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134. Meeting startet vor strahlender Sommerkulisse

Überraschung im Superhandicap in Bad Harzburg

Bad Harzburg 20. Juli 2013

Start gelungen, so kann es weitergehen: Die Rennwoche 2013 in Bad Harzburg begann mit einem Premierentag wie aus dem Bilderbuch. Herrliches Sommerwetter, guter Besuch und höchst abwechslungsreicher Sport auf einem ausgezeichnet präparierten Geläuf. Allerdings auch einem kräftigen Paukenschlag am Totalisator gleich zu Beginn. Den setzte im einleitenden Halbblutrennen der Riesenaußenseiter Baguss, der den 15:10-Favoriten Biederich auf den Ehrenplatz verwies, der nebenbei sein Trainingsgefährte ist und folglich ebenfalls von Trainer Pavel Vovcenko gesattelt worden war.

Es sollte nicht die einzige Überraschung bleiben, gleichwohl unmittelbar danach die Siege von Be my Lion und Ciel de Loire die Favoritenwetter schnell wieder versöhnen konnten. Anderseits ließ die zweite faustdicke Überraschung dann auch nicht mehr allzu lange auf sich warten. Das erste von drei Superhandicaps während der diesjährigen Bad Harzburger Woche – zwei weitere folgen noch am kommenden Samstag – ging nämlich an den vierjährigen Harathea, der zu einer Quote von 129:10 gewann.

Genaugenommen rechtfertigte seine Gesamtform einen solchen Geldregen nicht unbedingt. Doch hatte sich seine jüngste Vorstellung während der Hamburger Derby-Woche ausgesprochen blass gestaltet und die an sich recht gute Bilanz in den letzten Wochen und Monaten offenbar etwas zu sehr überschattet. Jenen, die dennoch an den Schützling von Trainer Uwe Stech geglaubt haben, dürfte das indes nur recht gewesen ein.

Ausschließlich gute Kritiken erhielt im Übrigen Haratheas Reiter Fabian Xaver Weißmeier, der dem Gast aus Hoppegarten zeitig eine gute Ausgangsposition zu sichern verstand und entscheidend zuschlug, als der lange federführende Alkaldo nahezu schon den ersten Huf auf die Siegerstraße zu setzen schien. Was Haratheas Besitzer Gerd Zimmermann dann die höchstlukrative Siegdotierung von 11.500 Euro bescherte.

Immerhin gelang es dem lange tonangebenden Düsseldorfer Wallach am Ende noch, die gut endenden Hoseo und Parigino auf Abstand zu halten. Nicht allzu viel sah man dagegen von dem mit einer Menge Vorschusslorbeeren in die Partie gegangenen Ostpol, der sich aus hinteren Regionen nie ins engere Geschehen einzubringen verstand. Für seinen Trainer Uwe Stoltefuß hatte es knapp zwei Stunden zuvor jedoch bereits ein dickes Trostpflaster gegeben, war doch sein Schützling Sommerabend im französischen Vichy in einem Listenrennen erfolgreich.

Zwei Favoritenerfolge reihten sich an Haratheas Überraschungscoup noch an. Erst gewann Premier Choice zu kürzeren Odds und anschließend auch noch El Okawango, bis dann Olivia noch einen dritten Außenseitertreffer landete.

Recht überzeugend fiel keineswegs unerwartet kurz darauf der Hürdenerfolg von Good Prince aus. Da zu dessen Mitbesitzern u.a. auch Stephan Ahrens zählt, darf man in diesem Fall durchaus vom Erfolg eines Lokalmatadors sprechen. Denn Stephan Ahrens ist immerhin Präsident des Harzburger Rennverein e.V., und dementsprechend fiel dann auch der Beifall aus, ehe zu guter Letzt ein Steherhandicap den Schlusspunkt hinter den ersten Tag setzte und durch Just in Front ins Saarland ging.

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