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Arbeitssieg im Longines – Großer Preis von Baden

Novellist fit für Paris

Baden-Baden 1. September 2013

Der Weltstar Novellist präsentierte sich am Sonntag in Baden-Baden. Und alle kamen – 16.900 Zuschauer erlebten im Longines – Großer Preis von Baden (Gruppe I, 250.000 Euro, 2.400 m) den Autritt und allseits erwarteten Erfolg von Novellist. Der im Besitz des Kölners Dr. Christoph Berglar stehende und von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte vierjährige Sohn der Deckhengst-Legende Monsun avancierte im bedeutendsten Galopprennen in Iffezheim zum würdigen Nachfolger der in den vergangenen beiden jahren hier erfolgreichen Ausnahmestute Danedream.

Nach seinen beiden beeindruckenden Triumphen im Grand Prix de Saint-Cloud und in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot absolvierte Novellist hier seine Generalprobe für den mit Spannung erwarteten Start im Prix de l‘ Arc de Triumphe am ersten Oktober-Sonntag in Paris-Longchamp. Im kleinen Fünferfeld galt Novellist unter Jockey Eduardo Pedroza als heißer 13:10-Favorit. Und dieser Rolle wurde der Millionen-Galopper vollauf gerecht, der bei seinem neunten Karrieretreffer beim elften Start 150.000 Euro auf das Kontos seines Besitzers brachte und nun 1.398.123 Euro verdient hat. Ähnlich wie bei Danedream vor einem Jahr war es eine Art von Arbeitssieg.

Eduardo Pedroza ließ sich bei langsamer Fahrt auf keine Spielchen ein und beorderte Novellist gleich an die Spitze. Erst Mitte der Gegenseite wurde er von dem Trainingsgefährten Seismos vorne abgelöst. Meandre, Empoli und Quinzieme Monarque sah man auf den nächsten Plätzen. Hier zog die Fahrt spürbar an, Seismos hatte zwei Längen Vorsprung auf Novellist.

Auf der Zielgeraden erfolgte früh der erste Angriff des Favoriten auf Seismos. Novellist zog rasch in Front, doch lange Zeit wehrte sich Seismos, und auch der Tscheche Meandre hatte außen einen großen Moment. Doch ohne groß gefordert zu werden, setzte sich Novellist mit einer dreiviertel Länge durch. Sicherlich wurde ihm nicht das Allerletzte abverlangt.

Jockey Eduardo Pedroza kommentierte den Triumph wie folgt: „Ich brauchte zwar nicht vorne zu gehen, aber kein anderer wollte das Tempo machen. Es hat alles bestens funktioniert.“

Besitzer Dr. Christoph Berglar sagte: „Für den Trainer war das ein Balanceakt. Das Pferd so hinzubekommen, dass er hier gewinnen kann und dennoch fur den großen Moment in Paris Anfang Oktober vorzubereiten. Das waren ja alles keine schlechten Pferde. Die Leute dachten, es sei ein Elfmeter, aber wie man weiß, können Elfmeter auch verschossen werden.“

Und Trainer Andreas Wöhler wirkte ebenfalls hochzufrieden: „Es lief alles nach Plan. Eddie Pedroza hatte auf Novellist alle Optionen. Als alle anderen abwarteten, hat er entschieden, selbst das Tempo zu bestimmen. Der Hengst hat sich gut beruhigt, später ging er dann hinter Seismos. Es war ein toller Ritt von Eddie. Er hat Novellist eine kurze Aufforderung gegeben, da das Pferd ein wenig zur Seite schaute, als er in Front war. Dass es kein überlegener Sieg werden würde, war mir klar, denn es handelte sich bei fünf Pferden um ein taktisches Rennen. Es war eine perfekte Vorbereitung auf den Arc. Novellist war auf 85 bis 90 Prozent. Das große Ziel kommt in fünf Wochen.“

Auch mit Seismos durfte der Coach zufrieden sein, denn der Karlshofer gab sich als Zweiter nie geschlagen: „Seismos ging immer weiter. Er ist ein großer Steher und lief ein großartiges Rennen.“ Michaela Faust vom Gestüt Karlshof ergänzte: „Das war eine weitere Leistungssteigerung von Seismos. Ich bin sehr stolz auf unser Pferd. Er könnte nun in das Canadian International gehen.“

Eine gute Partie lieferte zudem Meandre als Dritter (Jockey Mirco Demuro: „Er hat sich gesteigert und hatte ein tolles Rennen, er kämpfte am Ende groß“), während Empoli nicht entscheidend weiter kam. „Das Laufen von Empoli geht in Ordnung. Er war ja nahe genug dran bei den vorderen Pferden“, berichtete Trainer Peter Schiergen. Vom letzten Platz kam dagegen Quinzieme Monarque nicht weg. „Am Rennverlauf hat es nicht gelegen. Er war in Position, aber der letzte Tick hat gefehlt. Er zog nicht durch“, so sein Betreuer Jens Hirschberger.

Nun dürfen sich die deutschen Galopp-Fans auf den 6. Oktober freuen, denn dann könnte zwei Jahre nach Danedream Novellist zum nächsten deutschen Arc-Sieger avancieren. Er gilt seit Wochen als Favorit für das bedeutendste Rennen der Welt.

