro Siegprämie verdiente katapultierte seine Gesamtgewinne auf 348.000 Euro.

Dabei war zunächst überhaupt nichts von dem vom Gestüt Hof Ittlingen gezogenen Hengst zu sehen, der bei der BBAG-Auktion als Jährling für 46.000 Euro in jetzigen Besitz gewechselt war, überhaupt nichts zu sehen. Flamingo Star und Schulz bestimmten das Tempo vor Limario, Vif Monsieur und Empoli. Der Favorit Ivanhowe war an fünfletzter Stelle im 19er-Feld auszumachen, während Quinzieme Monarque nach Startverlust an letzter Position galoppierte.

Doch im Schlussbogen kam enorm Bewegung ins Feld: Empoli innen und Limario stürmten zu den vorderen Pferden und übernahmen auf der Zielgeraden gleich die Spitze. Nicolosio hatte nur einen kurzen Moment, dafür trumpfte plötzlich Global Bang zweihundert Meter vor dem Ziel groß auf. Aber wesentlich zwingender wurde der Franzose Tres Blue. Kurz sah es nach einem Gästeerfolg aus, aber der schon im Schlussbogen im Mittelfeld bestens gehende Lucky Speed hatte nun in den höheren Gang gefunden.

Ganz an der Außenseite zündete der Mitfavorit mit dem wie entfesselt agierenden Starke den Turbo und machte sich noch mit einer dreiviertel Länge frei von Tres Blue, der ein ausgezeichnetes Rennen lief. Die Sensation des Rennens war Nordvulkan, das im Vorfeld nach Rating am schwächsten eingeschätzte Pferd und Riesenaußenseiter, der als Dritter noch in die Dreierwette lief, die mit 101.245:10 Euro natürlich eine sehr hohe Quote brachte.
Quinzieme Monarque (Vierter) wurde noch sehr schnell und kam vor dem kurz sehr gefährlich aussehenden Global Bang ein. Der Favorit Ivanhowe rückte nur im Schlussbogen außen kurz auf, kam schließlich nicht über Rang acht hinaus. Auch der Mitfavorit Nicolosio kam früh nicht weiter und wurde nur Vierzehnter.

Der Wettumsatz im Derby betrug 396.649,51 Euro.
Stimmen zum SPARDA 144. Deutschen Derby:
Andrasch Starke (Jockey von Lucky Speed, 1.): Ich habe mir bei meiner Entscheidung, wen ich im Derby reiten würde, sehr viel Zeit gelassen. Zu Lucky Speed habe ich ein Super-Verhältnis, ich war mir auch sicher, dass er mit dem abgetrockneten Boden bestens zurechtkommen würde. In München hatte er auf grundlosem Boden stark angezogen. Das sieht man nicht oft. Daher habe ich mir ihn ausgesucht und bin nun dafür belohnt worden. Im Schlussbogen hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl. . Auf der Zielgeraden habe ich die Lücke gefunden, nachdem es einmal etwas eng für uns war. Er hat dann riesig gekämpft. Offenbar ist mir das Glück und ein wenig Gefühl für Pferde in die Wiege gelegt worden.
Peter Schiergen (Trainer von Lucky Speed, 1.): Bereits im letzten Bogen hatte ich ein gutes Gefühl, denn Lucky Speed machte noch einen starken Eindruck. Da war ich mir eigentlich sicher, dass wir Erster, Zweiter oder Dritter werden würden. Das Tempo war immer gut, der Rennverlauf top, und auch der Boden war kein Problem. Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es gereicht hat. Er steuert nun wohl den Großen Preis von Baden an. Ob er vorher noch einmal läuft, werden wir sehen.
Roland Dzubasz (Trainer von Nordvulkan, 3.): Nach der Rangliste war Nordvulkan nur das drittstärkste meiner Pferde, aber er mochte als einziger die Strecke von 2.400 Metern. Und so lief er auch. Ich bin sehr zufrieden.
Wilhelm Giedt (Trainer von Ivanhowe, 8.): Der Boden war für Ivanhowe einfach zu trocken. Da zeigte er nicht sein wahres Gesicht.

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