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Nabucco überzeugt unter Höchstgewicht

Dreijähriger gewinnt beim großen Jubiläum

Frankfurt/Main 23. August 2013

Die Dreijährigen machen Boden gut, sogar gewaltig. Nachdem die ersten Kritiken eher negativ ausfielen, kommt der Derby-Jahrgang in den letzten Wochen immer besser in die Hufe. Ein weiteres Bespiel für die allgemeine Imageaufbesserung lieferte beim großen Frankfurter Jubiläumsrenntag Gestüt Graditz‘ Nabucco. Der Areion-Sohn war selbst unter Höchstgewicht nicht zu bremsen. Zwar schien zunächst der vierjährige Cloud das Albert Metzler-Gedächtnisrennen von der Spitze aus wegstehlen zu können, doch als Cristian Demuro auf dem Dreijährigen den vierten Gang einlegte, fiel die Entscheidung letztendlich sogar noch klar zu Gunsten des Graditzers aus.

Erst auf Platz drei endete der heißfavorisierte Maningrey, der sich in der Entscheidungsphase früh schwertat. Für Renn-Klub-Präsident Manfred Hellwig wäre es natürlich das Tüpfelchen auf dem „i“ gewesen, wenn der Vierjährige aus seinem Gestüt Höny-Hof dem 150-jährigen Jubiläum der Frankfurter Rennen den sportlichen Stempel aufgedrückt hätte.

Dafür reichte es jedoch nicht. Den großen Beifall heimsten der Graditzer Gestütsherr Hans Wirth sowie Trainer Ralf Rohne und Jockey Christan Demuro ein. Letzterer hatte das mit 60 Kilo belastete Höchstgewicht eingangs zu Geraden bereits in eine gute Angriffsposition gebracht und dem sich tapferer wehrenden Cloud dann das Leben zunehmend schwerer gemacht.

Der Start und Sieg im mit 15.000 Euro dotierten Frankfurter Ausgleich I war im Übrigen der überhaupt erste Auftritt von Nabucco hierzulande. Seine bevorzugten Jagdreviere hießen vorher stets Frankreich und Italien. Dabei war ihm in Mailand im Premio Vittorio Riva zweijährig bereits ein Listensieg gelungen. Eine achtbare Vorstellung wurde Nabucco auch nach dem klassischen Premio Parioli konstatiert, den er in diesem Frühjahr als Fünfter beendet hatte.

Für seinen Jockey hatte der Renntag, dessen sportliches Programm um eine wunderschöne und zur Feierlichkeit des Tages passende Dressurquadrille von einer Reitschule aus Schwanheim ergänzt wurde, schon gut begonnen. Denn einen ersten Volltreffer landete der italienische Champion bereits zum Auftakt mit der vierjährigen Sister Ray. Der Stall Salzburg, in Frankfurt vertreten durch Racing-Manager Harald Schneider, und Sister Rays Trainer Wolfgang Figge hatten wenig später dank des dreijährigen Petit Montjeu noch einen zweiten Anlass zur Freude. I

Den Montjeu-Sohn brachte der nach seiner Verletzung schnell wieder in Form gekommene Adrie de Vries erfolgreich ins Ziel, ehe der „Fliegende Holländer“ später mit Welkando aus Gerald Geislers Iffezheimer Stall noch ein weiteres Mal zum Zuge kam, als er dem Kornado-Sohn in der Endphase tatsächlich Flügel verlieh.

Den längst erwarteten ersten Erfolg bekam bei herrlichem Sommerwetter endlich auch Stall Reckendorfs Klug-Schützling North Point mit Andreas Helfenbein im Sattel unter Dach und Fach.

Doch ein Jubiläumsrenntag - genau 150 Jahre, nachdem am 23. August 1863 auf dem Rossmarkt erstmals Galopprennen in der Mainmetropole stattgefunden hatten – ohne einen einzigen Heimsieg wäre natürlich nur eine halbe Sache gewesen.

Dass es am Ende eine runde Sache wurde, dafür sorgte die von Markus Münch in Niederrad trainierte Lomitas-Tochter Swinging Lonely, die dank einer klasse Tempotaxierung ihres Reiters Filip Minarik nach weiten 3.400 Metern weitgehend unangefochten und Start-Ziel den Preis von Eintracht Frankfurt beherrschte.

Der vom Eintracht-Team signierte Fußball als Ehrenpreis für den Ex-Bayern-München-Profi Markus Münch sorgte natürlich für allgemeine Erheiterung bei der Siegerehrung, ehe es kurz darauf für viele Besucher noch zur abschließenden Abendveranstaltung mit geladenen Gästen ging.

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