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Samba Brazil avanciert in München zur Gruppe-Siegerin

Bahnspezialist Smooth Operator nicht zu stoppen

München 15. September 2013

Schon im letzten Jahr hatte die vierjährige Samba Brazil eine besonders gute Phase im Herbst gehabt. Umso enttäuschender jedoch fielen ihre ersten diesjährigen Auftritte aus. Kaum nahte der Herbst, fasste die vierjährige Karlshoferin auch wieder besser Tritt. Den Höhepunkt ihres Aufschwungs erlebte jetzt das Münchner Publikum bei ihrem Erfolg im „das Bayerische Hausbau-Werte, die bleiben-Rennen“. Unter Andrea Atzeni schlug die vierjährige Teofilio-Tochter keine Geringere als die klassische Siegerin Akua’da sowie den Außenseiter Point Blank. Gleichzeitig brachte sie damit ihren Trainer Jens Hirschberger, der sie erst seit Sommer in seiner Obhut hat, mal wieder in ein helleres Rampenlicht. Vor Samba Brazils Erfolg wusste sich außerdem der Flieger Smooth Operator groß in Szene zu setzen. Was nach Form zwar etwas überraschte, doch ist gerade die Münchener Bahn für ihn schon immer ein besonderes gutes Pflaster gewesen.

Was natürlich genauso für das Gestüt Karlshof gilt, hatte doch der Wallach Seismos in der Isar- Metropole mit dem Großen Preis von Bayern bereits im August einen gewissermaßen besonders dicken Fisch an Land gezogen. Selbstverständlich siegte auch Seismos bereits unter Jockey Andrea Atzeni. Der Italiener ist für den Rennstall des Gestüts der Familie Faust mittlerweile ein regelrechter Garant für Erfolg geworden.

Im mit 55.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennen über 1.600 Meter verstand er es exzellent, Samba Brazil in der finalen Phase immer nachdrücklicher ins Bild zu setzen und der lange aussichtsreichen Akua’da am Ende den bereits zum Greifen nahen Erfolg noch streitig zu machen. Schon im Darley Oettingen-Rennen in Baden-Baden hatte Samba Brazil einen unübersehbaren Ansatz geliefert, den sie jetzt ein gutes Stück weiter ausbaute.
Akua’da verlor sicher in allen Ehren und konnte obendrein einen äußerst schwachen Auftritt in eben diesem Baden-Badener Rennen postwendend korrigieren. Die besondere Überraschung des Rennens war allerdings der dritte Platz des Riesenaußenseiters Point Blank. Ordentlich verlief sicher die Vorstellung von Amaron, nach monatelanger Pause wurde er immerhin auf Anhieb Vierter.
Empire Storm, der Bahnfavorit Belgium Prince sowie Royal Fox und Felician waren allesamt kurz zur Stelle, drangen aber nicht durch. Schnell gemacht worden war die Partie vor allem vom Lokalmatador Superplex, der dann aber zunehmend ein Opfer seiner eigenen Pace zu werden schien.

Was Schnelligkeit angeht, ist fraglos Smooth Operator auch mit sieben Lenzen auf den Buckel immer noch ein Meister des Fachs. Das bewies Gerd Zimmermanns Wallach nun einmal mehr unter Eduardo Pedroza im Bayerischen Fliegerpreis, der als „Am Luitpoldpark-Rennen“ firmierte. Das über 1.300 Meter führende und mit 20.000 Euro dotierte Listenrennen war nach langem Warten seines Reiters im Ziel dennoch ganz sicher seine Beute vor Swooning und Donnerschlag geworden, den beiden einzigen Dreijährigen im Feld.

Zwar hatte Smooth Operator in München-Riem auch schon die eine oder andere schwächere Stunde gehabt. Summa summarum präsentiert sich der Schützling von Trainer Mario Hofer in bayerischer Luft jedoch stets besonders gut aufgelegt, sodass man ihn getrost als Bahnspezialisten bezeichnen darf.

Eine Titulierung, die auf Trainer Wolfgang Figge ebenso gut passt, wie sein Doppelerfolg mit den Pflegebefohlenen Marcelli und Vareze zeigt. Sohn Michael stand ihm aber um nichts nach, stellte er doch die zweijährige Debütantin Swingdream gleich zu Beginn des Tages sofort siegfertig vor.

Doppelsiege gelangen außerdem Jockey Andreas Andreas Helfenbein, der erst mit Lady Liberty die deutlichen rechnerischen Vorteile, die seine Stute in diesem Rennen hatte, erfolgreich ausspielte, um sich danach mit dem dreijährigen Windsor obendrein noch das beste Handicap des Tages zu schnappen.

Nach dem Erfolg mit Samba Brazil genehmigte sich nebenbei auch Andrea Atzeni mit der Stute Parivash quasi noch ein kleines „Erfolgsdessert“ auf den großen Sieg.

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