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12 Top-Meiler treffen sich in München-Riem

Viel Klasse im „Bayerische Hausbau-Werte, die bleiben-Rennen“

München 15. September 2013

Wo fängt man, wo hört man auf? Die Liste der Kandidaten für „das Bayerische Hausbau-Werte, die bleiben-Rennen“ kann man einfach nicht verkürzt wiedergeben. Die Besetzung im mit 55.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennen lässt sich nur komplett und ungekürzt darstellen. Das Dutzend der Kandidaten dürfte mit zu den besten Besetzungen gehören, welche die Prüfung in ihrer Geschichte je hatte. Einschließlich jener Jahre, als der vergleichsweise neue Riemer 1.600-Meter-Test noch als Große Europa-Meile in Köln gelaufen wurde.

Nummer eins im Feld des – 8. Rennens, 17.10 Uhr – ist keineswegs nur seiner Nummerndecke nach wieder Gestüt Haus Ittlingens Felician (L. Hammer-Hansen). Wie die dreijährige Akua’da (E. Pedroza), hat er in diesem Jahr schon Gruppe-II-Meriten erstritten, aber insbesondere immer wieder aufs Neue verblüfft mit seiner ungemeinen Formkonstanz, welche ihn nun wieder zum Favoriten stempelt .

Zuletzt in Baden-Baden ließ er von den heutigen Gegnern nicht allein nur die klassische Siegerin Akua’da hinter sich, sondern überdies noch Empire Storm (J. Bojko) und Samba Brazil (A. Atzeni). Die beiden Letztgenannten waren aber keineswegs so weit hinter ihm, als dass ihnen eine erfolgreiche Revanche nicht gelingen könnte.

Ob Akua’da bei der Großen Woche unter Wert geschlagen wurde, wird man heute sehen. Immerhin ist die diesjährige German-1.000-Guineas-Siegerin nach wie vor der Ritt des Stalljockeys, der sich auch für Empire Storm hätte entscheiden können.

Lediglich im geschlagenen Feld fand sich in Baden-Baden am Ende Combat Zone (N. Richter) wieder, der jetzt allerdings etwas günstiger untergekommen ist als noch in Iffezheim und der außerdem der Vorjahressieger ist. Etwas sehr weit zurück endete indes der dreijährige Royal Fox (D. Schiergen), der so gesehen eigentlich nur positiv überraschen kann.

Hinter dem seit Mai nicht mehr am Start gewesenen Amaron (A. Helfenbein) steht aufgrund der langen Pause zwar ein kleines Fragezeichen, doch braucht er sich in punkto Klasse gewiss nicht verstecken.

Diesbezüglich muss der englische Gast Belgian Bill (T. Durcan) zwar ein kleines Defizit kompensieren. Mit seiner momentan glänzenden Verfassung hat er unlängst in Deauville aber schon Berge versetzen können. Jedenfalls ist er ein ungleich gefährlicherer Gast aus England als Bronze Prince (S. Sanders), der streng genommen überfordert ist.

Nicht gerade einfach dürfte es zudem für Scoville (St. Hellyn) werden, die nach Akua’da und Samba Brazil dritte Stute im Feld. Was jedoch in keiner Weise für den dritten Dreijährigen unter den 12 Kandidaten gilt, den Lokalmatador Superplex (K. Kerekes).

Zwar taugt die letzte Form in Deauville kaum als bessere Visitenkarte. Doch gewann der Hengst in diesem Jahr mit dem Prix Daphnis in Compiegne ein durchaus renommiertes Gruppe-III-Rennen über 1.800 Meter. Dass es jetzt über eine 200 Meter kürzere Strecke geht, muss für den erstmals vor heimischem Publikum auftretenden Hengst nicht einmal ein Nachteil sein.

Wesentlich kürzer ist zuvor im – 6. Rennen, 16.05 Uhr – die Distanz im Bayerischen Fliegerpreis, der als „Am Luitpoldpark-Rennen“ firmiert. Nach Klasse steht im über 1.300 Meter gehenden und mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen zweifelsohne Amarillo (D. Schiergen) heraus. Aber Namera (A. Atzeni) endete bereits in der „Goldenen Peitsche“ in Baden-Baden als Dritte genau einen Rang vor ihm. Dazu ist Smooth Operator (E. Pedroza) hier ein gestandener Distanzspezialist, der offensichtlich auch die Riemer Bahn sehr schätzt.

Ob der noch wenig geprüfte dreijährige Donnerschlag (A. Helfenbein) in dieser Klasse auf Anhieb klarkommt, bleibt erst einmal abzuwarten. Über die gleichaltrige Swooning (J. Claudic) lässt sich ebenfalls nur spekulieren. Man weiß allerdings nur zu genau, dass der französische Trainer Henri-Alex Pantall selten Pferde nach Deutschland schickt, die von Hause aus chancenlos wären.

Mit neun Zweijährigen beginnt das 10 Rennen umfassende Programm, mit dem gleichzeitig die Riemer Herbstsaison ihren Anfang nimmt. Ein Sprung nach vorne ist – im 1. Rennen, 13.30 Uhr - dabei vor allem Bear Power (D. Schiergen) zuzutrauen, zumal er die Münchener Bahn bereits von seinem Debüt her kennt. Auch Global Power (St. Hellyn) und Springbok Flyer (E. Pedroza), die ihre ersten Starts augenscheinlich noch gebraucht haben, werden jetzt gewiss mehr Schliff besitzen und ein gutes Stück weiter sein.

Gängige Tipps bei den Dreijährigen sind König Arte (D. Schiergen) im – 3. Rennen, 14.30 Uhr – und Empire Hurricane (E. Pedroza) im – 4. Rennen, 15.05 Uhr.

Eine halbe Stunde später lässt sich im Ausgleich II – 5. Rennen, 15.35 Uhr – aber kaum etwas auf einen einzigen Namen reduzieren. Vielmehr gehört nach aktueller Form insbesondere Lebensglück (N. Richter) auf jeden Zettel. Darüber hinaus scheint die Aufgabe für Windsor (A. Helfenbein) und Fort Greely (E. Pedroza) zumindest machbar.

Eine Stute, die eindeutig und ohne Abstriche zum Sieg steht, sollte gegen Ende des Tages im – 9. Rennen, 17.40 Uhr – jedoch noch Parivash (A. Atzeni) sein.

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