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Limario in Hannover wieder auf der Siegerstraße

Der Winterfavorit hat nichts verlernt

Hannover 18. August 2013

Er kann doch noch gewinnen, und sogar in gutem Stil. Nachdem die laufende Saison bis dato eher durchwachsen verlaufen war, kehrte der vorjährige Winterfavorit Limario jetzt wieder zurück auf die Siegerstraße. Im Großen Preis des Audi Zentrums Hannover, einer der absoluten Saisonhöhepunkte auf der Neuen Bult, war Marlene Hallers Dreijähriger vor großer Kulisse diesmal nicht zu stoppen. Im über 2.000 Meter führenden Gruppe-III-Highlight zeichnete sich sein Erfolg bereits früh ab.

Jockey-Veteran Ted Durcan, der sich anstelle des verhinderten Harry Bentley in den Sattel des Areion-Sohnes geschwungen hatte, blieb dennoch stets wachsam und registrierte durchaus das gute Finale des erstmals in einem Gruppe-Rennen gesattelten und noch leicht grün wirkenden Dubday, der sicherer Zweiter vor Bermuda Reef wurde.

Lange bestimmt hatte das Geschehen keineswegs unerwartet Vif Monsieur, der am Ende noch das vierte Geld bekam. Das Bild änderte sich jedoch schlagartig, als Limario in Position gebracht wurde und ernst machte. Sofort hatte der vorjährige Winterfavorit im mit 55.000 Euro dotierten Test für Dreijährige das Heft in der Hand und gab es bis ins Ziel nicht mehr ab.

Der Schützling von Trainer Roland Dzubasz hatte zuvor im SPARDA Deutschen Derby bereits eine nicht einmal so schlechte Figur abgegeben, selbst wenn es am Ende nur für einen Mittelplatz reichte. Allerdings gelten Areion-Söhne ja ohnehin nicht gerade als die Steher vor dem Herrn, sodass ihm die nunmehrige Strecke schon von Hause aus spürbar besser zusagen musste.

Nichtsdestotrotz hatte Limario auf dem Horner Moor gleich drei seiner Gegner, die jetzt in Hannover wieder gegen ihn antraten, deutlich hinter sich lassen können. Und zwar Nicoloso, Vif Monsieur und Bermuda Reef.

Sollten die vorläufigen Planungen realisiert werden, wird sich Limario am 3. Oktober im Westminster 23. Preis der Deutschen Einheit endlich auch einmal dem Publikum seiner Heimatbahn Hoppegarten präsentieren, deren Aushängeschild der von Martha Niebuhr gezogene Dreijährige schon seit einiger Zeit ist.

Der Gruppe-III-Event war in Hannover indes keineswegs die einzige Prüfung von höherem sportlichem Niveau. Bereits vor dem Hauptereignis besaß der Große Preis der Dr. Klein & Co.AG als mit 20.000 Euro dotiertes und über 2.200 Meter führendesListenrennen einen besseren Status. Durch Inanya lag sogar lange ein Heimsieg in der Luft, denn die favorisierte Berlin Berlin kam nicht so in die Pantinen, wie allgemein angenommen worden war. Dafür lief es jedoch bei ihrer Stall- und Trainingsgefährtin Hey little Görl umso besser. Die Sternkönig-Tochter sprang für sie ein und fing unter Andreas Helfenbein kurzerhand Inanya noch ab, die jedoch immerhin noch den Ehrenplatz vor La Sabara behielt.

Die Verbindung Andreas Helfenbein und Trainer Markus Klug hatte vorher bereits einen Erfolg mit der Stute Kinrara verzeichnet, die sich im Laufe der Zeit stetig gesteigert hat und jetzt sogar ihren ersten Ausgleich II gewann.

Mit großem Interesse hatte man bereits den Auftakt des Tages verfolgt, als Gestüt Schlenderhans Debütant Mantai die Eröffnungsprüfung für die Zweijährigen an sich brachte. Dass der Tertullian-Sohn noch eine Startberechtigung für den Preis des Winterfavoriten in München-Riem besitzt, zeugt nachdrücklich davon, dass er bei Trainer Wilhelm Giedt einen gewissen Stellenwert besitzt. Jockey Adrie de Vries hatte sich ja unlängst schon erfolgreich nach einer verletzungsbedingten Zwangspause wieder zurückgemeldet. Jetzt zählte vor allem aber, dass es wieder ein erster Treffer für Schlenderhan war.

Der an diesem glanzvollen Termin auf der Neuen Bult nicht einmal der letzte bleiben sollte. Schlenderhan, Giedt und de Vries standen später noch ein weiteres Mal im Fokus, als die dreijährige Debütantin Madhyana ebenfalls gewann und ihre allererste Bewährungsprobe mit guten Noten bestand.

Nicht vergessen werden darf indes auch der Doppelschlag von Jung-Trainerin Anika Rosenbaum mit Orsella und Foolproof. Da jedes Mal André Best im Sattel war, fuhr auch er als Doppelsieger nach Hause. Und bei Hans-Heinrich Jörgensen, dem Besitzer der beiden Gewinner, war die Freude natürlich besonders groß.

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