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Manfred Ostermann als Präsident wiedergewählt

Deutliche Erhöhung der Züchterprämie

Baden-Baden 26. August 2013

Galopprennpferde zu züchten und zu besitzen – das soll sich in Zukunft wieder deutlich mehr lohnen. Dieses war die Hauptbotschaft bei der Mitgliederversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., die am Montagvormittag im Longines-Club der Rennbahn Baden-Baden-Iffezheim stattfand.

Manfred Ostermann, der für weitere drei Jahre einstimmig als Präsident in seinem Amt bestätigt wurde, erklärte die Maßnahmen, die sein Team in die Tat umsetzen wird: „Die Züchterprämie für zwei- und dreijährige Pferde wird von 24 auf 30 Prozent des Rennpreises angehoben. Das sind 350.000 Euro mehr, die an die Züchter ab dem 1. Januar 2014 ausgeschüttet werden. Das Gesamtvolumen der Prämien wird zwischen 2,9 und 3 Millionen Euro liegen. Im Übrigen werden Züchterprämien weiterhin für Pferde aller Altersstufen gezahlt, es gibt keine Veränderung an der Struktur.“

Außerdem werden ab 2014 die Rennpreise deutlich angehoben: Ostermann: „Das wird ein zusätzlicher Betrag zwischen 600.000 und einer Million Euro sein. Herr Woeste hat dazu ein Modell entwickelt, dass wir in Gesprächen mit den Rennvereinen und dem Präsidium des Direktoriums in die Tat umsetzen werden.“

Darüber hinaus werde man weitere Gelder für Marketing und PR sowie für die Renovierung von Tribünen, etc. bereitstellen. Möglich mache dies, laut Ostermann, die deutlich verbesserte Einnahmesituation durch die Wettgesellschaften German Tote und RaceBets, die eine „sehr gute Performance“ hinlegten.

Die Führungs-Mannschaft der Besitzervereinigung um den alten und neuen Präsidenten Manfred Ostermann veränderte sich in einer wichtigen Position, denn nach dem Rückzug von Georg Baron von Ullmann wurde der Hannoversche Rennvereinspräsident Gregor Baum zum neuen Vizepräsidenten (einstimmig) gewählt.

Neu im Vorstand sind Pastorius-Züchter und –besitzer Franz Prinz von Auersperg (zuständig für Marketing und PR) und der Hamburger Besitzer und Rechtsanwalt Hubertus Schmelz.

In einer sehr harmonischen Versammlung, die knapp zwei Stunden dauerte, sprach Baden Racing-Präsident Dr. Andreas Jacobs das erste Grußwort. Darin wies er darauf hin, dass in Iffezheim weitere Innovationen geplant seien, vor allem im Bereich Vermarktung und der Renovierung der Anlage. Besonders positiv sei natürlich, dass die deutsche Zucht weiterhin wie „ein Fels in der Brandung“ stehe. Pferde wie Danedream, Pastorius oder Novellist seien so immens wichtig für unseren Sport. Aber die Züchter müssten nach Siegen in großen Rennen oder Verkäufen auch reinvestieren.

Albrecht Woeste, der Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., erläuterte die Situation beim Glücksspiel-Staatsvertrag. „Die Mühlen der Politik mahlen langsam, aber in die richtige Richtung.“ Woeste sprach außerdem von einer „Aktion 1.200“, damit meinte er das Ziel, den Fohlenbestand von 800 auf 1.200 erhöhen zu wollen.

Auch Manfred Ostermann ließ die Erfolge deutscher Pferde (wie Novellist und Pastorius) Revue passieren und hofft, dass wieder mehr Vollblüter nach bedeutenden Triumphen im Lande gehalten werden können. „Damit unsere Zucht stark und qualitativ hochwertig bleibt.“ Aktuell lag die Zahl der Fohlengeburten (2012) bei 859 (nach 977 in 2011), auch der Mutterstuten-Bestand reduzierte sich von 1849 auf 1.729 in 2012. Die Zahl der Rennpferde in Training blieb mit 2.750 konstant. Mit den geplanten Maßnahmen (Züchterprämie, Rennpreise) erhofft man sich weiteren Aufwind.

Auch Jan Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., sieht eine sehr positive Entwicklung: „Der Glücksspiel-Staatsvertrag hat uns Vorteile gebracht - dank der einheitlichen Steuerbehandlung wurde die Toto-Wette, speziell in der Außenwette, gestärkt. Auch die Rückerstattung auf Buchmacherwetten werde zusätzliche Einnahmen bringen. Man hoffe auf eine abschließende Regelung im Oktober, die dann rückwirkend ab Juli greifen könnte.

Daniel Krüger, Leiter der Geschäftsstelle der Besitzervereinigung, ging insbesondere auf das Thema Doping ein. Von jedem 26. Starter wurde 2012 eine Probe entnommen. Zwei positive Fälle habe es im vergangenen Jahr gegeben. Umfangreiche Trainingskontrollen wurden durchgeführt.

Im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit werden weitere positive Akzente gesetzt – so gehen die beiden Webseiten www.MeinRennpferd.de und Verkaufsrennen.de an den Start. Auch der „German Raceday“ in Newmarket und die Championatsehrung beim Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden seien volle Erfolge gewesen. Der Renntag der Gestüte am 27. Oktober in Hannover sowie ein Seminar im Gestüt Röttgen Ende November sind wichtige Termine noch in dieser Saison.

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