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Papagena Star siegt im BBAG Quotenhaus Auktionsrennen

Außenseiter in Frankfurt in breiter Front vorne

Frankfurt/Main 28. September 2013

Man kennt den Spruch: Wenn‘s läuft, dann läuft’s. Und besonders gut läuft’s bekanntlich zurzeit am Heumarer Stall von Trainer Marcus Klug. Für einen neuerlichen Volltreffer sorgte nun in Frankfurt die zweijährige Papagena Star im Besitz von Dr. Alexandra Margerete Renz. Die Amadeus-Wolf-Tochter hatte bereits bei ihrem Debüt Anfang August in Köln alles andere als eine schlechte Figur gemacht, konnte diesen Ansatz aber in keiner Weise ausbauen und enttäuschte beim zweiten Start in Baden-Baden auf der ganzen Linie. Dies wusste sie nun schnell wieder auszumerzen. Ihr Erfolg unter Jockey Andreas Helfenbein im mit 52.000 Euro dotierten Qutenhaus Frankfurt BBAG Auktionsrennen kam gleich in doppelter Hinsicht etwas überraschend.

Zuerst natürlich insofern überraschend, als sich Papagena Star - nebenbei ein 14.000-Euro-BBAG-Auktionszuschlag - hat so schnell wieder finden können. Folglich hatten sie auch nur wenige auf der Rechnung, was eine Sieg-Quote von 201:10 nachdrücklich unterstreicht. Zweitens aber auch überraschend, dass sie überhaupt noch hinkam. Denn alle Weichen schienen schließlich allein nur für die Münchener Stute Filaga auf Sieg gestellt zu sein, als Rosa Rot und Darling vorne mit ihrem Latein am Ende waren, nachdem sie dem 1.600-Meter-Rennen lange ihren Stempel aufgedrückt hatten.
Filagas kapitalen Vorstoß konnte auch Papagena Star zunächst nicht mitgehen. Man sah im Einlauf freilich bereits früh, dass sie auf jeden Fall in der engeren Platzierung landen würde. Aber an einen Sieg mochte man wirklich nicht mehr denken. Zu deutlich hatte sich Filaga da bereits abgesetzt.

Dann allerdings, Meter für Meter und in zäher Kleinarbeit, arbeitete sich Papagena Star doch noch an Filaga heran, die dann plötzlich nur noch ihren Strich weiterging und dabei eine minimale Tendenz nach innen entwickelte. Trotzdem schien sich die Soldier-Hollow-Tochter weiterhin ins Ziel retten zu können. Doch wies das Zielfoto am Ende einen Kopfvorteil für Papagena Star aus, was ihrer Besitzerin fast unverhofft noch den Siegpreis von 25.000 Euro einbrachte.

Der Zweikampf der beiden ließ zunächst zwar alles andere in den Hintergrund treten. Gleichwohl endeten Bella Kathia und Turmalina, die beide zu den Mitfavoriten gezählt hatten, einigermaßen zügig und eroberten sich damit die Plätze drei und vier, während sich die lange tongebende Rosa Rot mit dem fünften Rang zufriedengeben musste. Sie bekam jedoch ebenso wie Darling und Swingdream auf den folgenden Plätzen noch einen Anteil von den restlichen Geldern mit ab.

Auf das unerwartete Resultat reagierte der Toto keineswegs nur mit einer höchst lukrativen Siegquote von 201:10. Vielmehr rappelte es auch mächtig im Karton bei den weiteren Quoten. Wie etwa bei der Zweierwette, die mit 7.533:10 selten zu konstatierende Dimensionen erreichte, während die Dreiwette sogar nicht getroffen wurde.
Dreimal Vinzenz Schiergen in Halle

Eine besonders dicke Quote verzeichnete man zudem beim parallel stattfindenden Renntag in Halle, wo nach dem kleinen Neubeginn vor acht Tagen noch einmal ein Programm mit sieben Prüfungen stattfand. Für den kleinen Geldregen am Toto sorgte hier der von José-Luis Silverio gerittene Alberto Hawaii, den Anna Schleusner-Franke trainiert und auf dessen Sieg im Rahmenprogramm es 207:10 gab.

Das Hauptrennen des Tages hatte dagegen keinen so sensationellen Anstrich. Der Erfolg des von Roland Dzubasz vorbereiteten Timorow lag ja schließlich auch nicht aus der Welt, obwohl seine letzte Vorstellung in Hannover in der ersten September-Hälfte – zumindest auf dem Papier – nicht gerade viel hergemacht hatte. Unter Michael Cadeddu gewann der Wallach den mit 13.000 Euro üppig dotierten Ausgleich II, der als Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. firmierte, jedenfalls leicht vor Viscount Vert und Salzenforst.

Da José-Luis Silverio vor seinem Erfolg mit Alberto Hawaii schon mit der dreijährigen Lichtspiel gewonnen hatte und Michael Cadeddu noch im letzten Rennen mit Tardieu gesiegt hatte, zählten beide auf den Passendorfer Wiesen mit zu den Doppelsiegern.

Held des Tages war jedoch eindeutig Vinzenz Schiergen mit drei Treffern. Der erste gelang dem blutjungen Amateur mit Winnipeg für Besitzertrainer Reinhold Johannsmann, während die Erfolge mit Sterngold und Kalitas auf das Trainerkonto von Angelika Glodde gingen.

War vor acht Tagen hier und da noch Kritik am Hallenser Geläuf aufgekommen, so zeitigten die unter der Woche vorgenommen Nachbesserungen jetzt jedoch schon ihre Wirkung. An den Bodenverhältnissen gab es beim nunmehrigen Renntag, der anstelle des ursprünglich vorgesehenen, aber abgesagten Magdeburger Termins stattfand, erfreulicherweise nichts mehr zu bemängeln.

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