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Äußerst sichere Beute für Si Luna

Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf

Düsseldorf 18. August 2013

Nach dem Großen Sparkassenpreis – Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf, so der komplette Titel des sportlichen Höhepunktes auf dem Grafenberg, war man sich weitgehend einig in dem Urteil, dass es sich bei der äußerst sicher gewinnenden vierjährigen Si Luna um eine enorm gesteigerte Stute handelt. Der Erfolg im mit 30.000 Euro dotierten Listenrennen über 1.600 Meter muss auch keineswegs schon das Ende der so oft zitierten Fahnenstange gewesen sein. Für die eine oder andere positive Überraschung müsste die vom französischen Nachwuchsjockey Eddi Hardouin gerittene Vierjährige des Gestüts Hof Iserneichen eigentlich noch gut sein.

Am Ende war es zwar lediglich eine dreiviertel Länge, die für Si Luna sprach. Aber genau genommen hatte sie die gesamte Konkurrenz bereits frühzeitig kaltgestellt, womit auch der sehenswerte Schlussakkord von Julissima keine wirkliche Gefahr mehr bedeutete. Bis zu Soprana auf dem dritten Platz klaffte indes schon eine Lücke von vier Längen. Unweit dahinter folgte Nouvelle Neige, die sich beim erst zweiten Jahresstart mit ihrem vierten Rang leicht angekündigt haben könnte.

Schon zuletzt in München hatte Si Luna eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Listenklasse bestehen kann. Der nun zweite Sieg in Folge war im Prinzip sogar mehr als lediglich eine Bestätigung der Riemer Leistung. Über kurz oder lang dürfte es für die vom Gestüt Hof Iserneichen auch gezogene Kallisto-Tochter in den ersten Gruppe-Test gehen.

Ihr neuerlicher Erfolg passt natürlich glänzend in den Rahmen der zurzeit so exzellenten Stallform des Mülheim-Raffelberger Trainers William Mongil. Vor allem aber hatte sich für Si Lunas Jockey der Ausflug nach Düsseldorf am Ende mehr als nur gelohnt. Der Renntag stand schließlich in wesentlichen Punkten ganz in seinem Zeichen. Bevor Eddi Hardouin sich mit Si Luna das Hauptereignis schnappte, war er nämlich bereits mit Macchiavelli und Premier Choice erfolgreich gewesen.

Vor allem der Treffer mit dem zweijährigen Debütanten Macchiavelli verdient noch eine besondere Erwähnung. Denn das 5.000-Euro-BBAG-Auktionsschnäppchen gewann ziemlich überzeugend, und in Anbetracht der guten Nachrichten, die vor dem Rennen an allen Ecken der Bahn über die heiße Favoritin Wild Step zu hören gewesen waren, könnte die Leistung des vom Gestüt Erftmühle gezogenen Tertullian-Sohnes sogar durchaus schon etwas wert gewesen. Wild Step musste am Ende gegen den Schützling von Axel Kleinkorres restlos passen und mit dem zweiten Rang vorliebnehmen.

Ein Steher, wie er im Buche steht

Rang zwei war allerdings nie eine Option für den von Christian Freiherr von der Recke trainierten Odit in Bad Doberan. Das Highlight des Schlusstages beim Meeting an der Ostsee bestimmte Stall Seeheims Hengst nahezu, wie er wollte. Sabrina Wandt, die nach ihrer längeren Zwangspause schnell wieder Anschluss gefunden hat, machte mit dem vierjährigen Kallisto-Sohn jeden Meter des Rennens von der Spitze aus. Was insofern besonders herauszustellen ist, als es sich beim Idee Kaffee-Preis um Deutschlands längstes Flachrennen handelt - mit einer Distanz von sage und schreibe 3.600 Meter. Zu guter Letzt marschierte Odit mit 12 Längen vor Right from Wrong durchs Ziel. Und das sogar noch unter Höchstgewicht.

Mögen zwar einige Siege im Laufe der vorausgegangen Meetings-Tage nach sportlichen Gesichtspunkten deutlich höher anzusiedeln sein. Die famose Vorstellung von Odit beim Finaltag wird das Bad Doberaner Publikum wahrscheinlich jedoch viel länger in Erinnerung behalten. Vielleicht sogar bis zum nächsten Jahr, wenn Odit eventuell ja zur Titelverteidigung erneut zum Ostsee-Meeting kommt.

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