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Top-Galopper wurde 23 Jahre alt

Japan Cup-Sieger Lando lebt nicht mehr

Köln 21. August 2013

„Richtige Rennpferde haben Charakter. Wie Lando. Ein Kämpfer und ein sehr schönes Pferd mit einer wunderbaren Aktion“, das sagte der 31-fache Championtrainer Heinz Jentzsch einmal über einen seiner besten Galopper. Doch seit Dienstag lebt Gestüt Ittlingens Super-Hengst Lando nicht mehr.

Mit 23 Jahren musste der beste Acatenango-Sohn, der in seiner Rennlaufbahn bei 22 Starts zehn Rennen gewann und 5.657.829 Mark verdiente, aufgegeben werden. 1994 und 1995 wurde er zum „Galopper des Jahres“ gewählt. Das Derby 1993, zweimal der Große Preis von Baden 1993 und 1994 sowie natürlich der Japan Cup als bislang einziges deutsches Pferd 1995 – das waren nur einige der grandiosen Triumphe des Ausnahmehengstes, der auch als Vererber riesig einschlug. Man denke nur an seinen Sohn Paolini, der bis zu Danedream das gewinnreichste deutsche Rennpferd aller Zeiten war.

Eine Pressemitteilung des Gestüts Ittlingen zitieren wir im Folgenden: „In großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Lando. Er musste am Dienstag wegen einer schweren Darmkolik in die Tierklinik Karthaus eingeliefert werden. Nach erfolgreicher Operation hat er sich beim Aufstehen eine Spiralfraktur im Ellenbogengelenk zugezogen, so dass er leider nicht mehr zu retten war.
Lando ist bis heute das beste Pferd, das wir in unserem Gestüt gezüchtet haben. Er war immer ein herausragender Hengst, mit tadellosem Exterieur, großartigem Interieur, Stolz, Kampfgeist und Härte.

Mit sieben Gruppe I-Siegen, u. a. im Deutschen Derby, zweimal Großer Preis von Baden etc., hat er uns begeistert und schönste Glücksmomente beschert. Er krönte seine Rennlaufbahn mit einem beeindruckenden Sieg im Japan Cup in Bestzeit. Sein Betreuer, Championtrainer Heinz Jentzsch, nannte ihn immer sein bestes Pferd. Seine Deckhengst-Laufbahn war ebenso von bedeutenden Erfolgen gekennzeichnet. Lando zeugte bis dato insgesamt 14 Gruppe Sieger/-innen, davon allein sieben Gruppe I-Sieger/-innen: Paolini, Donaldson, Epalo, Gonbarda, Intendant, Prince Flori und Scalo. In der laufenden Rennsaison gab es für Lando auch als Mutterstutenvererber weitere Erfolge. Fünf seiner Töchter zeichneten sich als Mutter von fünf Gruppe-Siegern aus: Altano, Dabbitse, Daytona Bay, Gloomy Sunday, Farhh war sogar Gruppe 1-Sieger.“

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