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1.000-er Sieg mit Felician bei einer Krefelder Turf-Gala

Lennart Hammer-Hansen Held des Tages

Krefeld 14. Juli 2013

Nun hat es doch nicht allzu lange Zeit gedauert. Neues Mitglied ist im legendären „Club 1.000“ ist seit der Entscheidung des Großen Preis der SWK Stadtwerke Krefeld jetzt auch Jockey Lennart Hammer-Hansen. Ausgerechnet im wichtigsten Rennen des Jahres im Stadtwald gelang dem Dänen der 1.000 Erfolg seiner Laufbahn. Ein gerüttelt Maß Anteil daran, dass es überhaupt dazu kam, gebührt selbstverständlich dem in diesem Jahr von Trainer Ferdinand Leve so enorm vorangebrachten Wallach Felician. Aber der Held des Tages war eindeutig Lennart Hammer-Hansen.

Mit der Art und Weise, wie er sich bei der Siegerehrung präsentierte, eroberte er die Herzen aller Zuschauer nahezu im Sturm. Und dies waren so viele wie lange nicht mehr, die zu einem wahren Bilderbuchrenntag heraus in den Stadtwald gekommen waren. Was Lennart Hammer-Hansen da sagte, waren keineswegs nur artige Grußadressen an die Sponsoren oder auch an Trainer Ferdinand Leve. Vielmehr erlebte das Krefelder Publikum wirklich tiefe emotionale Momente, als sich das tief bewegte neue Club-1.000-Mitglied das Mikrophon nahm.

Er schilderte seine vorausgegangene Achterbahnkarriere mit drei schweren Unfällen sowie einem Laufbahnende wie auch einem Neubeginn. Er dankte sehr nahegehend und höchst aufrichtig allen Freunden und Kollegen, die ihm stets Rückhalt gegeben haben. Und wirklich herzbewegende Worte fand er für seine gesamten Familie und insbesondere seine Ehefrau.

Man war sich danach allgemein einig in der Feststellung, dass dieser Lennart Hammer-Hansen nicht nur ein sympathischer Sportsmann ist, sondern vor allem auch ein echtes Aushängeschild für den deutschen Galopprennsport. Und ein guter Jockey sowieso. Dies sah man dann auch wieder beim 1.000-en Erfolg mit Felician über Global Thrill und Gereon, wovon Letzter auch noch alles gab, nachdem sein Reiter in der mit 70.000 Euro dotierten Gruppe-II-Prüfung über 1.700 Meter im Endkampf die Peitsche verloren hatte. Doch weder er noch Global Thrill besaßen ein wirkliches Gegenmittel, als sich Felician außen daransetzte, ein neues Kapitel der laufenden Haus-Ittlinger- Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Auf Platz vier endete Lokalmatador Combat Zone, der abermals eine solide Form bot. Die Bilanz der Dreijährigen sah dagegen eher bescheiden aus. Quixote spielte bei seinem kleinen Comeback ebenso wenig eine Rolle wie sein Trainingsgefährte Royal Fox. Und dass sich die Stute Rock Rose in eine zu gute Gesellschaft verirrt hatte, war ja schon von vornherein klargewesen und wurde unübersehbar bestätigt.

Deutlich besser konnte es zu Beginn des Renntages die Schlenderhaner Debütantin Karachi unter Andreas Helfenbein. Dabei basierte ihr Erfolg sicherlich nicht nur auf den Gewichtsvorteilen, die gerade sie in diesem Rennen für sich reklamieren konnte.

Unvergessen wird das keine Krefelder Galopp-Festival bei herrlichem Sommerwetter allerdings nicht allein nur Lennart Hammer-Hansen bleiben. Vielmehr wird ebenso Besitzertrainerin Andrea Wienberg gerne daran zurückdenken. Denn zwei Rennen, und das unmittelbar hintereinander, gewinnt man schließlich nicht alle Tage. Erst siegte für sie der Wallach Kidman, und danach wollte ihm Stall- und Trainingsgefährte Ocean of Fire, den sie obendrein auch noch gezogen hat, um nichts nachstehen.

Und zur allgemeinen Freude gab Krefelds Präsident Jan A. Schreurs kurz vor Schluss des Tages noch bekannt, dass es eventuell nicht wieder erst November werden wird, bis die nächsten Galopprennen in Krefeld anstehen werden. Möglicherweise werden nämlich kurzfristig noch zwei Renntage im August zusätzlich ins Saisonprogramm aufgenommen. Eine in der Tat frohe Botschaft, insbesondere für das Stammpublikum und auch für alle Aktiven.

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