Auch das Rahmenprogramm war vom Allerfeinsten: „Zuletzt im Preis der Diana hatte sie kein glattes Rennen, sonst wäre sie nicht Siebte geworden, sondern wesentlich weiter vorne gelandet“, berichtete der hocherfolgreiche Besitzertrainer Ferdinand Leve nach dem Berenberg Cup (20.000 Euro-Listenrennen, 1.800 m). Calyxa ist ein echtes Rennpferd, mit ihr zielen wir nun auf den Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf.“

Vorausgegangen war ein sehr überzeugender Triumph der von Lennart Hammer-Hansen gerittenen 38:10-Favoritin Calyxa, einer Pivotal-Tochter, die immer eine Lage im Vordertreffen hatte und sich von zweiter, dritter Position auf den letzten 200 Metern locker absetzte. Mit viel Schwung schob sich Daksha noch auf den Ehrenplatz vor, machte den totalen Ittlingen-Erfolg perfekt. „Sie hat wieder ihr wahres Gesicht gezeigt“, war Trainer Waldemar Hickst zufrieden. Lange hatte es nach einer Überraschung durch die Ebbesloherin Diaccia ausgesehen, die Andrasch Starke vor der Geraden auf großen Vorteil nach vorne schickte. Dort verteidigte sie sich lange vehement. „Jetzt haben wir Black Type“, war Peter Schiergen happy über das erreichte Ziel. Die Seriensiegerin Koffi Angel kam aus dem Vorderfeld nicht weiter. „Es war leider kein Tempo, da hat sie völlig ihren Rhythmus verloren“, bedauerte ihr Betreuer Hans-Jürgen Gröschel.

Gleich im einleitenden 10.000er für Dreijährige über die Meile fiel die Entscheidung im Zimmer der Rennleitung. Der souveräne Sieger Turfjäger hatte im Finish Illuminati (49:10, Lennart Hammer-Hansen) gekreuzt, doch eigentlich schien es, als sei der Abstand zwischen diesen beiden Pferden groß genug gewesen. Eine äußerst harte Entscheidung trafen die Stewards, indem sie Turfjäger disqualifizierten und hinter Illuminati setzten, denn dieser hatte ursprünglich den zweiten Platz gegen Montino verteidigt und hätte wohl kaum als Sieger das Ziel passiert. Damit hatte es der schon immer hochgehandelte Schützling von Ferdinand Leve diesmal geschafft.

Mit viel Speed kam Nausica Time (41:10, Norman Richter) in einem 10.000er für dreijährige Stuten über 2.200 Meter noch an Neckara vorbei. „Das war mein bestes Ding des Meetings. Weitere Pläne gibt es noch nicht“, meinte ihr Trainer Sascha Smrczek.

80.000 Euro, soviel wie noch nie in diesem Jahr in einer Viererwette, waren in der Wettchance des Tages (18.000 Euro-Ausgleich III, 1.400 m) zu verdienen. Doch in diesem mega-schweren Handicap mit 18 Kandidaten schaffte keiner das Kunststück, die ersten vier Pferde in der korrekten Reihenfolge vorherzusagen. Der 252:10-Riesenaußenseiter Black Cool Cat (Filip Minarik) stürmte noch klar an Laeyos, Siempre Manduro und Leoderprofi vorbei. „Um ihn heute zu wetten, musste man schon einigen Mumm haben“, ab Bernd Scheele vom Galopp Club Bremen zu, der Trainer Pavel Vovcenko (war am selben Tag in Quakenbrück sehr erfolgreich) vertrat.

Da die Viererwette nicht getroffen wurde, gibt es beim Sales & Racing Festival im Oktober einen Jackpot von 80.347,68 Euro. Der sensationelle Umsatz dieser Prüfung belief sich auf 189.780 Euro!

Mit gewaltigem Endspurt flog der Dreijährige Saint and Sinner (151:10, Andrea Atzeni) im 21.000 Euro-Ausgleich II über 2.000 Meter noch an Wellkanto und Foreign Hill vorbei. „Er musste vor einigen Monaten erst einmal zur Ruhe kommen. Weitere Wege sind passend“, erklärte Trainer Andreas Wöhler.

Ein sehr emotionaler Moment war der Triumph von Ostpol (141:10, Andre Best) in einem 15.000 Euro-Ausgleich IV über 1.800 Meter, der den Favoriten Walkabout abwehrte. In wenigen Tagen wird der Stall des viel zu früh verstorbenen Uwe Stoltefuß geschlossen. „Ostpol hatte in Harzburg und Hoppegarten kein gutes Rennen, Andre Best kennt ihn gut und hat ihm alles passend serviert“, meinte Birgit Stoltefuß.

In Dresden landete die Westerner-Tochter Wunschkonzert (45:10, Rebecca Danz) im Zweijährigen-Rennen schon ihren zweiten Treffer. Die Westerner-Tochter ließ als 16:10-Favoritin New World und Iffinvasion hinter sich. Den Gelos-Triumph (Ausgleich III) gewann wie im Vorjahr die Stute Not Allowed (171:10, N. Arendsen) vor Concordia und dem Favoriten Lemorton.

Eine 14-Rennen-Mammutkarte gab es in Quakenbrück. Das Alte Artländer Seejagdrennen wurde erwartungsgemäß eine Beute des 23:10-Favoriten Kazzio (Cevin Chan) vor Silk Drum und Nuevo Leon.

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